Nemo 2 - Kettenöler (Stand-alone System)

  • #511


    Falls noch jemand einen Platz für den Anbau des Kettenölers Cobra Nemo 2, oder des Nachbaus, an der RN87 sucht.

    Im Heckrahmen, leider nur auf der rechten Seite, ist eine M6 Gewindebohrung vorhanden dort habe ich den Öler

    mit der mitgelieferten Halterung befestigt. Stört an dieser Stelle überhaupt nicht und man kommt im sitzen gut

    dran. Auch ohne ihn zu sehen, kann ich eine 1/8 Umdrehung gut abschätzen. Funktioniert sehr gut und bei mir tropft der Öler auch nicht nach.



    Den Schlauch konnte ich recht einfach zur linken Seite rüber führen und unter dem Schleifschutz verlegen, Klebepads hatte ich noch liegen.

    Die mitgelieferte Halterung für das Schlauchende habe ich nicht verwendet, da die Klebefläche am Ende der Schwinge zu klein ist.

    Mit Kabelbindern wollte ich die Halterung, aus optischen Gründen, nicht befestigeen.



    Ich habe mir aus einem Stück Alumaterial selbst eine Halterung gebaut und sie auf der rückwärtigen Seite, mit einer kurzen M6 Schraube,

    der Bobinaufnahme verschraubt. Hält gut und lässt sich so einfach ausrichten.

    Gruß Olav :music-rockout:

  • #512

    Ich würde die Düse auf dem äußeren Rand des Kettenrads platzieren. Die Stufe behindert den Ölfluss zw. Kette und Zahnkranz, der Unterschied ist gravierend.
    Das spart nicht nur Öl, das daneben geht, eine völlig verdreckte Kette wird so in kürzester Zeit freigespült. Hab lange gebraucht, um diesen Trick zu kapieren. Bewährt sich in den letzten 120TKm aber deutlich besser als vorher.


    Ist fummelig, aber machbar, einfach die zum Kettenblatt schräg abgeschnittene Öffnung in etwa an der Pfeilposition anlegen.



    Wg. Krach fahr ich aus der Haut: loud is out!

    -Not all you do, is only your own Ding. :happy-sunny:

  • #513

    Ich hatte mit der Positionierung des Schlauch- ala Düse auch herum experimentiert. Hat sich als schwierig erwiesen zu verhindern daß sich das Schlauchende nicht beim rückwarts schieben in der Kette verfängt. Somit auch, wie Axxis letztlich das Schlauchende in die Falz positioniert.

    Bis das Öl auf die Kette gelangt dauert es ein klein wenig länger. Fliehkräfte schaffen auch das 😁. Ölreste sind nach wenigen Km dann am Kettenblatt auch kaum mehr sichtbar.


    Ab und zu fahre ich auch mal mit einem Papiertuch durch die Falz und säubere diese vorsorglich, damit dort kein Straßenschmutz vorhanden und somit nicht auf die Kette transportiert werden kann. Macht auf jeden Fall Sinn dies zu praktizieren, damit beim rückwärts schieben keine Dreckansammlungen ins Schlauchende befördert werden können.


    Sofern überhaupt, schätze ich den Mehrverbrauch an Öl als sehr minimal ein. Die Kette wird, so meine Feststellung, auch bei dieser Montagelösung, perfekt geschmiert.

    Funktioniert so im Übrigen auch, bei einer Pause den Öler zu betätigen und das Rad (mit dem Fuß 😁) Stück für Stück weiter zu drehen und das Öl rundum auf dem Kettenblatt zu verteilen und dann beim langsamen Losfahren eine schnelle Verteilung zu bewirken.


    Auch bei dieser Lösung fliegt wohl kaum mehr Öl in die Gegend. Landet treffsicher in den Kettengliedern. Da fliegt dann auch nur eine beim Ölen initiierte Übermenge aus den Kettengliedern. Bei Ölung im Umfang der Menge einer Achtel-Umdrehung absolut geringe Abschleudermenge. Auf den Rad landet quasi Nichts. Allenfalls auf der Rückseite des Kennzeichens finden sich mal vereinzelte Spritzer. Die lassen sich aber auch mit Papier sehr problemlos wegwischen.


    Nachtröpfeln hatte ich auch noch nicht. Habe auch die Behälterdose des Nemo an der linken Hälfte des Lenkers angebaut. Dementsprechend lange Schlauchlänge, was die Reaktionszeit beim Betätigen des Ölungsvorgangs ein klein wenig verlängert.


    Hier noch ein Tipp von mir:

    Den Öl-Schlauch habe ich, zum Schutz dessen, der umliegenden Bauteile und als Hitzeschutz bezüglich Motorwärme, in einen Bougierschlauch eingezogen (eigentlich ist ein solcher Bougierschlauch zur Bündelung und Isolierung von Kfz-Stromleitungen vorgesehen). Sieht im Lenkerbereich auch besser aus.

    Bezogen hatte ich diesen Bougierschlauch bei der Tante Louise für schmales Geld erworben (

    https://www.louis.de/artikel/b…z-laenge-5-meter/10032056). Gibt's aber mit Sicherheit auch bei anderen "Verdächtigen" 😁. Der im Link verwendete Begriff "Rohr" ist irreführend. Tatsächlich ist dies ein richtig flexibler und nicht harter Schlauch.

    Einziehen des Schlauches hierein ein war schon ein wenig Akt (Länge des Schlauches von rund 2m), da ich keinen übermäßig großen Querschnitt gewählt hatte (müsste jetzt lügen, aber waren wohl 6 mm). Geholfen hat da ein wenig Silikonöl, das ich in die Schlauchöffnung beim Einschieben immer wieder eingesprüht habe. Glitschie hilft manchmal 😁, so auch hier.

    Wie auch immer, kann die Bougierschlauchlösung nur empfehlen. Sieht besser aus (simulierte elektrische Leitung) und schützt davor, dass die doch recht sperrig starre Ölleitung im Bewegungsbereich Scheuerstellen verursacht.

  • #514

    Nur so als Anregung. Dank dieser Konfiguration mit einer stumpf geschliffenen Injektionsnadel mit Bajonetanschluss in Position 8 Uhr komme ich mit meinem McCoi-Öler auf eine Reichweite von ca. 4500km mit 100ml Öl.

    Die Kette ist ständig perfekt durchgeölt ohne das Hinterrad einzusauen.

    Die Nadel schleift ganz leicht auf dem Zahnkranz und bleibt auch beim Rückwärtschieben genau an ihrer Position.

    Beim Reifenwechsel und im Falle eines Falles ist die Nadel ohne Werkzeug sekundenschnell entfernt bzw. ausgewechselt.

    DLzG vom Merlin


    Ps. Aufgrund meiner generellen Lebenseinstellung sehe ich nicht die geringste Veranlassung, mich altersadäquat zu verhalten :handgestures-thumbup:

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  • #515

    Die Idee mit der Nadel find ich extrem gut, die Position würd ich trotzdem deutlich weiter unten wählen.


    Die (Schlauch)Düse muss mit Vorspannung justiert werden, was extreme Fummelei ist, das entfällt bei der Nadel.

    Einzig, es bleibt ein potentielles Verletzungsrisiko.


    Ich öle ansonsten schon lange Ballistol aus der Büchse mithilfe von Spritzen und Nadeln. Verschließe den Luer Lock auch „ordnungsgemäß“, ein etwas ungutes Gefühl schwingt aber immer mit.

    Dafür lässt sich das Öl perfekt applizieren, kein Vergleich mit Sprühdosen und „Schlauch“.


    Edit:

    Was ich völlig vergaß(!!!)

    Die Lösung für den Schlauch-Düsen-Injektor, aka abgeschnittenes Schlauende. Das ist echt simpel. (Und das werd ich die Tage endlich nachholen)


    Man legt einen starken Draht parallel zum Schlauch, steckt einen Schlumpfschlauch drüber, schlumpft es etwas und kann dann nach Herzenslust schlumpfen, äh die Düse biegen und justieren.

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  • #516

    Die Position bei 8Uhr hat sich über viele tausend Km sls optimal heraus kristalisiert. Dadurch, dass etwa 2-3 Zähne vor dem Eingriff das Öl aufgetragen wird hat es etwas Zeit durch die Zentrifugalkräfte nach außen zu wandern und beim ersten Kontakt mit der Kette schon da zu sein wo es gebraucht wird. Dadurch wird es optimal in die Kette eingearbeitet und die Ölmenge kann reduziert werden. Aktuell bin ich bei nur einem Pumpenhub (ca.0,2ml) alle 6km..

    Das potentielle Verletzungsrisiko dürfte wohl eher theoretischer Natur sein, da die (stumpfe) Spitze der Nadel mit einem Winkel von ca. 20 Grad auf das Kettenblatt aufliegt. Das gepaart mit der verdeckten Enbauposition sorgt dafür, dass man versehentlich garnicht dran kommen kann...

    DLzG vom Merlin


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  • #517

    Ich bin etwas farbschwach - ist der Konus der Nadel rosa?

    Wie hast Du den LuerLock-Anschluß am Ölschlauch befestigt?


    Ich glaube, die Idee gefällt mir sehr, zumal ich an diverse Nadeln easy rankomme ...

    In der Garage steht aktuell noch meine FJ 1200 ABS (3YA) Bj. '91 mit diversesten Verbesserungen -

    aber inzwischen freue ich mich gewaltig über den Komfort meiner Tracer 9 GT+  :auto-biker:

  • #518

    Ich habe die Düse (Schlauchende) auch erst nahe an der Kette posizioniert, was aber zur Folge hatte,

    das sich beim "Rückwärtsdrehen" die Düse in der Kette verfangen hat und umgeknickt ist, so wie es "Puls 130"

    auch beschrieben hat. Wenn irgendwann mal ein Kettenrad aus dem Zubehör, was diese Wulst vielleicht nicht hat,

    montiert wird sollte das kein Problem mehr sein die Düse näher an der Kette zu posizinieren ohne das sie hängen bleibt.

    Hauptsache es kommt Öl auf die Kette, ich bin auch erst 300km mit dem Öler gefahren. Ich werde wohl im Laufe

    weiterer Kilometer einige Erfahrungen sammeln und vielleicht noch was ändern. Die Sache mit der Nadel gefällt mir

    auch sehr gut.

  • #519

    Dass die Düse beim Zurückschieben nicht erwischt wird ist die große Herausforderung.

    Wie auch immer geölt wird, wenns denn nicht um 5 ist... dann statt zur teatime eben zur tagesschau (8Uhr)
    Ich würde trotz der Erklärungen weshalb tagesschau besser als teatime ist, an letzterer festhalten, ist auch die Empfehlung von Scottoil und Heiko von CLS, die machen das seit >20Jahren so....

    https://www.cls-evo.de/CLS-Kettenoeler/

    Wg. Krach fahr ich aus der Haut: loud is out!

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  • #520

    Jepp ist rosa... - eine 16er glaube ich war das. Eine relativ grobe also...

    auf dem Schlauch steckt ein Kanülenadapter (Bajonetverschluss zum schnellen Wechseln) den ich in eine Ringöse eingefasst habe die zum Einstellen über zwei M3 Verschraubungen gedreht und geneigt werden kann.

    DLzG vom Merlin


    Ps. Aufgrund meiner generellen Lebenseinstellung sehe ich nicht die geringste Veranlassung, mich altersadäquat zu verhalten :handgestures-thumbup:

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