Beiträge von Puls130

    Da es keine expizite Reifenbindung bei der MT-Baureihe gibt, sehe ich das bezüglich Versicherungsschutz mal ganz entspannt. Da fehlt denen schlicht und ergreifend die Rechtsgrundlage für eine Handhabe. Würde eine Versicherung behaupten das eine verwendete, aber zulässige Mischbereifung, negative Auswirkungen und somit Einfluß auf ein Schadenereignis hat, wären diese mit ziemlicher Sicherheit in der Pflicht dies auch zu beweisen.

    Hatte mal einen Schadenfall, da hat sich die Versicherung des Haftungspflichtigen auf höhere Gewalt berufen. Ihr glaubt gar nicht wie schnell die dann doch bezahlt haben, als ich diesen erklärt habe das sie bei bei Berufung auf höhere Gewalt in der Beweißlast seien.

    Und ähnlich wird es wohl auch im Fall der Fälle bei Berufung auf negative Einflüsse einer Mischbereifung laufen. Die Kosten für ein aufwändiges und gerichtsfestes Gutachten wird eine Versicherung kaum riskieren. Zumal ein solchen Gutachten jederzeit durch ein Gegengutachten in Zweifel gezogen werden könnte. Und dann bleibt immer noch die Zulässigkeit der Ausrüstung mit Mischbereifung im Rahmen der gesetzlichen Definition.


    Steht auch z.B. nirgends geschrieben das man immer nur die neuesten Entwicklungen der Reifenindustrie fahren darf. Die sind ja auch angeblich immer besser als die Vorherigen. Vielleicht hat demnächst hier noch Jemand Ängste Reifen älterer Entwicklungszeit zu montieren, man könnte damit ja auch einer Versicherung Futter für Leistungsminderung geben.


    Das Einzige was mich persönlich davon abhalten würde Mischbereifung verschiedener Reifenmarken und/oder Reifenmodelle auf mein Moped zu "schrauben" ist meine eigene Unwissenheit zu beurteilen was für meine Bedürfnisse hierbei gut funktionieren würde.

    Vermute mal stark das nur Diejenigen sich an Mischbereifung herantrauen, die die Zusammenhänge der Reifenkonstruktionen und -funktionsmerkmale eher gescheit ergründen, beurteilen und somit dann auch in der Lage sind damit auch positive Ergebnisse zu erzielen. Andernfalls Tausende von Kilometer mit einer nicht gut funktionierenden Reifenkombi herumfahren zu müssen ist auch eher wenig prikelnd.

    Hast Du mal auf Deine Beitragsrechnung geschaut? Teilkasko hat nichts mit Schadenfreiheitsrabatt zu tun. Für meine Tracer bezahle ich seit Anmeldung jedes Jahr auf den Cent den gleichen Beitrag für die Teilkasko. Haftplicht dagegen sinkt Jahr für Jahr durch höher werdenden Schadenfreiheitsrabatt. In Summe macht der Anteil für die TK (ohne SB) bei mir mehr als 60 % des Gesamtbetrages aus (Schadenfreiheitsrabatt aber auch entsprechend hoch für die Haftpflicht und Saisonanmeldung). Für die TK sprechen wir dabei aber von einem Betrag von knapp über 60 € jährlich. Das auf den Monat umgerechnet = 5 Euro, ist mir alleine schon die Absicherung des Diebstahlverlustes wert.

    Was das Steigen des Vorderrades angeht, da hat die Bremse des Hinterrades in der Tat eine ganz besondere Einflußmöglichkeit. Nur mal so als Anschauungsbeispiel: Ich hatte vor der MT ein Motorrad das von mir im Normalfall beim richtig starken Bremsen einfach nicht auf's Vorderrad zu bringen war. Da wurde höchstens bei höheren Geschwindigkeiten das Hinterrad leicht und fing an zu tänzeln. Eines Tages, ich war gerade an einer Tanke angefahren (vlt. 10 km/h schnell), hat mir ein liebsamter Tankstellenangestellter eine Schranke (grundlos) vor mir herunterfallen lassen. Füsse hatte ich gerade noch nicht auf den Rasten, also nur voll in die Vorderradbremse gegriffen um die Schranke nicht zu durchbrechen. Der Efekt war dann der, das ich die Schranke dann quasi fast küssen konnte, und das trotz zwei vollbeladenen Koffern.


    Definitiv ist es so, Hinterradbremse einen kleinen Ticken vor der Vorderradbremse in Aktion gebracht, sorgt für so viel Lastenverschiebung beim Bremsen, dass das Hinterrad normalerweise kaum mehr steigen wird. Sorgt im weitern Sinne auch dafür, dass sich die Geometrie der MT nicht weiter ungünstig verändert. Sprich der Radstand verringert sich nicht ganz so stark, wie wenn z.B. die Hinterradbremse überhaupt nicht betätigt wird.

    Wer's nicht glauben mag, schnappe sich ein Fahrrad mit funktionierenden Bremsen und idealerweise auch einer gefederten Vorderradgabel und mache Bremsversuche mit und ohne Mitbenutzung der Hinterradbemse. Schutzkleidung wäre in dem Fall aber auch sehr empfehlenswert ;). Fahrrad deshalb weil's damit ebenfalls funktioniert, aber billiger wird. :)


    Ansonsten pflichte ich Bromibär zu, die Reifen haben heute eine so gute Qualität bzw. Gripp, dass ein Überbremsen, sprich ABS-Eingriff, bei einigermaßen gepflegten Temeraturen, am Vorderrad erst sehr sehr spät eintreten wird. Ohne Hinterradbetätigung steht die MT-Baureihe bis dahin längst auf dem Vorderrad, bevor das ABS zu regeln beginnt. Extrem grobmotorisches "Hineinlangen" in die Vorderradbremse hat dann schon zu dem Einen oder Anderen Überschlag geführt, wie auch hier im Forum schon mal ein Kollege aus Erfahrung berichtet hat. Da vermutlich aber auch den Zusammenhang mit einer nicht oder zu spät betätigten Hinterradbremse.

    In Folge 2 folgt vermutlich noch das mobile Einbaugerät, dass er dann benötigt, um bei einer Kontrolle den DB-Killer wieder einzupressen und damit einer Stilllegung des Möp entgehen zu können.


    Ansonsten zur Aktion - technische Umsetzung gelungen. Was die generelle Ausführung angeht wirft das aber schon diverse Fragen auf.

    Echt jetzt? Oben schreibst Du das Dir bereits mal ein Motorrad geklaut wurde und jetzt willst Du die paar Euro für die TK sparen? Und willst/wirst Du jetzt die Kette überall hin mitschleppen?


    Motorradfahren kostet halt und eine TK, die wahrlich nicht die Welt kostet, sollte finanzierbar sein. Muss ja nicht ohne SB sein, aber das man für Schadenereignisse, die man nur schwerlich steuern und verhindern kann, wie Diebstahl oder Wildschäden, abgesichert ist, sollte einem dieser kleine finanzielle Aufwand wert sein. Gehört für mich zum Pflichtumfang einer Kfz-Versicherung.

    Das die Ursache bei den Reifen zu finden ist, das ist nicht so abwegig. Kenne die von Dir gefahrenen Reifen nicht, bzw. hatte diese Reifenpaarung noch nie auf meiner Tracer. Bei einem anderen Motorrad hatte ich aber bei Reifen, die in Richtung Restprofil gingen, aber schon ähnliches Verhalten feststellen dürfen. Da konnte ich dann nicht mehr bei Geschwindigkeiten, in dem von Dir genannen Bereich, die Finger vom Lenker nehmen (Freihändig fahren), da diese dann mit Lenkerschlagen anfing. Wenn das von Dir geschilderte Verhalten ohne sonstige Einflüsse auf das Fahrwerk (unnormale Einwirkungen die z.B. auf eine Verspannung der Gabel wirken konnten usw.), wäre der Reifenverschleiß evtl. wirklich für dieses Problem eine Erklärung.

    Stecker brauchst Du nicht zu kaufen, der ist ja schon vorhanden. Wenn Du auf meinen zweiten Bild schaust, da habe ich beim rechten Nebenverbraucher-Anschluss schon die "äußere" Steckerhälfte abgenommen. Wie ich schon schrieb, Du brauchst lediglich noch zwei männliche Stiftkontakte (wenn Du Dir das das letzte Bild von mir anschaust wirst Du erkennen warum "männlich"). Gegenstück mit Verkabelung ist ja schon im "inneren" Steckerteil, natürlich mit geschalteter Verkabelung, vorhanden. Und die darin enthaltenen Steckerkontakte sehen halt "weiblich" aus. ;)


    Spezielle Krimpzange kostet schon etwas und haben auch eine spezielle Pressform für diese Stiftkontakte. Anschaffung nur für zwei Kontakte lohnt dann eher nicht.

    Ich habe vorsichtig mit einer feinerer Spitzzange die Pressung vorgenommen (gefühlvoll in Schritten passend gepresst, damit das abisolierte Kabel einigermaßen fachgerecht eingepresst, ohne den ganzen Stiftkontakt zu ruinieren) und anschließend noch zusätzlich ein wenig verlötet. Sollte auch für die Ewigkeit halten. Man muss nur etwas auf die Zugfestigkeit achten und schauen das man die Form der Stiftkontakte nicht soweit verunstaltet das man diese nicht mehr in den äußeren Steckerteil eingebracht bekommt. Eigentlich kein Hexenwerk, bei mir hat's im Erstversuch direkt problemlos funktioniert.


    Passende Stiftkontakte hatte ich bei Polo gefunden (10er-Riegel zum Herausbrechen) für knapp 2 Euro. Die hatten damals auch die passenden Silikonstopfen, die die schwarzen Bildstopfen ersetzen. Notfalls könnte man letztere aber vielleicht auch mit einer heißen Nadel durchsstoßen und für die Kabeldurchführung passend machen.


    Hier noch ein Bild. Darauf nochmals die Stiftkontakte (mit genauer Bezeichnung auf der Packung darunter), sowie den vorhandenen Blindstopfen (schwarz) und den passenden Dichtstopfen (neongelb) (mit Bauteilbeschreibung/-bezeichnung auf der darunter liegenden Rechnung).



    Grüße vom "Moselstrand"


    PS: habe mir gerade erst Dein Bild von den Steckern angesehen. Für den Preis könnte man das Set durchaus kaufen, Stiftkontakte und Dichtungsstopfen sind ja auch dabei. Nach der Angabe 1,5 mm gehe ich davon aus das diese auch in den original Nebenverbraucher-Anschlüssen passen sind (Angabe auf den Meinigen ist 0,75 - 1,5 mm).

    Hättest dann halt noch Vorrat "bis nach Weihnachten" ^^ und könntest noch munter mehr elektrisches Zubehör verbauen.

    Hier mal auf die Schnelle Bilder von den Nebenverbraucher-Anschlüssen (Bild 1 und 2). Sind die Zweipoligen weiß oder cremfarbenen Anschlüsse.




    Die bekommst Du aber erst zu sehen, wenn Du die darüber verschraubte Halteplatte für die Scheibenhalterung abgebaut hast (siehe folgendes Bild, wo diese noch angeschraubt ist)



    und so sehen die benötigten Stiftkontakte aus, die an die Kabel angekrimpt und dann in die äußere, vorhandene Steckerhälte eingebracht werden müssen:



    Die schwarzen Stopfen in den Nebenverbraucher-Anschlüssen werden entfernt und durch Abdichtungsstopfen (Silikon) mit vorgesehener Kabeldurchführung ersetzt. Bild davon habe ich jetzt leider nicht greifbar, könnte ich Dir aber, falls benötigt, noch nachliefern.

    Biker SOS? Wenn ich das richtig verstanden habe, Funktion soll nur bei eingeschalteter Zündung erhalten sein? Und Anbringung des Schalters am Lenker?

    Falls ja, wäre es die eleganteste Lösung den nötigen Strom über einen der Nebenverbraucheranschlüsse nehmen, wie von Andreas73 bereits geschrieben wurde. Die sind bei der Tracer, egal welches Modell und Baujahr unter der Scheibenhalterung verbaut.

    Benötigen würdest Du zum Anschluss dann nur die (männlichen) Steckkontakte und die Abdichtungsstopfen für die wasserdichte Abdichtung am bereits vorhandenen Nebenverbraucher-Stecker. Gibt dazu schon einige Themen in denen es hauptsächlich um die Bewerkstelligung des Stromanschlusses für Navi geht und dort kannst Du Dir auch Bilder davon ansehen.