REIFENFREIGABEN- DISKUSSIONSTHREAD

  • #31

    Für die Hersteller ist es ein nicht ganz unerheblicher Kostenfaktor sein ganzes Produktporfolie an allen bisher prodzierten, allen aktuellen und zukunftigen Motorrädern zu testen nur damit DEUTSCHE Kunden ihren Gewissensberuhigungsschein haben, den man überall auf der ganzen weiten Welt NICHT benötigt!!!!


    Habt ihr die "Empfehlungen" denn auf den Reifenherstellerhompages mal in englisch oder anderen Sprachen gesehen :lol: :lol: :lol: :lol:


    Oder ist es in anderen Ländern ungefährlicher Motorrad zu fahren, sind die da technisch in ihrer Leistung oder Höchstgeschwindigkeit begrenzt, haben die Motoräder dort andere Fahreigenschaften?!


    So eine Diskussion kann es natürlich nur in Deutschland geben :oops:


    Für jedes Plastikteil braucht man hier eine ABE sogar für Sitzbankabdeckungen aus Plaste. Dagegen darf jeder Hobbybastler sich einen Gepäckträger dranschrauben mit 60Liter Alukoffern ohne Abnahme, die natürlich durch ungleiche Beladung, schlechter Befestigung oder Windwiderstand keinen Einfluß auf die Fahreigenschaften haben können :lol:

  • #32

    tracerfrank,


    ich stimme Dir voll zu und so läuft es auch in der Realität, also alles geschmeidig.


    Nur was die grobe Fahrlässigkeit angeht, in meinem Fall mit dem Nicht-Serien-Lenker kann ein gerissener Versicherungsanwalt schon von Vorsatz meinerseits sprechen.


    Andreas

  • #34

    Wundert mich auch etwas....


    Die Versicherung wird nichts machen können so lange du z.B. auf einen Tourensportler auch Touren- bzw Sporttourenreifen aufziehst.
    Fährst du natürlich mit Slicks oder SuperSportreifen im Regen rum und rutschst dann weg, dann könnte die Versicherung argumentieren, dass du mit falscher, bzw. nicht passender Bereifung unterwegs warst. (Ähnlich wie beim Auto im Winter auf Sommerreifen).


    Beim Auto gibt es auch keine speziellen Reifenfreigaben mehr. Selbst wenn du auf dem Auto mit billig Chinareifen unterwegs bist, dreht dir daraus keine Versicherung einen Strick.


    Ich habe auch von noch keinen Fall gehört oder gelesen, wo die Versicherung gemeint hätte, dass die Reifen auf dem Motorrad grob fahrlässig gewesen sein sollen und dann nichts bezahlt hat.
    Wenn das Motorrad keine spezielle Reifenbindung hat, dann wird das in den Versicherungen genauso gehandhabt wie bei Autoreifen. So lange diese die richtigen Eigenschaften (siehe Fahrzeugschein) haben und dem Wetter angemessen sind, wird die Versicherung dir da kein Bein stellen.


    P.S. Ich habe bei meiner Versicherung (Sparkassen Versicherung) mal nachgefragt da ich meine Betreuerin persönlich kenne. Auch sie hat das so bestätigt. Ihr ist auch kein Fall bekannt wo das anders gehandhabt wurde.

  • #35

    Hallo


    Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Zahl der Leute, die von ihr überzeugt sind.
    Auch finde ich es amüsant, dass immer wieder mit PKW verglichen wird, das alleine zeigt schon eine unvernünftige herangehensweise.
    Es wird auch langsam müßig, immer und immer wieder darüber zu diskutieren, ...nur weil jemand "denkt" oder "glaubt"
    Aber ich wiederhole mich auch meinetwegen noch 100 mal, wie der Sprung in der Platte:
    Wenn sich im Internet jemand dazu bereit stellt, einer Sachlage auf den Grund zu gehen und gründlich zu recherchieren,
    mit Fakten und Querverweisen, was eigentlich dann anschliessend für jeden Menschen verständlich und plausibel sein (könnte) in diesem Fall öffentl. von
    Jens Thiel von mopedreifen de. sollte das erstmal so akzeptiert werden, oder wenn widerlegbar, dann bitte mit vernünftigen Wissen und belegbaren Fakten und keine "Betreuerin aus Sparkassen-Filialen" die es vieleicht doch anders/besser weiß...weil es eigentlich gar nicht mehr um die Sache geht, sondern der Forumsmoderator so ein blöder unsymphatischer Typ ist.


    Dieser Thiel hat mit 3 Rechtsanwaltskanzleien die im Motorradrecht versiert sind, Kontakt aufgenommen.
    Zitat: Wir können nicht ausschliessen, das ein Halter, bei der Nutzung von Reifen, die sich für sein Motorrad nicht eignen, in Haftung genommen werden kann.
    Das ist das einzige- was ich hier seit Tagen versuche zu vermitteln.

    Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch.
    Ich habe hier auch noch von niemanden gehört, der an einem Zeckenbiss gestorben ist.
    Und trotzdem soll sowas vorkommen.


    LG Mike

  • #36


    Versicherungsrecht
    alleine wenn eine Versicherung zur Kenntnis nimmt das:
    Die Verantwortung dafür, dass alle auf dem Markt befindlichen typgenehmigten Reifen in den für den Motorradtyp vorgegeben Reifengrößen zu keinen fahrdynamischen Sicherheitsproblemen führen, trägt der Hersteller selbst. Werden jedoch die notwendigen Fahreigenschaften nur mit bestimmten Fabrikaten erreicht und somit in der Typgenehmigung-Genehmigung aufgeführt, sind diese Beschränkungen für den Verbraucher bindend."
    dann sieht die Sache für den Motorradhalter plötzlich ganz anders aus.


    Frank, was willst Du hier eigentlich wem beweisen?
    Es gibt eine Reifenbindung Seitens der Hersteller die empfohlen wird, weil nicht jeder Reifen gleich gut auf einem Motorrad funktioniert.
    Verunfallt man mit einem Reifen der diese Bindung nicht hat, dann begibt man sich in eine Grauzone d.h. es ist nicht auszuschliessen, dass der Biker mit in Verantwortung gezogen werden kann.


    LG

  • #37


    Und dem ist doch jedenfalls nichts entgegen zu halten! Wenn man Glück hat wird es nicht schlagend, aber sicher ist man, wenn man Gesetze und Bestimmungen und Herstellerempfehlungen einhält.


    In Österreich beginnt der Balkan und hier ist dementsprechend dieses Thema wesentlich entspannter. Ich selber nehm Schwarze, die MIR entsprechen, da ist Haftung sehr weit oben im "Lastenheft".

    Bonne Route, Harald
    mittlerweile reiner Genussfahrer.
    ErFahrung > 350kkm
    MTM850 garage grey

  • #38


    und genau damit habe ich ein Problem.
    ...das scheint nicht mehr nötig zu sein.


    Der ADAC textet im pdf Format (STAND 05-2015)
    Die Reifen eines Motorrades können dessen Fahreigenschaften stark beeinflussen.
    Auch wenn in jüngster Zeit die Bedeutung und die Behandlung von Reifenfabrikatsbindungen bei
    Motorrädern unterschiedlich bewertet werden, sollte jeder Motorradfahrer schon aus eigenem Interesse
    nur solche Reifenmodelle montieren lassen und fahren, die vom Motorrad- oder Reifenhersteller
    für seine Maschine zugelassen und freigegeben wurden. Abweichungen von den Vorgaben
    der Hersteller können schwer oder nicht kalkulierbare Fahreigenschaften des Motorrades
    verursachen. Dies betrifft alle Fahrzustände und alle Verschleißzustände des Reifens


    Einzelne Motorradhersteller verzichten einerseits auf Reifenfabrikatsbindungen, empfehlen andererseits
    den Fahrzeughaltern aber verbindlich nur die Reifenmodelle, mit denen das Motorrad ursprünglich
    homologiert wurde und die in dem Fahrerhandbuch verzeichnet sind. Werden diese
    Empfehlungen missachtet, muss der Halter mögliche gravierende Folgen selbst verantworten

    WIE DEUTLICH MUSS DAS NOCH SEIN; DAMIT AUCH DU ES BITTE VERSTEHST!?


    ich verstehe das sich jeder wünscht, das nach Wegfall der Reifenfreigaben, sich jeder den Reifen seiner Wahl aufziehen darf, ganz frei nach Belieben.
    DAS würde ich mir auch sehr wünschen.


    Meine einzige Intuition ist hier, das es mögliche Risiken und Nebenwirkungen gibt, vertraut man nicht auf die Reifenbindung der Reifenhersteller.


    Das kann man auch endlich mal so stehen lassen.
    Denn ich bin es echt langsam leid.


    LG Mike

  • #39

    hmmmm.....
    nur mal so eingeworfen..
    Ich war letzte woche beim Tüv ... der guckte sich mein Moped an UND auch den Reifen ....und meinte dann ...... wie sieht das aus mit dem Reifen ? haben sie dafür auch ne UNBEDENKLICHKEITSBESCHEINIGUNG VOM REIFENHERSTELLER ? sonst wird as nichts mit der Plakette ....


    so war seine Aussage ...


    ich hatte zum Glück das Teil dabei .
    von daher braucht man wohl doch zumindest eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Hersteller und der Reifenhändler Stempelt diese dann ab ...


    Gruß


    Nils

    mal verliert man ,mal gewinnen die anderen...

  • #40


    Hi Nils,


    interessant – um was für ein Moped handelt es sich denn?


    Grüße, Jan

    Mein Hintern saß 27.000 Kilometer auf einer 2014er MT-09.
    Seit 2016 nimmt er auf einer MT-10 Platz.

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