Ist ein Elektrisches Motorrad ein Motorrad?

  • #51

    Ich fahre seit Mai ein BEV (CUPRA Born - ID3 Klon) - gebaut in 02/25, sprich recht neu.

    Zum Pendeln super, da viel günstiger - dies ist auch der Grund für das Leasing gewesen. Ist unschlagbar günstig, da ich auch teils über die PV Anlage laden kann.

    Allerdings sind Reichweite und Ladeleistung unterirdisch und das bei über 42k€ Neupreis.

    Bei ca. 20Grad kommt man bei max 130km/h gerade 300km weit, bei aktuellen Temperaturen keine 250km.

    Das Laden von 18 auf 25% dauert bei vorgewärmten Akku, leerem Ladepark mit neuen 300kW Säulen (ideale Bedingungen) 45 min….. Absolut indiskutabel. Jeder Dacia für unter 20k€ kommt weiter und ist schneller aufgetankt.

    Ich werde bei BEVs bleiben, aber der nächste kommt aus Korea oder China. Da stimmt dann wenigstens das Preis-Leistungsverhältnis und man bekommt deutlich mehr für weniger Geld. Das verringert dann den Schmerz.

    Wenn es nicht so günstig wäre, wäre das das erste und letzte BEV gewesen…

    Das zum Thema, dass die Elektrifizierung so toll ist…

  • #52


    Chefin:

    Ich denke der Herr Lesch hat hier nur vorgetragen, was seine Redaktion zusammen getragen hat.

    Das könnte ich auch, aber natürlich nicht so eloquent.

    Ihn deswegen gleich als Fachidioten zu bezeichnen finde ich übertrieben.


    In dem von mir verlinkten Podcast trägt Prof. Fichtner vor und der ist ein ausgewiesener Experte auf seinem Fachgebiet.

    Und der hat meiner Meinung nach ein ausgeprägtes Realitätsbewusstsein.


    Er zeigt zum Thema efuels wie der Stand ist in Bezug auf CO2, Verfügbarkeit, Kosten usw.

  • #53

    Frohes Neues!
    Finde den Austausch hier super und Horizont-erweiternd.


    Ich persönlich war schon immer sehr offen für Innovationen und häufig "Early Adopter". SSD Festplatten früh eingesetzt - damals noch 64GB groß und bei abruptem Stromausfall (z.B. Akku vom Laptop tot oder entfernt, Reset etc.) mit Datenverlust verbunden - trotzdem war ich sehr überzeugt davon. Seit diversen Jahren eine Solaranlage auf dem Dach und seit 5 Jahren E-Auto.

    So habe ich auf der Suche nach einem neuen Motorrad mich auch mit Elektro-Motorrädern beschäftigt. Selbstverständlich sind Motorräder mit Elektroantrieb - Motorräder! Welche Emotionen das bei wem weckt ist eine rein persönliche Sache. Ich habe mich nach 15 Jahren Street Triple für die MT09 entschieden und mich aufgrund des Preises nicht weiter mit Elektromotorrädern beschäftigt. Als dann LiveWire den Preis radikal reduziert hat, habe ich spontan aus dem Bauch heraus nach einem Wochenende ausgiebig testen die LiveWire Alpinista gekauft. Mit 45 Jahren hat der Sportauspuff meiner Streety auch negative Seiten. Ich genieße die feine Dosierung des "Gasgriff", OTA Updates (kam neulich ein Rückwärtsgang per Update), die futuristische Optik, App Anbindung, dass ich zuhause günstig laden kann etc.

    3 lows:
    - Reichweite - real 100km bei leicht sportlicher Fahrweise
    - kein DC Schnellladen
    - recht hoher Standverbrauch (ca. 0.5 bis 1 %) pro Tag

    Das sind alles Themen, die in den nächsten Jahren adressiert werden. Aber die Beschleunigung, Einfachheit, feine Dosierbarkeit und diverse andere Vorteile der E-Mobilität sind es wert sich mit dem Thema zu beschäftigen.

    Kann es meine MT09 ersetzen? Nein. Brauche ich es? Nein. Bin ich happy es trotzdem gemacht zu haben? JA!
    Es ist ein tolles, ergänzendes Motorrad und hätte ich mir nur eins kaufen können, hätte ich die Streety behalten und mir ergänzend die LiveWire gekauft.

    Ein Tipp an alle, die negative Meinungen darüber haben und noch nie Probe gefahren sind - besucht doch mal einen Harley/LiveWire, Honda oder Zero Händler, fahrt Probe und tauscht Euch aus. Dann könnt ihr auch besser mitreden.

  • #54

    alf61 er war bei uns in der Sternwarte in Heilbronn als Gastdozent für einen Vortrag. Seinen Vortrag fand ich absolut geil und richtig fit.


    Wir haben im verein einen begeisterten Druckweltmeister, also jemand der seinen 3D Drucker pausenlos am laufen hält.


    Und das sind nur die Raketen


    Lesch Aussage: der Musk ist ein Spinner, der ist froh wenn er mal einen hoch bekommt


    Genauso von ihm gekommen, 2019. Schon damals war Falcon9 eine der erfolgreichsten Raketen, der Lesch war gegen SpaceX, weil der Musk ein Arsch wäre. Kann man so sagen, kann man auch so stehen lassen. Aber damals habe ich eben auch bemerkt, das er ein Fachidiot ist. Als Fachidiot bezeichnet man jemanden der in seinem Gebiet ein Genie ist, aber mit dem Rest der Welt nicht klar kommt.


    Daher denke ich ist meine Meinung nicht so ganz aus der Luft gegriffen. Ich respektiere ihn als Dozent in seinem Fachgebiet, aber das wars dann auch.

  • #55

    Chefin

    efuel sind physikalisch bedingt zwingender Unfug! Außer für Sonder-Sonder-Sonderanwendungen (Jetski?). Da geht einfach mal 75% der Energie verloren. Und da braucht man nicht auf die Forschung hoffen, die verwendeten Verfahren sind seit 100 Jahren und länger in der Industrie im großen Maßstab im Einsatz, d.h. die forschen schon 100 Jahre und länger an deren Verbesserung. Efuels und HVO sind Feigenblätter, mit denen die ölverarbeitende Industrie den technisch zwingenden Wechsel zu Batterien noch ein Bißchen hinauszögern will, damit sie noch ein paar Jahre länger Geld drucken kann. Deren Geschäftsmodell ist buchstäblich "wir machen ein Loch in den Boden und verkaufen das, was da rauskommt!"

  • #56

    Was man bei der Diskussion auch nicht aus den Augen verlieren sollte:


    Wir werden von einer endlichen Ressource (Erdöl) zur nächsten ebenfalls endlichen Ressource getrieben (Lithium).


    Mit ist bei der Aussage durchaus bewusst, dass Lithium nicht nur für Fahrzeuge verwendet wird. Allerdings steigt logischerweise der Bedarf extrem an, wenn die ganze Welt sich für vollelektronische Mobilität entscheidet.


    Daher ist es wichtig, weiterhin an alternativen zu arbeiten. Sei es synthetische Kraftstoffe oder Wasserstoff. Ja, die Produktion ist ineffizient, aber wenn Strom irgendwann zu 100% aus erneuerbaren Energien produziert wird, sollte sich diese ineffizient ausgleichen.

  • #57

    Gibt's zufällig jemand hier im Forum, der ein bißchen Ahnung vom Stand der Batterie-Forschung hat? Ich hab was im Hinterkopf, daß inzwischen die ersten Batterien ohne Lithium, aber mit höherer Energiedichte existieren, kann mich aber nicht erinnern, wo ich das gelesen habe.

    Ich meine sogar, da wäre ein Element verwendet worden, das überall auf der Welt vorhanden, sprich praktisch unbegrenzt zu bekommen ist.

    In der Garage steht aktuell noch meine FJ 1200 ABS (3YA) Bj. '91 mit diversesten Verbesserungen -

    aber inzwischen freue ich mich gewaltig über den Komfort meiner Tracer 9 GT+  :auto-biker:

  • #58

    Meinst du Natrium-Ionen?

    Falls ja, das ist für Elektromobilität ein Luftschloss. Zu geringe Energiedichte.


    Es gibt ständig irgendwelche Schlagzeilen von neuen Akkutechnologien, von denen man dann nie wieder etwas hört.

  • #59


    Das ist grundsätzlich richtig.

    Allerdings wird das Erdöl verbrannt und das Lithium ist recycelbar.


    Kobalt als Kathodenmaterial ist ebenfalls auf dem Rückzug.

  • #60

    Liebe Mitdiskutierende!


    Ich finde es super, wie dieses Thema angenommen wird und welche Mitbeiträge hier ankommen.


    Eine Bitte hab ich doch: Contenance :*

    Auch wenn die Meinungen tw. grundverschieden sind, so sind es doch Einzelbewertungen, die jedem Individuum zustehen.

    Persönliche Angriffe schaden auch der eigenen Persönlichkeit.


    Die Batterietechnologie schreitet voran, führend sicher China.

    Die LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat) z.b. ist schon ein Sprung nach vorn gewesen. Ladest immer auf 100% und ist unempfindlicher.

    Kenne ich vom Tesla. Aber es kommt noch genug Neues aus der Entwicklung.

    Zu meinem Erfahrungsstand, wir fahren daheim 2 BEV seit Anfang 2025. Tesla und BMW.

    Ich habe auf Langstrecke nun Pausen eingeplant, aber für die Fahrsicherheit und Aufmerksamkeit, speziell über 50 :eusa-whistle: , ist das schon gut.

    Im Alltag brauche ich das nicht, weil soviel fahre ich nicht am Tag, dass ich nicht über die Nacht laden könnte.

    Meine Frau fährt am Tag 100km Arbeitsweg, die kommt auch 2 Tage aus.


    Fürs Motorrad wünsche ich mir in Zukunft dann zumindest eine Reichweite von flotten 200km und eine Schnelllademöglichkeit von min 300kw.

    Dann wird es für uns Tourenfahrer interessant. Das ist dann mit dem E-Motor bergauf eine Wucht und runter ladet es sich wieder etwas auf.

    Bin fast sicher, dass das in 5 Jahren möglich sein wird.


    Heute, ist ein E-Motorrad für den Nahverkehr oder Arbeitsweg sicher schon alltagstauglich.

  • Hey,

    dir scheint die Diskussion zu gefallen, aber du bist nicht angemeldet.

    Wenn du ein Konto eröffnest merken wir uns deinen Lesefortschritt und bringen dich dorthin zurück. Zudem können wir dich per E-Mail über neue Beiträge informieren. Dadurch verpasst du nichts mehr.


    Jetzt anmelden!