Nach 1,5 Jahren MT09 ein Blick zur KTM 890?

  • #61

    Ich ziehe mal die 2 Themenbereich raus:


    Ja, der MT09 Motor zieht unten rum genau so und oben rum wirkt er agiler als der KTM 990er Motor. Unter 2500 Umdrehungen würde er mit einem 2 Zylinder zwar nicht mithalten können, aber da ist die 990er eben gar nicht fahrbar, also kann man das auch nicht als Referenz heranziehen. Wie gesagt, Bekannter fährt die 990 mit Begeisterung, was ich erstehe, weil es ein geiles Bike ist, aber beim Durchbeschleunigen von unten raus auf die Autobahn, also sagen wir 2 Gang 40km aus der engen Autobahnauffahrt bis 180 durchgezogen macht er nie Meter gut und verliert dann sogar im oberen Bereich, taucht dann trotz Gasstellung auf Anschlag langsam im Rückspiegel auf. Es ist kein dramatischer Unterschied, aber die 990 nimmt dir, egal in welchem Drehzahlbereich, keinen Meter ab. Ich spreche jetzt immer im Vergleich zur Tracer BJ 2016. Im Standardmodus wie beschrieben, im A-Modus für aggressiv, geht die Yamaha genau so aggressiv ans Gas wie die 990. Ich finde diesen Modus auf der Rennstrecke, oder auf der Landstraße mit eher offenen Kurven genial, bei Serpentinen ist der Mist für mich. Viel zu viele Lastwechsel. Das hast halt bei der 990er original immer. Bekannter hat zwar auch einiges gemacht (Akra, Mapping, Ritzel glaube ich nicht), aber es wird nicht viel besser. Fanboys behaupten das Gegenteil, wenn man sich ehrlich ist löst es das Thema aber nicht zu 100%. Die 2019er Tracer mit der langen Schwinge und einem sanfteren Mapping empfinde ich persönlich als nicht mehr mit der 990 auf Augenhöhe. Sie ist weniger agil und sie wurde etwas ihrer Aggressivität beraubt. Geht eher Richtung Touringbike und entschärft etwas die Sportlichkeit. Man merkt es bei direkten Umstieg vor allem.


    Zweites Thema ist der Schalthebel. Ja, du kannst da die Umlenkung auf die Schaltwelle an der Verzahung ändern. Ist nur eine, glaube 5er, Imbus Schraube. Kann man während einer Ausfahrt mal in diversen Stellungen testen.


    Ich möchte dir auch sehr ans Herzen legen einfach mal mit dem Bike zu fahren. Es kommt da auf so viele Faktoren an, die kann man in der Theorie alle nie evaluieren. Bei mir steht die Ducati Hypermotard 950 hoch im Kurs. Die hat genau dasselbe Problem mit der Fahrbarkeit im Drehzahlkeller wie die 990er, aber ist insgesamt ein sehr agiles Motorrad, aber mit einigen Nachteilten gegenüber der Yamaha. Das soll hier aber nicht Thema sein.

  • #62

    Verbraucht habe ich zwischen 7l (Bummelfahrt) und 9l . Ich hatte das Akra-Mapping, geänderten Gasgriff und teilweise ein Ritzel mit einem Zahn weniger. Dennoch waren in Serpentinen Kupplungseingriffe erforderlich. Da gewöhnt man sich dran aber eigentlich hatte ich mir von einem 1000 ccm großen Motor mehr Souveränität versprochen.

    Reparaturen sind natürlich immer individuell. Die regelmäßigen und häufig erforderlichen Wartungen kosten halt Geld.

    Das trifft es sehr gut. Wir waren zu sechst auf Tour auf den Großglockner. Die Tracers (2016, 2019) brauchten etwa 5l, die 990 gut 7l. Nach 200km kam die Reserve bei der 990, bei der Tracer bei 300km. Das muss jetzt kein Thema sein, aber kann es, wenn es einem wichtig ist. Auf der 4000km Italientour zahlte der Bekannte mit der 990er halt einen Hunderter mehr für dasselbe Erlebnis und die Gruppe musste 50% mehr Tankstopps einhalten. Man kann es auch anders rechnen. Bei einer 10000er Saison zahlst um ~€ 250 mehr an Sprit fürs gleiche. Mir persönlich wär es egal, aber es gibt auch sparsamere Menschen...

  • #64

    Die MT09 kommt sowas von gut aus dem Keller, das ist echt 'ne Erleuchtung. Keine Spur von Drehorgel. Wer's sportlich mag darf aber trotzdem gern ein 15/46 statt 16/45 Kettenkit verbauen, denn die ersten Gänge sind arg lang übersetzt. Will irgendjemand 166 km/h im 3. Gang fahren?


    Die MT07 ist in der Zugkraft bis etwa Tempo 100 gleich auf mit der MT09, weil sie schön knackig kurz übersetzt ist. Und sie ist leicht. Allerdings ist das Fahrwerk ganz schön arg simpel - da merkt man halt den Preis.


    KTM macht geile Dinger, die 990 ist aber schon sehr sehr auf Sport fokussiert und nix zum reisen. Bin selbst mit einer SuperDuke ähnlichen Alters einige Kilometer gefahren. Da ist die MT09 einfach auch 'ne Generation neuer, in allem moderner und vor allem viel leichter in der Handhabung.


    Wer viele km macht, wird's auch für Wartungsintervalle und -aufwände interessieren, z.B. Ventilspiel:

    MT09 alle 40000 km, 1 Zylinderkopf, 3 Zylinder

    KTM alle 15000 km, 2 Zylinderköpfe, 2 Zylinder


    Benzinverbrauch ist auch so ein Thema, und dann finde ich gebrauchte KTMs auch immer noch ganz schön teuer.


    KTM würde ich nur neu oder sehr jung gebraucht und mit Garantie kaufen. Bin aber auch Vielfahrer.

  • #65

    Hallo....von der 790er KTM nach 16000km vom Mai 2019 bis Oktober 2020 als zweit Moped, kann ich nur abraten. Im Bereich Service ist KTM eine NULL.....wollte eigentlich nur Zündkerzen und Ventile machen lassen....aber der freundliche KTM Händler hat nie Zeit...folglich bin ich zu meinem Schrauben (selbst MX Fahrer KTM) und hatte erst an meiner Yamaha Tenere 700 ( gekauft mir 1500 km im Juni 2020) die Ventile prüfen und Kerzen wechseln....alles hübsch nach selbst gefahrenen 14000 km....dann kam die 790er dran und mein Schrauber schickte mir komische Bilder....von defekten Schlepphebeln und eingelaufenen Nockenwellen....MOTORSCHADEN.....und KTM dreht sich nicht wirklich.....daher 10/ 2020 eine MT 09 gekauft......die KTM ist für eine länger Tour absolut an der falschen Stelle...Motor will immer los ( wie ein Kleinkind ) ....Stadt geht gar nicht....und bei der 890er wird es das gleiche Spiel sein....790er macht schon Spass...aber ab 350km Tagestour...NEIN......MfG Mario

  • #66

    An die KTM SMT-Interessierten: Schon mal daran gedacht das KTM in 1-2 Jahren eine 890 SMT auf den Markt werfen wird? Die wird wohl der 990er SMT von Fahrverhalten und Motorleistung ähnlich sein, Erlkönige wurden ja schon gesichtet. Da kann man ja dann 1 Jahr abwarten wie die Dinger funktionieren, probe fahren und die Wartezeit bis dahin mit einer MT09 oder Tracer überbrücken. Ich für meinen Teil werde nach meiner KTM-Erfahrung für den bescheidenen Rest meines Motorradlebens vorraussichtlich bei den Japanern verbleiben.

    Mit Bikergruß, Davy

  • #67

    Das trifft es sehr gut. Wir waren zu sechst auf Tour auf den Großglockner. Die Tracers (2016, 2019) brauchten etwa 5l, die 990 gut 7l. Nach 200km kam die Reserve bei der 990, bei der Tracer bei 300km. Das muss jetzt kein Thema sein, aber kann es, wenn es einem wichtig ist. Auf der 4000km Italientour zahlte der Bekannte mit der 990er halt einen Hunderter mehr für dasselbe Erlebnis und die Gruppe musste 50% mehr Tankstopps einhalten. Man kann es auch anders rechnen. Bei einer 10000er Saison zahlst um ~€ 250 mehr an Sprit fürs gleiche. Mir persönlich wär es egal, aber es gibt auch sparsamere Menschen...

    Das ersparte kann man dann in Urlaub oder andere Sachen investieren ^^

  • #68

    An die KTM SMT-Interessierten: Schon mal daran gedacht das KTM in 1-2 Jahren eine 890 SMT auf den Markt werfen wird? Die wird wohl der 990er SMT von Fahrverhalten und Motorleistung ähnlich sein, Erlkönige wurden ja schon gesichtet. Da kann man ja dann 1 Jahr abwarten wie die Dinger funktionieren, probe fahren und die Wartezeit bis dahin mit einer MT09 oder Tracer überbrücken. Ich für meinen Teil werde nach meiner KTM-Erfahrung für den bescheidenen Rest meines Motorradlebens vorraussichtlich bei den Japanern verbleiben.

    Ich würde es mir zwar wünschen, aber SM-T gibt's bei KTM schon lange keine mehr. Nicht auf 690, nicht 1050, 1090, 1190, nicht 1290. SM nur in Form der 690 SMC-R mit ganz wenig Reichweite.

  • #69

    Hallo....von der 790er KTM nach 16000km vom Mai 2019 bis Oktober 2020 als zweit Moped, kann ich nur abraten. Im Bereich Service ist KTM eine NULL.....wollte eigentlich nur Zündkerzen und Ventile machen lassen....aber der freundliche KTM Händler hat nie Zeit...folglich bin ich zu meinem Schrauben (selbst MX Fahrer KTM) und hatte erst an meiner Yamaha Tenere 700 ( gekauft mir 1500 km im Juni 2020) die Ventile prüfen und Kerzen wechseln....alles hübsch nach selbst gefahrenen 14000 km....dann kam die 790er dran und mein Schrauber schickte mir komische Bilder....von defekten Schlepphebeln und eingelaufenen Nockenwellen....MOTORSCHADEN.....und KTM dreht sich nicht wirklich.....daher 10/ 2020 eine MT 09 gekauft......die KTM ist für eine länger Tour absolut an der falschen Stelle...Motor will immer los ( wie ein Kleinkind ) ....Stadt geht gar nicht....und bei der 890er wird es das gleiche Spiel sein....790er macht schon Spass...aber ab 350km Tagestour...NEIN......MfG Mario

    Stories wie Deine und das Bild, welches ich mir mittlerweile persönlich gebildet habe, waren letzten Endes dann auch der Grund, warum ich irgendwann die Entscheidung getroffen habe, keine KTM mehr haben zu wollen.


    Nachdem ich vor Kurzem ein interessantes Angebot eines Händlers nicht weit weg von mir entdeckt habe, hab ich mir das Moped mal aus der Nähe angesehen und genauer begutachtet.

    Hab nun die 900er Tracer endlich mal in echt gesehen und mich dann irgendwie auch in das Moped verguckt. Diese schlanke Wespentaile, übergehend in den wahnsinnig schön breit und ausladend geformten Tank und das mit dem kurzen Kennzeichenhalter endlich ansehnliche Heck - sieht schon echt gut aus, die Tracer. :)

    Soundtechnisch war sie auch sehr gefällig, weil eine Shark Anlage verbaut war.

    Und ich sitze so angenehm auf ihr, die Ergonomie passt total gut für einen groß gewachsenen Kerl wie mich, einfach nur geil.


    Die Maschine war top in Schuss so wie es schien, keine 10.000 Km auf der Uhr, einiges an (teils sehr sinnvollem) Zubehör verbaut wie bspw. das einstellbare Federbein von der GT, Heizgriffe von der GT, kurzer Kennzeichenhalter, Shark Komplettauspuffanlage, kleine Blinker, Kühlerschutz, Tankrucksackhalter, Navihalter etc. und anhand des Zustandes und des ganzen gebotenem Zubehörs war das schon ein gutes Angebot würde ich sagen.

    Der Verkäufer lies sich dann auch noch etwas im Preis herunterhandeln und ja, da half dann alles nix - das Ding musste her.


    So hab ich jetzt seit ein paar Tagen eine 900er Tracer (Bj. 2018, Modell RN57) und kann's kaum erwarten, bis es endlich Frühling wird. :)


    Ich würde sagen, für mich wirkt es so, als wäre nach dem Abwägen alles Pros und Kontras die KTM nicht mehr auf Augenhöhe mit der Yamaha und sie ist schlicht auch nicht mehr zeitgemäß, teilweise muten einzelne Details/Fakten sogar auch zu billig an.

    Stichpunkt Cockpitinstrument: Bei der KTM sieht's nach quietschbuntem Kindergarten aus, irgendwie alles andere als erwachsen, bei der Yamaha wirkt das aufgeräumter und weitaus seriöser, dazu kommen noch andere teils unverständliche Qualitäts- und Verarbeitungsmängel bei der KTM.

    Hört sich jetzt hart an, aber das waren eben die Gründe, warum ich mich für die Yamaha und gegen die KTM entschieden habe - auch wenn sie trotz aller Kritikpunkte immer noch ein tolles Motorrad ist.


    Aber unter'm Strich ist die Tracer wohl in so ziemlich allen Belangen das bessere und vor allem vernünftigere, zuverlässigere und im Unterhalt preisgünstigere Moped im Vergleich zur KTM. Alleine bei den Inspektionsintervallen liegen Welten Unterschied (bei der 900er Tracer Ventilspiel einstellen alle 40.000 Km, bei der KTM alle 15.000 Km, das ist schon ein derber Unterschied und erheblicher Kostenfaktor), dazu noch die deutlich geringere Reichweite der KTM aufgrund des deutlich höheren Spritverbrauchs.

    Und man kann die KTM halt nicht einfach so fahren, sie ist scheinbar eine kleine Diva mit Zicken und Allüren, es muß offenbar immer irgendwas gemacht und getan werden, auch wenn's nur Kleinigkeiten sind.

    Aber das ist mir dann doch zu unzuverlässig und zu nervig, da stehe ich schon eher auf die japanische Perfektion und Zuverlässigkeit.

    Möchte auch öfters mal Langstrecke fahren, ohne mir ständig Sorgen machen zu müssen, was alles unterwegs kaputt gehen könnte.


    Jedenfalls möchte mich mal ganz herzlich an alle hier bedanken, die sich die Zeit genommen haben und teils sehr ausführliche Beiträge geschrieben, mit mir ihre Erfahrungen geteilt und mir Tipps und Ratschläge gegeben haben - ihr seid mir eine große Hilfe gewesen und das war echt Klasse, vielen Dank!


    Werde dem Forum hier definitiv erhalten bleiben und werde in Kürze in der Technik-Ecke einen neuen thread eröffnen, weil ich einiges zur Tracer wissen möchte (u.a. bezüglich Heckhöherlegung, neue Sitzbank und evtl. möchte ich auch irgendwann mal eine andere Gabel) und auf Euer Wissen und Eure Erfahrungswerte vertraue, mit denen Ihr mir hoffentlich weiterhelfen könnt.

  • #70

    Da hast du einiges richtig gemacht, aber auch einiges falsch verstanden.


    Die Kati ist ein geiles bike, mer muss zwar noch ein brauchbares Ersatz-Bike haben, aber hey, das schadet eh nie, oder? :P


    Was ich jezz aber ned so ganz kapier, warum tf haste ned auf die 2021er Modelle gewartet?


    Im Moment bin ich knapp 3/4 jähriger MT-09er. -Werd mir aber mit max. Hochspannung die neuen Modelle zur Probe reinziehen. Vlt. steig ich sogar noch dies Jahr um (vlt. auch ned).

    Bloß im Moment (alles weiß draußen) da nehm´ ich mir Zeit, bevor ich nach ner ollen greifen tät, wieweil Y sicher keine Bananen-Kati oder gar Kernschrott feilbietet.:/

    Wg. Krach fahr ich aus der Haut: loud is out!

    -Not all you do, is only your own Ding. :happy-sunny:

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