Rechtliche Situation beim Lösen der Radmutter

  • #31


    moin Frank,
    Du und die anderen, mit dem richtigen Gefühl in den Händen, sind doch raus aus dem Thema. Da wird sicher /evt auch in den nächsten 335.000km nichts passieren.... das wünsche ich Dir.
    Aber bestärke doch die nicht, die nur 150€ sparen wollen oder den technischen Hintergrund nicht kennen... den Unterschied von 8.8 und 10.9 nicht kennen und die Zahlen auf Schrauben für das Herstelldatum halten. Dafür ist doch die Ausgangsfragestellung ein schönes Beispiel.
    Beste Grüße
    Jens

    __________________
    Gruß Jens

    Einmal editiert, zuletzt von podenco ()

  • #32


    Oh mann....
    das war ironisch gemeint.... sorry das ich das nicht kursiv geschrieben habe...
    Und mit MORAL hat dieses Thema wohl genau 0% zu tun...
    Aber trotzdem die besten Wünsche für Dich, Deine MT-09 und deren Verschraubungen.
    Jens

    __________________
    Gruß Jens

  • #33

    Jens: du bist aber echt unfehlbar, wie es mir scheint. Wer hat hier was von 150€ sparen erzählt? Ich bin Handwerker und Ing. und kann sicher von mir behaupten, dass ich einiges technisches Verständnis mitbringe. Und wenn mir aus der Erfahrung heraus das verwendete Material zu weich oder zu unterdimensioniert vorkommt, kann ich doch wohl getrost fragen, ob du/ihr schlechte erfahrungen damit gemacht habt / wie ihr vorgegangen seid / ob es schon bei jemandem kaputt gegangen ist und Yamaha das dann als Garantie abwickelt. Ich bekräftige hier niemanden, dass er meine Ansicht teilen soll. Ich schätze ein geringeres Anzugsmoment für absolut legitim ein, solange es sich im Bereich >=100Nm befindet. Aber das gilt nur für mich. Da soll sich niemand ein Beispiel dran nehmen. Wenn ihr hier alle schreibt, man bekommt die Mutter locker mit entsprechendem Werkzeug ab und auch wieder mit 150Nm festgezogen, werde ich mir auch entsprechendes Werkzeug besorgen und mich an die Werte halten. Aber wer weiß, vielleicht bin ich ja gar kein echter junge und schaffe die 150Nm garnicht.



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    Beste Grüße


    Marco


    Meine Freunde sagen, ich fahre wie ein Opa!
    Meine Freundin sagt, fahre vorsicht!
    Ich sage: Fahr nicht schneller, als dein Schutzengel fliegen kann! ...und der hat seit 2010 nur noch 1 Flügel!

  • #35


    Und genau das ist es doch... Einerseits soll man auf Yamaha hören und das Moment einhalten... dann ist es "normal", dass sich diese Teile verformen (meiner Meinung nach ist das nicht normal)... aber wenn nach den 2 Jahren Garantie das Teil komplett den Ar*** hoch reißt, dann will Yamaha damit nichts zu tun haben.

    Beste Grüße


    Marco


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  • #36


    So mein letzter Beitrag, zu diesem Thema....
    Weil ich NICHT unfehlbar bin, benutze ich ja bei Verschraubungen zB Drehmomentschlüssel und halte mich an das Werkstatthandbuch....
    Ein Drehmomentschlüssel kostet... Und nicht jeder kann/will sich, für zweimal im Jahr, dieses Werkzeug kaufen... Dich habe ich nicht persönlich adressiert.
    Mit meiner Werkzeug Empfehlung für 9€ wirst Du es schaffen... ohne tiefes bücken und abrutschen.... Schreib doch mal, wie es funktioniert hat.


    Und noch ein Tip als Abschluß:
    Wer, in den nächsten Jahren, mal die niedlichen 10mm Zündkerzen herausschraubt... sollte das Anzugmoment kennen... Das wird sonst ein echtes Erlebnis für die Gefühlsschrauber... aber das wird dann hier nie jemand schreiben.
    Tschüss

    __________________
    Gruß Jens

  • #37

    Guten Tag
    nur mal so zur Info:
    es ist nicht so, dass Yamaha sich böswillig die 150 Newtonmeter aktuell nur für die MT 09 ausgedacht hat.
    Dieser Wert existiert schon seit zig Jahren auch für Modelle wie R1, R6, Fazer FZ8 oder XJR usw.
    Frage: wenn das jetzt schon jahrelang in Werkstätten mit 150 Nm angezogen wird, warum lese ich dann nichts von ausgeleierten und defekten Lager u. Distanzstücken?
    Die müste es dann doch zu Hauf geben. :eusa-think:
    Bei der Berechnung von Drehmomentzahlen geht es nicht nur darum, wieviel so ein Achsgewinde aushält, sondern auch darum wieviel Reibungskraft erreicht werden muß, damit beim Beschleunigen und Bremsen das Rad samt Achse nicht aus der Schwinge verschoben wird. Das Anzugsmoment der Hinterradachse muß also so stark sein, damit u.U. die Bremskraft nicht das Hinterrad verschieben kann.
    Besser wäre aber bestimmt eine andere Art der Kettenspannung.
    Nicht nur von vorne nach hinten verschieben, sondern wie beispielsweise beim Gilles Kettenspanner, eine geführte Verschiebung. Diese Lösung ist schon besser als die Serie.
    Apropos Serie; Es ist eine Tatsache, nicht nur bei Yamaha, sondern auch bei andern Motoradherstellern, dass immer mehr bei Fett eingespart wird. Die Steckachsen werden bei der Montage im Neuzustand kaum geschmiert. (oder zumindest zu wenig.) Dieses begünstigt später ein "festfressen" und nicht alleine zu hohe Drehmomente. Lösung wäre, ein nachfetten der Achse.


    Sicherlich ist ein sauberes Arbeiten auch ein Aspekt, soll heißen- kein Schmutz auf Gewinde oder Mutter und die Schraube zuerst mit Gefühl von Hand aufdrehen und nicht alles mit Hau- Ruck, kein Schlagschrauber usw.
    Jeder ist seines "Glückes Schmied", und "wahscheinlich" tun es auch 120 Nm. ABER rein rechtlich, ist man unter den 150 Nm. aus sämtlichen Garantieansprüchen raus, wenn es Nachgewiesen wird, das weniger angezogen bzw. gelöst wurde als von Yamaha vorgeschrieben.
    Allerdings-UND das ist unser gutes Kundenrecht, muß Yamaha dann aber auch für eventuelle Schäden wegen Materialschwäche an z.B. Schrauben und Einstellern aufkommen.


    LG Mike

  • #38


    Es spricht nicht gerade für deinen Charakter, meine Ansagen als unsinnig und meine Arbeitsweise als dilettantisch hinzustellen. Aber nicht jeder hat gutes Diskussions Niveau. Stell dir vor, es gibt Meinungen, die von deiner abweichen. Deshalb gleich beleidigend und tief werden?


    Hast du dir schon mal Gedanken gemacht, warum es Anzugsdrehmomente unter anderem gibt? Weil es zu viele gibt, die an Schrauben und Muttern rumdrehen, aber es evtl besser lassen sollten. Kannst du garantieren, dass jeder Drehmoment-Schlüssel, vielleicht auch noch eine Billigversion den exakt richtigen Wert anzeigt? Die Technik mal versagt? Da verlass ich mich (die Betonung liegt auf "ich") auf das Gefühl eine Schraube mit Hausverstand richtig anzuziehen.

  • #39

    Wobei es bei Drehmomentschlüsseln bereits div. Tests (und Diskussionen) gab, wie genau diese sind - mit einem Ergebnis dass die Abweichungen der Soll-Werte sich einigermaßen in Grenzen halten.
    Und zu berücksichtigen ist, dass die Drehmomente nicht für alle Schrauben punktgenau mit exakt geeichten Geräten zwingend eingehalten werden müssen sondern es auch für dieses Angaben sicherlich "Toleranzen" gibt.


    Beispiel: Ob eine Radmutter am PKW mit 110, 120 oder 130 NM angezogen ist wird aufgrund der Toleranzen kaum eine wesentliche Rolle spielen. Auch wenn sie von einem Kraftlackl mal mit 145 angezogen wurde wird die Radmutter meist halten. Radmuttern sind dazu ebenfalls mit Toleranzen gefertigt und halten den angegebenen Werten mindestens stand, überschreiten diese aber wohl meistens auch mit X%. Also eine Radmutter die z.B. für 140 NM ausgelegt ist wird wohl nur selten bei 150 NM bereits reißen.


    Wenn eine Radmutter aber mit 200 NM angezogen wird ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie da schon gerissen ist oder reißen kann (wenn zusätzliche Kräfte drauf einwirken)
    Wenn eine Radmutter mit 40 NM angezogen wird ist hingegen die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie sich lösen wird...


    Manche Bauteile sind halt eher gröber und für große Kräfte dimensioniert, andere wiederum sind eher zartfühlend zu behandeln (z.B. Ölablassschraube, Ölfilterkartusche, Zündkerzen etc.)

  • #40

    Wenn man sich den Titel mal auf der Zunge zergehen lässt, ist das auch schon geil :)


    Rechtliche Situation beim Lösen der Radmutter


    Wo es überall rechtliche Situationen gibt, selbt die Radmutter hat eine :)

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