6-stelliger Schlüsselcode nicht vorhanden, was tun?

  • #21

    Ich verstehe auch ehrlich nicht, warum man die ECU tauschen muss. Ich kenne mich ja etwas mit sowas aus und bei Autos wo sowas passiert, kann man die Alte ECU behalten und mit einen Werkstatttester und speziellen Hersteller Zugang. So tun als hätte man eine Neue ECU drin und diese Neu Programmieren an das Fahrzeug, da muss man so Codes hin und her Schicken an den Hersteller. Wie gesagt wenn der Händler nicht helfen kann oder will, einfach an einen Fachbetrieb wenden der Wegfahrsperre raus programmieren kann, vielleicht können die auch mehr. Weil der Code ist ja in der ECU drin, man muss nur wissen wo er steht und selbst wenn man Ihn nicht ändern kann, vielleicht kann man Neuen ein programmieren.


    Hat aber den Nachteil, das dann die Wegfahrsperre auch von jedem Kriminellen geknackt werden kann. Alles was eine Hintertüre hat, kann auch durch Kriminelle genutzt werden. Genau das ist passiert mit den alten Systemen, weswegen das heute meistens nicht mehr so gemacht wird. Man kann das zwar auch noch absichern, indem der Hersteller bestimmte abgesicherte Systeme an die Werkstatt verkauft.


    Aber hier stehst vor dem Problem, das diese Technologie hohe Kosten verursacht. Hast du pro Jahr 1 Million Autos verkauft und 1% davon vergeigt es, sind das immerhin 10.000 Fälle auf die du diese Kosten umlegen kannst. Ungefähr soviele Motorräder verkauft Yamaha insgesamt in Deutschland. Ein Yamaha Auto habe ich noch nicht gesehen. Ein 2000 Euro Codiergerät(100 Euro Hardware, 1900 Euro Software) würde sich für den Händler also nicht lohnen. Die 100 Leute die es vergeigen(1%) verteilen sich auf 300-400 Händler.


    Also wie anfangs gesagt: eine Wegfahrsperre ist nur dann gut, wenn Kriminelle es unter keinen Umständen knacken können, aber Händler es jederzeit und immer reparieren können. Da beist sich das ganze leider und der Aufwand steigt. zB müsste man vor jedem umprogrammieren hinterfragen ob das Fahrzeug als gestohlen gemeldet ist. Normalerweise wird sowas nicht an die Herstellerrückgemeldet. Das wissen eigentlich nur die Versicherungen. Und das unsere Daten bei allen möglichen Firmen landen, wollen wir meist auch nicht. Es ist also immer ein Kompromiss zwischen Aufwand und Sicherheit. Die ECU tauschen ist so ziemlich das sicherste, da nun der Aufwand es wieder verkaufbar zu machen extrem hoch ist und der Profit für Diebe nahe null. Kannst lediglich Unfall-Elektronik einbauen, wenn zum Unfallfahrzeug die Karte noch existiert und du an das Teil rankommst. Normalerweise kaufen das Kriminelle ganz schnell auf, die können damit geklaute Fahrzeuge nutzen.


    ilusch Ja, aber wie in deinem Handy ist das ein Chip, den man nicht auslesen kann. Und auch nicht neu beschreiben. So speichert dein Handy deine Keys, die nur entsperrt werden wenn du das Handy auch entsperrst, sonst bleibt der Chip inaktiv. Um ihn zu nutzen, gibst du ihm die Daten und er verschlüsselt oder entschlüsselt sie für dich, ohne den Schlüssel dabei sichtbar zu machen. Ungefähr so, als wenn du deinen Brief jemanden übergibst, der geht in sein Kämmerchen, kommt dann mit dem verschlüsselten Brief wieder raus und du weist nichts über die Art der Verschlüsselung oder den Schlüssel.

  • #22

    Also es ist definitiv möglich bei der Gen4 MT09 die Wegfahrsperre raus zu programmieren. Also so Sicher kann es nicht sein, was denkt Ihr warum kaputte MT09 Rahmen (die man nicht reparieren kann) mit sauberen Brief noch 2-3000 Euro kosten :D .


    Alles was in der ECU steht kann man knacken oder umgehen. Es ist wie ein Katz und Maus Spiel die Hersteller legen vor und dann beginnt der Wettlauf wer es als Erster knackt.


    Aktuell ist das Steuergerät der Neuen MT-125 z.B. ein Problem, ist aber nur eine Frage der Zeit bis man drauf kommt. Die der MT09 ist ein Offenes Buch, ab etwa 480 Dollar kann da Jeder drauf zugreifen.

  • #23

    Zwar wundert mich bei Yamaha-Programmen/ Firmwares mittlerweilen nichts mehr…


    „Normalerweise“ ist ein Code verschlüsselt abgelegt und lässt sich (so ist es vorgesehen) nicht auslesen.


    Für Firmware-Updates sollten zumindest Teilbereiche, etwa Kennfelder oder anderes funktionales Gedöns zu überschreiben sein.

    Gut möglich, dass sich die ECU komplett überschreiben lässt. Das wäre natürlich ein Treppenwitz im Hinblick auf „Wegfahrsperre“


    Im Tuningbereich geschehen vergleichbare Hacks regelmäßig, daher nimmt es kaum Wunder, dass das inzw. „erweitert“ wurde. Ich kann mich erinnern, dass es tlw. „militärische“ Verschlüsselungen der gesamten Steuerung gab. Leider vergessen, wo. Bei Yam mutmaßlich nicht. 😂

    Wg. Krach fahr ich aus der Haut: loud is out!

    -Not all you do, is only your own Ding. :happy-sunny:

  • #24

    Der Code ist das eine, die Zündung nicht zulassen das andere, Irgendwo muss die Sperre dann in den Ablauf eingreifen und da ist es möglich, aber auch dieser Teil ist verschlüsselt. Allerdings sind die Keys das zu entschlüsseln inzwischen in Umlauf. Heist bei neueren Maschinen kommen folglich andere Keys zum Einsatz. Solche Schutzmassnahmen sind wie Kopierschutz bei Games. ein ewiges Katz und Maus Spiel.


    Das rausprogrammieren ist jedenfalls für ein Strassenmotorrad das man selbst fahren will keine brauchbare Lösung. Der Händler der das macht muss das normalerweise melden. Dann gibt es keinen Diebstahl Schutz. Im Race trim wird sowas zb gemacht. Die wollen auch nicht mit Schlüssel hantieren, Knopf drücken und Maschine läuft. Ich weis nicht genau wie die es hinbekommen, diesen Programmteil dann zu verschlüsseln bzw signieren. Yamaha kann das, aber dann steht es in der Fahrzeug History und die Versicherung wird bei Diebstahl nicht zahlen.


    Da ich solche Dinge nicht mag, habe ich mich auch noch nicht im Detail damit beschäftigt. Mir reicht es normalerweise die Software die ich schreibe kopier zu schützen. Und gegen Missbrauch abzusichern

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