Ist ein Elektrisches Motorrad ein Motorrad?

  • #41

    Doch ist er, in seinem Fach ist er spitze, aber sonst kommt nicht all zu viel was Realität standhält. Wie ich sagte, seine Videos sind in der Astronomie wirklich gut, er kann diese Dinge sehr gut erklären, aber alles andere versteht er nicht so wirklich gut.


    Und er hat auch nicht unrecht, seine Efuel Analyse ist faktisch korrekt. Efuel ist ineffizient in der Herstellung und stößt auf einige Probleme. Aber eine Energiewende benötigt realitätsbezogene Lösungen. Wie wir CO2 aus der Luft filtern ist ein alter Hut. Woher meinst du kommt die ganze Kohlensäure in deinen Getränken? In Bier wird sie bei der Herstellung durch Hefekulturen erzeugt, aber wie kommt das CO2 ins Wasser, in Cola, in Limo? Und wo geht es hin, nachdem wir es getrunken haben? Wieso sterben wir nicht am CO2?(hint wir erzeugen es selbst im Körper).


    Strom zu nehmen und Efuel zu erzeugen ist also keine neue Technologie die wir erst entwickeln müssen.


    Das aktuell viele in die Diskussion einsteigen, zeigt nur das hier noch lange nicht alles ausgetüftelt ist. Jedem fällt früher oder später die 100TWh Pufferspeicher auf die Füße. Und wenn wir mit Strom heizen, werden es wohl um die 300TWh, die wir puffern müssen. In keinem der Videos die ich bisher gesehen habe, wird diese Frage beantwortet. Und solange das nicht beantwortet ist, kennen wir den Weg nicht, den wir einschlagen müssen.


    Edit: da es nun immer weiter in eine unbeantwortbare Grundsatzdiskussion abgleitet, melde ich mich für dieses Thema ab. Ich habe alles geschrieben, was ich dazu zu sagen habe. Könnt es lesen oder ignorieren, am Ende wird die Realität bestimmen wohin der Weg geht, nicht die Theorie.

  • #42

    Sorry, aber bei zu viel CO2 im Körper sterben auch wir - die Abatmung ist der schnellste Weg, um es loszuwerden und hilft auch bei der pH-Regulierung, neben vielen Puffersystemen.

    EFuels sind meines Wissens abseits von Machbarkeitsstudien rein hypothetisch und meilenweit von jeglicher Massenverfügbarkeit entfernt - bisher gibt es eine einzige Fabrik irgendwo in Südamerika. . Und angesichts der hohen Energiekosten für die Produktion und den geringen Effizienzgrad wird das durch den resultierenden hohen Preis mMn auch niemals in der Breite verfügbar und außer für Nischen rentabel sein - die Kosten auf 100km sind bei E-Autos schon heute niedriger als bei Verbrennern, und bei Batterien sind noch deutliche Verbesserungen in der Pipeline.


    Just my 2¢

    In der Garage steht aktuell noch meine FJ 1200 ABS (3YA) Bj. '91 mit diversesten Verbesserungen -

    aber inzwischen freue ich mich gewaltig über den Komfort meiner Tracer 9 GT+  :auto-biker:

  • #43


    Die versprochenen Verbesserungen bei Akkus gibt es schon ewig.

    Dennoch muss ich mein Telefon spätestens nach 1½ Tagen laden und habe mein Cardo nach dem ersten Winter auf Garantie getauscht bekommen, da der Akku gute 40% seiner Kapazität verloren hatte (Fehler meinerseits, ich habe den Akku vor der Winterpause nicht auf 60% entladen).


    Es streitet auch kaum jemand ab, dass BEV deutlich effizienter als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sind. Dennoch sind Akkus nach derzeitigem Stand mit ihrer geringen Energiedichte für Motorräder kaum realistisch einzusetzen.

  • #44

    Was oft bei den Diskussionen - Fuel oder Elektrik Power - übersehen wird:

    Bei Verbrennerantrieben kannst du nur max. 1/3 der Energie nutzen (physikalisches Gesetz). 1 Liter Benzin hat rund 10 kWh. D.h. du nutzt rund 3,3 KWh für den Antrieb, mit 2/3 heizt du die Umwelt, die ohnehin schon viel zu warm ist.

    Bei E-Antrieben ist der Wirkungsgrad deutlich besser, nämlich 95%. Natürlich muss die Herstellung von Strom über erneuerbare Energie erfolgen.

  • #46

    Nichtsdestotrotz habe ich mein Benzin in 10 Minuten wieder aufgefüllt, war pinkeln und habe einen Kaffee oder eine Cola getrunken, bevor ich mich auf die nächsten 300km stürze.

    Der Zeitfaktor lässt sich aktuell noch nicht weg diskutieren.


    Ein weiteres Argument der EV Fahrer: "Wann fährt man denn mal 1000 km am Tag?"

    Ist in meinen Augen völliger Blödsinn. Es geht nicht darum, wie oft ich das mache, sondern darum, dass ich das mit einem Verbrennungsmotor machen kann, mit einem Elektrofahrzeug jedoch nicht (oder nur mit einer äußerst geringen Anzahl an BEV).


    Auch beschädige ich meinen Kraftstofftank nicht, wenn ich ihn bis auf den letzten Tropfen leer fahre, oder bis zur Oberkante fülle. Ebenfalls kann ich ihn so schnell wie physikalisch möglich tanken, ohne dass sich langfristig mein Tankvolumen dadurch reduziert.


    Natürlich, viele dieser Argumente lassen sich vermutlich in Zukunft durch weitere Verbesserungen der Akkutechnologie ausmerzen. Allerdings haben meine angebrachten Argumente die letzten 20 Jahre weitestgehend stand gehalten.

  • #48

    Habe ich zwar noch nie geschafft, aber über 900km oder immer mal knapp an 700km fahre ich schon.


    Mir stellt sich auch die Frage, wieviele km fahre ich in 1 Woche Urlaub ohne daß die Tankstelle mein Hauptziel wird. Es gibt ja auch Gegenden wo diese Dichte nicht so hoch ist (Sardinien oder Norwegen oder Island z.B.).

  • #49

    900km sind auch fast 1000.

    Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ich zu meinen 10 Stunden Fahrzeit auch noch 2 oder möglicherweise 3 Ladepausen dazurechnen muss (wie lang die durchschnittliche Ladedauer ist, muss jemand berichten, der ein Elektrofahrzeug fährt), wird mir tatsächlich schwarz vor Augen.

  • #50

    Die eDiskussion besteht (wie in fast allen Gesellschafts relevanten Diskussionen) so über den Daumen aus 4 Hauptgruppen:


    Die einen. Sie haben zwar keine Ahnung, sind aber interessiert,


    Die zweiten. Sie haben bestenfalls einen Mix aus Halbwissen (aka „Meinung“) und halten mit allen Mitteln daran fest, dass das „eNeue“ sowieso und überhaupt grandioser Mist ist, allein schon weil…


    Die dritte Gruppe hat möglicherweise einen Hauch mehr Ahnung, besteht aber genauso auf ihre Meinung (aka Halbwissen), ist aber vom eVirus infiziert und kann dem eBums mittlerweile kaum noch widerstehen


    Die vierte Gruppe besteht aus denen, die völlig ohne Meinung sind -sie kennen mutmaßlich den Großteil der Fakten (die Gruppe ist definitiv unterrepräsentiert und hoffnungslos marginal)

    Ihr Hauptproblem, die (selbst ernannten) „Sachverständigen“ (Gruppe 2).

    Die dreschen ihnen nämlich ohne nur eine Sekunde nachzudenken jede Menge populistischer Gründe um die Ohren, um sie so für alle, die eh nix neues wissen wollen, davon zu überzeugen, dass das „eNeue“ sowieso und überhaupt grandioser Mist ist, allein schon weil…


    Wie auch immer.


    Ich liebe eMobilität, allein schon wegen der eSchwuppdizität.

    Verbrenner?

    Sind eine Übergangstechnologie, die das nicht wahr haben will. Genau wie die Dinos. Die beherrschten die Erde über Zeiträume, die so gewaltig lang sind, dass sie sicher für bass erstaunt waren, dass ihre „Unendlichkeit“ gegen Ende doch ziemlich schnell am Ende war. 😹

    Wg. Krach fahr ich aus der Haut: loud is out!

    -Not all you do, is only your own Ding. :happy-sunny:

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