Beiträge von Scholzi

    Hi Josef,


    dieses rhythmische Geräusch könnte auch vom Kettenrad kommen. Wir hatten fallweise Zubehör-Kettenräder welche eine nicht mittige Zentrierung aufwiesen. > 0,5 mm aus der Mitte macht schon viel aus. Es fühlt sich dann wie eine extrem ungleich gelängte Kette an, weil das Kettenrad radial "eiert". Die Geräusche vom Ritzel sind eher ein gleichmäßiges "Heulen oder Brummen" kein exzentrisches-.

    Deine Radlager u. Ruckdämpfer sind i.o.? Defekte Getriebeausgangslager hatten wir bis dato nur wenn mit extrem kleinen Kettendurchhang (stramme Kette ohne Fahrergewicht) gefahren wurde. Das spürst du aber in den Fingern wenn du die Getriebewelle ohne Ritzel langsam drehst.

    JT und Ognibene (schwarz lackiert und rotes Gummi) werden beide in Taiwan produziert und erzeugen je nach Beanspruchung ab ca. 1.000 km dieses "Heulgeräusch" Es ist nicht (wie auch ich anfangs meiner Recherche angenommen hatte) die Gummierung verantwortlich, sondern die Oberflächenhärte der Zähne. Diese- verschleißt exorbitant schnell. Ich habe dieses Geräusch sogar mit einem Yamaha-Ritzel welches 20.000 km gelaufen hatte beseitigt.

    Josef, es gibt von Yamaha nur die gummierten Ritzel. Wenn deine Kette <5000 km gelaufen hat, kannst du bedenkenlos ein neues Yamaha- Antriebsritzel montieren und das Heulen beseitigen. Ritzel-Artikelnummer für MT 09/Tracer ab 2021: 2 CR-17460-00, für RN 43 Yamaha-Teilenr. 5 PS-17460-00

    Wir haben uns bei Yamaha mit dem Thema ausführlich beschäftigt. Die JT und Ognibene-Ritzel (beide lassen in Taiwan fertigen) zeigen ab ca.1000 km sichtbaren Verschleiss an der Oberfläche der Zähne. Sowohl im Zahngrund als auch auf den Zahnflächen. Wir vermuten Probleme beim Härteprozess in der Produktion. Wir konnten die Laufgeräusche dauerhaft mit den Orginal-Yamaha Ritzeln aktuell an 6 Maschinen RN 43/57/69 beseitigen.

    Vielleicht haben sie beim Öleinfüllen einfach nur "rumgesaut" und den Kupplungsdeckel nicht abgewischt. Den Tank haben sie sicher nicht runter gehabt. Drosselklappeneinheit synchronisieren frühestens bei 10 tkm oder wenn der Leerlauf auffällig schlecht ist.

    Das Radialspiel ist sicher nicht in den Nadellagern der Schwinge. Es kommt eher von den Umlenkhebeln am Federbein/Schwinge. Ich würde mal alle Verschraubungen von den Umlenkhebeln u. dem Federbein prüfen. Wir haben letzte Woche präventiv die Schwinge und alle Umlenkhebel an einer Tracer nach 70.000 km ausgebaut und gescheckt. Alle Lager okay, hatten sogar noch ausreichend Fett.

    Wenn du deine Lagerungen nicht mit einem Hochdruckreiniger "behandelt" hast, tippe ich auf die Verschraubungen der besagten Komponenten.

    Fahre ihn (wie meine 2 Sätze S23) mit 2.4/2,5 kalt (Fahrgewicht 90 kg).

    Den S22-M (S23M ist nicht besser) habe ich nach 3.500 km mit 1.9 mm gewechselt. Der S23 hat ca. 5000 gehalten.

    Bei mir verschleißt vorne/hinten relativ gleich. Muss mich immer an meinen Mitstreiter mit S 1000 R ranbremsen ;)

    Ich fahre den MK 4 seit 2.500 km auf meiner RN 69. Im direkten Vergleich zum S23 ist die extrem kurze Aufwärmzeit des MK 4 bemerkenswert. Trockengrip min. auf dem Level vom S23 und der Vorderreifen gefällt mir besser als der-des S23. Einlenkverhalten echt super, konnte bis dato noch mit keinem Straßenreifen so tief in die Kurven reinbremsen wie mit dem MK 4. Kannte ich bis dato nur von Slicks. Spitzenreifen den Dunlop da gebaut hat.