Beiträge von bikinghunter

    Mich interessiert weder der Durchschnittsverbrauch in der Anzeige, noch der Reale. Nicht bei einem Motorrad, dass erst richtig Spaß macht, wenn man den Hahn aufdreht. :saint:. Mein Schwiegervater mit seinem Opel schreibt schon seit Jahrzehnten bei jeder Tankfüllung den Kilometerstand auf, um den realen Verbrauch zu erfahren. Ich denke mir dann immer, bitte lieber Gott, lass mich niemals so werden. :D

    Ich hatte jetzt eine perfekte Gelegenheit den CRA3 evtl. in Verlegenheit zu bringen. Tracer RN 29, LD hinten 2,8, vorne 2,4 kalt, Monte Zoncolan, Ostseite, 18 Grad Luft, perfekte Bergstraße, vor einem Jahr neu asphaltiert, kein Bitumenstreifen, null Verkehr. Reifen ca 2500 km gefahren. Fazit: Weder bei noch nicht warmen Reifen, noch bei warmen Reifen auch nur den Anflug eines Rutschers, erst bei der 4. Fahrt ohne Unterbrechung rauf und runter fing er an leicht, aber kontrolliert zu schmieren, da überhitzt. Getestet mit max. Schräglage, manchmal extra früh aufs Gas, Reinbremsen. Bei ausgeschalteter TRC und frechem Gasgeben aus der Kurve kam er natürlich, aber auch hier gemächlich und kontrolliertes driften. Ich kann mir nur Vorstellen, dass jene mit den „Rutschern“, eine schlechte Charge erwischt haben?

    Knapp 60.000. Allerdings RN29. Außer Verschleißteile keine technischen Probleme. Maschine wird meist „hart“ rangenommen und ausgedreht. Wenn der Motor warm ist, abgestellt wird und gleich wieder gestartet, springt sie eher schwer an.

    Es gibt hier unzählige Threads von den bekannten Tourensportreifen. Die Meinungen zu den einzelnen Reifen gehen extrem weit auseinander. Da kommt jemand mit einem gar nicht klar, der andere wieder wird sagen, der Beste ever. Dann schreiben wieder welche, dass „Straßen-Enduroreifen genial sind, bis zur Raste gehen und man keine anderen mehr braucht. So ist es auch mit der Laufleistung, der eine fährt doppelt so lange wie ein anderer. Lies dir die diversen Threads durch. Am Ende wirst du feststellen, dass du selbst die Erfahrung machen musst, mit welchem Reifen du am besten zurecht kommst. Falls dich meine Empfehlung interessiert. Ich hab bis auf 2 alle Sport-Tourenreifen gefahren und bin beim Conti Road Attack 3 hängen geblieben. Weil er schnell auf Temperatur kommt, weil er extrem gut haftet, weil er auch über Bitumenstreifen praktisch stabil in der Schräglage bleibt, weil die Laufleistung gut ist und vor allem, weil er fast bis zum Schluss gute Performance behält. Es gibt aber auch User hier, die schmeißen ihn frühzeitig runter, weil sie kein Vertrauen zu ihm aufbauen konnten, er rutscht, ……. Sogesehen wird dieser Thread lediglich zu einer Wiederholung der anderen werden.

    Ich fürchte da gibt es ein anderes Problem. Ist der Reifensatz fehlerhaft? Normalerweise hält der CRA keine 6000 km. Reifen „die am Asphalt Klammern“. Eigentlich ist das die Stärke des CRA. Die nächste Stufe wären reine Sportreifen. Ich bin mal ein paar Sätze Diabolo Rosso 3 gefahren. Die haften schon enorm. Allerdings mit Vorsicht zu genießen, wenn sie aus dem Temperaturfenster fallen. Dann rutschen sie ohne große Vorwarnung weg.

    Wenn du es so krampfhaft versuchst, ist die Gefahr groß, dass du bald zu schräg, sprich waagrecht liegst. Das Gefühl dafür kommt beim Fahren. Ich persönlich halte nicht so viel von Fahrsicherheitstrainings. Zumindest nicht für die Schräglage. Ich weiß ja nicht, wieviel Kilometer im Jahr du fährst, bzw wie lange überhaupt schon. Aber mein Tipp: wenn du Ausfahrten machst, nimm jede Kurve als Übungskurve. Nicht um sie so schräg wie möglich zu fahren, sondern von der Kurvenlinie so perfekt wie möglich. Richtig anfahren, die passende Geschwindigkeit wählen, eine schöne Linie zu ziehen, im richtigen Moment Gas geben. Probiere nicht die üblich gelehrte Linie (so lange wie möglich außen, dann nach innen in Richtung Kurvenmitte und am Ausgang wieder nach außen tragen lassen) Versuch es anders: in der Rechtskurve ziehst du die gesamte Linie dort, wo du mit dem Auto mit dem linken Reifen bist. Bei der Linkskurve, da wo du mit dem rechten Reifen des Autos fährst. So bist du zwar nicht mit der schnellsten Linie unterwegs, aber mit der schrägsten. So bekommst du Gefühl und es macht Spaß die perfekte Welle, äh Kurve zu erwischen. Dann kommt das schräg automatisch. Und zwar sicher und nicht mit der Brechstange.

    Ich weiß nicht mehr welcher Reifen es war. Ich glaube der Rosso 3. von dem bin ich einmal ein paar Sätze gefahren. Der hatte ganz außen kein Profil. Die Erklärung ist, dass man bei Regen eh nicht so schräg fahren kann, dass man auf diese Slickfläche kommt. Aber in starker Schräglage hat man so die beste Haftung.