Beiträge von merlin63

    das die RN29 nicht mit übermäßigen Fahrwerksqualitäten gesegnet ist sollte hinlänglich bekannt sein.

    Es war halt die erste Generation...

    Die Zweite Generation, die RN43, die mit verbesserten Fahrwerkskomponenten an den Start ging, kam erst 2017.

    Bei den älteren Modellen muss man halt mit den Unzulänglichkeiten leben oder das Geld für Wilbers - oder Öhlinskomponenten in die Hand nehmen.

    Speziell bei den Gabeln ist es da auch nicht mit anderen Federn getan. Da sollte man dann auch gleich eine bessere Cartridge einbauen, oder zumindest den Shim-Stack modifizieren...

    och..., da mach Dir mal keine Gedanken...

    Wenn die Angstnippel an den Rasten runtergeschliffen sind und auf dem Hinterreifen kein Platz mehr für Werbung ist, dann ist das schon sportlich...🤣🤣🤣

    moin in die Runde...

    das Vorangegangenen hat ganz sicher alles seine Richtigkeit und die Technik der Fahrzeugkontrolle ähnlich eines Reiters ist etwas was man üben sollte bis es in Fleisch und Blut übergegangen ist.

    Im Oberkörper locker zu bleiben ist Grundvoraussetzung dafür durch das Fahrwerk hindurch die Straße "lesen" zu können und entsprechend fein darauf zu reagieren...- alles richtig! - Aber....!

    Nachdem ich inzwischen auch zwei Jahre lang, sprich ca. 35 Tkm auf einer Tuareg 660 unterwegs war habe ich diese sehr entspannte, aufrechte Sitzposition einer Reiseenduro lieben gelernt...

    Seit letztem Jahr ist es aus anderen Gründen, nicht zuletzt auch weil 17/17"Fahrwerk und die Leistung des kleinen Trippel mir mehr liegen, nun doch wieder eine Tracer RN57 geworden...

    Neben diversen anderen Modifikationen in Richtung leichtes Naked ist aber auch die eingangs angefragte Lenkererhöhung mit einstellbarem Versatz von Fa.Voigt montiert und ermöglicht mir genau diese Art des chilligen Tourens wie auf der Tuareg... - Das Teil ist für mich der absolute Bringer, ist vom Preis her moderat, perfekt verarbeitet und... und - es ist etwas worauf ich nicht mehr verzichten möchte...

    Btw. selbst das enduromäßige " Stehend Fahren" um sich auf langen Touren mal kurz zu entspannen oder einen Schotter-/Kopfsteinabschnitt hinter sich zu bringen geht damit hervorragend...

    das hängt immer auch davon ab wie das Fahrwerk eingestellt ist, wie gut das Gripniveau des Untergrundes ist und welchen Reifen Du drauf hast.

    Klar, die Tracer RN57 hat eine ganz andere Fahrweksgeometrie als eine normale MT. Die Schwinge ist 60mm und der Nachlauf 8mm länger. Dazu kommt noch, dass der Schwerpunkt dem entsprechend weiter nach hinten gewandert ist... - und trotzdem hab ich es mit dem S21 wie auch mit dem Angel GT2 schon häufiger geschafft das Heck ordentlich zu lupfen...

    Genau darum ging es ja... "Starthilfe" sprich Hilfe zur Selbsthilfe!

    Bei mir ist noch niemand wieder von dannen gezogen ohne deutlich mehr über sein Fahrwerk zu wissen als vorher...

    Dem Phänomen wirst Du nur mit Übung beikommen können.

    Das reine ABS bekommt sein Signal nur von den Rädern und solange die in der Drehbewegung sind macht es garnix...

    Bei neueren Möpis wird das zusätzlich noch von einem Gyro, also einer Lageerkennung unterstützt, aber auch diese Lageveränderung muss erst einmal statt finden bevor der Sensor reagieren kann...

    Ein wesentlicher Teil des "fahren Könnens" liegt auch darin ein Gespür dafür zu entwickeln wie viel Druck man auf die Bremsen geben darf bevor es zu solchen Reaktionen kommt, die ja rein physikalisch logisch sind.

    Ein kurzer Stoppi bei einer Vollbremsung ist ja völlig OK wenn man ihn zu kontrollieren gelernt hat und die Bremse nur soweit wieder lösst, dass das Hinterrad wieder abgesetzt wird. Das sowas bei einem Alltagsfahrer oder gar Anfänger nicht so elegant ausschaut wie in der MotoGP, wo fast in jede Kurve mit fliegendem Hinterrad hinein gebremst wird, sollte jedem klar sein...

    Kunst kommt von können - und kein Fahrprüfer wird es Dir krumm nehmen wenn Du beim Anbremsen etwas überziehst, solange er sieht, dass Deine Reaktion darauf schnell und richtig erfolgt...

    Da bist Du ja permanent mit "Holzreifen" unterwegs...🙈

    Geh mal vorn auf 2,4 und hinten auf max 2,8 bar runter und lass Deine Reifen arbeiten...

    Was Die Fahrwerkseinstellungen anbelangt solltest Du unbedingt noch mal tätig werden. Hier sind einige unterwegs die da schon recht fit sind und vielleicht ist ja einer in Deiner Nähe und kann ein wenig "Starthilfe" geben.

    Die Serienfahrwerke sind üblicher Weise auf ca. 80kg Fahrergewicht ausgelegt und voreingestellt.

    Mit Deinen 120kg bist Du da also deutlich "out of range"

    So Pie mal Auge geschätzt brauchst Du vorn wie hinten eine ca. 5 mm höhere Federvorspannung und analog dazu etwa 1-2 klicks mehr Zugstufendämpfung.

    In Summe dürfte das dazu führen, dass sich das Fahrwerk satter anfühlt und sich handlicher und agiler um die Ecken zirkeln lässt.

    Wenn Du magst ließ Dich mal ein bisschen ein:

    Anleitung Fahrwerkseinstellung.pdf

    das betrifft generell alle Motoren mit höherer Leistung schon seit der Generation E4.

    Nennt sich "gangselektive Drosselung" und soll zum Einen die Sicherheit in den unteren Gängen erhöhen indem die anliegende Leistung kontrollierbarer gehalten wird und zum Anderen in den oberen Gängen die Vmax zu begrenzen.

    Last Not least geht es wie immer natürlich auch noch um eine Reduktion der Emissionswerte für die Typenzulassung...

    Wer dem beikommen will muss schon sehr tief ins Motormanagement einsteigen und die Kennlinien der ECU umschreiben...