Beiträge von merlin63

    Grundsätzlich gebe ich Dir da durchaus recht. Ein qualitativ gute Ölfilter schafft problemlos zwei Ölwechsel intervalle, aber...:

    Um sich nicht das frische Öl gleich wieder mit der alten Plörre zu versauen sollte man ihn wenigstens einmal abnehmen, ausgießen und das Gewebe mit etwas Benzin oder Bremsenreiniger oberflächlich abspülen. Nach dem Spülen natürlich ausreichend abtropfen lassen...

    Anderer Seits sind die Kosten für einen Neuen im Verhältnis zu allem anderen so verschwindend gering, dass ich persönlich doch eher dazu neige ihn gleich mit zu wechseln. - Schaden kann es auf keinen Fall denn es sind ja nicht nur irgendwelcher Abrieb, sondern vor allem die Rußbartikel der blowby Gase die im Filter landen und sich dort anreichern.

    eine kleine Annecdote wie ich zu meinem Nickname gekommen bin liegt jetzt ca.20 Jahre zurück.

    Mit einem Kumpel zusammen am Wochenend ins Weserbergland auf einen Campingplatz bei Bad Pyrmont.

    Schnell das Biwak aufgebaut und dann..."Spaß haben..."

    Nun gibt es in der Gegend einige z.T. recht hakelige kleine Sträßchen durch die Hügel auf denen wir, sagen wir mal, seeeehr optimistisch unterwegs waren bis wir an eine ziemlich enge Haarnadel kamen.

    Im Kurveneingang schoss mir nur durch den Kopf "sch*** das wird verdammt eng"...

    - den Bock ablegen: keine Option !

    - gerade aus in die Botanik - auch nicht !

    also, einmal voll hinten in die Bremse gehackt, Gang runter, Gas auf und mit scheppernder Fußraste und einem wüsten Slide ein paar Millimeter vor der Fahrbahnkante das Ding auf die Gerade gerettet...und - von Kopf bis Fuß flatternd zum Stehen gekommen...🙈

    Mein Kumpel, 50m hinter mir, hat mit tellergroßen Augen das Elend gesehen, in abenteuerlicher Art den Anker geworfen und kam mitten in der Kurve mit dem Vorderrad schon im Grünen zum Stehen...

    Nach einer halben Stunde und gefühlt einer halben Schachtel Zigaretten ging es danach sehr gesittet zurück zum Campingplatz und abends bei Bier und Bratwust vom Grill hatte ich dann meinen Spitznahmen weg...

    Du sagst es 🤣

    mein Minuspol: ich hab gerade eine (fast) perfekt auf mich abgestimmte, mit gerade mal 20tkm noch recht junge RN57 und sehe keine Veranlassung das zu ändern...

    Mein Pluspol: Sollte es so kommen, dass sich der Feststoffakku mit 500 bis 600 Wh/kg durchsetzt und damit dann z.B. eine Zero DSR X mit ca.200kg, 400km Reichweite und 15min Ladezeit zu haben ist, dann gibt es für mich keine Veranlassung mehr noch einmal einen Verbrenner zu kaufen...

    nee nee, die Haarpracht tendiert zwar sehr stark in Richtung "chrom", ist aber immer noch voll und üppig...🤣🤣🤣

    Allerdings muss ich sagen, dass die 75kg noch aus dem letzte Sommer stammen. - Seit ich mich im Septembet/Oktober'25 dazu durchringen konnte nach fast 40Jahren den Glimmstengeln abzuschwören und damit ein normales/gesundes Hungergefühl zurück gekehrt ist, stabilisiert sich das ganze inzwischen bei ~72kg netto und ich glaube nicht, dass ich am Bike noch die 5-6kg finde...

    Leichte Abstriche am Leistungsgewicht sind also gesetzt aber: - Vorteil: damit passen dann jetzt auch die 7Nmm Federn vorne genau🤣

    das genau ist der Grund weshalb ich mich wieder für eine Tracer RN57 entschieden habe. - Ich halte von dem ganzen Elektronik-Gedöns im Fahrwerk generell mal garnichts sondern bevorzuge eine solide, rein mechanische Basis und viiiiel Feinabstimmung. Das MT Chasis an sich finde ich schon sehr gelungen aber der absolute "Bringer" sind die 60mm längere Schwinge und der leicht verlängerte Nachlauf der RN57. Das in Kombi mit dem um 25mm erhöhten 641er Wilbers und der Öhlins cartidge mit linearen 7Nmm Federn ergibt eine sehr angenehme Ruhe bei spielerischem handling, phantastische Traktion und mit den CRA oder besser noch CSA eine messerscharfe Präzision und ein wunderbar transparentes feedback.

    In Verbindung mit meinen bummeligen 75kg (all incl.) und den abgspeckten ~15kg beim Bike der sprichwörtllich Wolf im Schafspelz...

    Das ist schon ein recht zwiespältig Ansatz, denn anders als bei einem Verbrenner, bei dem ich als Fahrer sehr großen Einfluss auf die Lebenserwartung habe, wird das beim E-Motor alles über den Kontroller/Regler gesteuert und ich als Fahrer kann nur das abrufen was der Hersteller dieser untrennbaren Kombi als mögliches Maximum programmiert.

    Passt diese werksseitige Programmierung nicht und es kommt zu einem Schaden, dann kann mir die Garantie ziemlich egal sein, weil in dem Moment die Gewährleistung/Produkthaftung greift und zum Ablehnen der Regulierung die Beweislast beim Hersteller liegt.

    An sonsten können im schlimmsten Falle nur ein paar Lager zur Erneuerung anstehen, was vom Aufwand her recht überschaubar sein dürfte...

    Es sind halt immer auch die Rahmenbedingungen die das große Ganze ausmachen...

    1.) Damals (in meinem Falle 1981) war noch genug Platz auf den Straßen um auch mal Fehler machen zu können.

    2.) Mit einem "Boliden" von 98PS war man ganz weit vorne bei der Musik - da drüber gab es legal nix mehr...

    3.) Rennsporttechnik auf der Straße? Das gab es einfach nicht. Bei Bikes wie den alten "Gummikühen" oder einer Z1 hat man freiwillig den Hahn wieder zu gedreht weil man auf abenteuerliche Art feststellte, dass der Motor deutlich schneller war als das Fahrwerk.

    4.) Ich ganz persönlich hatte das Glück mit gerade mal 15 Lenzen das "Handwerk" auf der Motocrossstrecke unter den Fittichen eines Wilfried Weber zu lernen, der damals mit seiner 440er Maiko in den TopTen der deutschen Meisterschaften unterwegs war...