Beiträge von merlin63

    Mal völlig unabhängig von der Schuldfrage in so einer Situation. Wenn ich kaltschnäutzig genug bin gelingt mir so eine Aktion auch mit ABS. Die Kiste mit dem Vorderrad überziehen und gleichzeitig kurz einmal hinten reinhacken. Bevor das ABS reagiert hab ich auf die Art längst den Gripp am Hinterrad abgerissen und die Kiste fliegt...

    Etwas völlig Anderes ist es wenn ich am Schottern bin. Da setze ich (bei abgeschaltetem ABS) das blokierende Hinterrad gezielt für kontrollierte, harte Richtungswechsel ein, oder ich lasse es mit deaktivierter TC einfach mal fliegen...

    Im Grundsatz gebe, oder besser gesagt "gab" ich Dir da durchaus recht. Es gibt schon noch eine Reihe "echter" Motorräder die im Gegensatz zur E-Fraktion bei mir diesen Wollen-haben-Reflex auslösen...

    Wobei ich sagen muss, dass Geschwindigkeit mich schon lange nicht mehr interessiert. Die Zeiten als ich auf dem Kringel noch an der 300er Marke gekratzt hab sind Geschichte.

    Anderer Seits begeistern mich pure Kraft und spielerisches Handling nach wie vor und... - auch wenn's vielleicht abstrus klingen mag. Sollte ich mir für meine RN57 noch mal einen anderen Auspuff gönnen, dann nur weil der nochmal 10dB leiser ist als das Original. - Ich hab einfach null Bock mehr darauf mir irgendwann selbst auf den Keks zu gehen.

    Emotionen weckt bei mir das Fahren selbst und nicht der Krawall den ich dabei mache - der nervt mich selber...

    ...in der Praxis wohl eher ein

    "BUMMS"Dings...🤣🤣🤣

    Aber mal im Ernst: Spätestens seit ich erlebt habe wie so eine sch*** Zero aus der Spitzkehre raus mit 'nem müden Grinsen eine Duc Monster hat stehen lassen kann ich mich für die Technik schon begeistern... - für die aktuellen Akkus aber eben nicht.

    Wie ich schon sagte - ab 500Wh/kg wird es langsam interessant - aktuell sind wir bei 100 bis 150...🤢 - nur zum Vergleich: Benzin liegt bei ca. 11Kwh/kg. Da nützt mir dann auch der exorbitant hohe Wirkungsgrad des E-Motors nicht viel wenn das Bike nach 100km stehen bleibt...

    ?... vom ABS Sensor🤔

    Du schmeißt da gedanklich glaube ich gerade TC und ABS durcheinander...

    Das ABS bekommt sein Regelsignal ausschließlich vom Radsensor und es ist völlig wurscht wie schnell oder langsam dann das andere Rad sich dreht. Wenn (berechnet aus Radumfang und Sensorimpulsen) eine zu geringe, oder keine Drehbewegung anliegt macht das ABS für das betroffene Rad den Bypass auf.

    Die Regelcharakteristik entspricht dabei dem durchschnittlichen Reibwert der Bereifung auf trockener Fahrbahn. Bei einem KurvenABS wird zusätzlich über ein Gyroskop die Querbeschleunigung ermittelt und die Regelung entsprechen des schlechteren Kraft / Reibwert Verhältnises in Schräglage nachjustiert.

    Umgekehrt lässt sich, ins Besondere bei Enduros sowohl die TC als auch das ABS aber auch radspezifisch getrennt regeln, bzw. ganz abschalte, was im schwierigen Gelände (über)lebenswichtig sein kann um, gerade auf losen Untergründen die überbordende Kraft gezielt für die Fahrdynamik nutzen zu können...

    bei Letzterem gehe ich absolut konform...

    Mein alter Diesel allerdings ist noch ein sehr Neuer und wird mich ganz sicher noch lange begleiten.

    Ein E-Auto kommt bei mir erst auf den Hof wenn bei der Energiedichte der Akus ein Wert um die 500Wh/kg, und damit Reichweiten > 500km zum Standard geworden sind.

    Moin mein Bester,

    Deine Annahmen zur Auslegung der Gabelfedern sagen mir in aller Deutlichkeit, dass das Abstimmen von Fahrwerken für Dich Neuland ist...

    Bei direkt wirkenden Federn dieser Klasse kannst Du sie auch gleich durch eine Eisenstange ersetzen - den Unterschied würdest Du nicht merken...

    Deine Gewichtsklasse ist hier durchaus nichts Ungewöhnliches und viele von denen kommen noch mit einer ausgereizten Vorspannung der Serienfedern aus. - Wenn Du dennoch etwas umbauen willst, dann kommt für sportliche Fahrweise generell nur eine Linearfeder in Frage weil Du ein unverfälschtes Feedback vom Vorderrad brauchst. Für Deine 100kg würde ich empfehlen vorne Federn mit etwa bis 6 bis 7 Nmm einzusetzen und mit einem 7,5er Gabelöl zu kombinieren. ( x2 bedeutet das 12-14 Nmm - jeder mm zusätzlicher Vorspannung kann also eine Gewichtskraft von ca. 12 -14 kg kompensieren...) Bei noch härteren Federn hättest Du keine Chance mehr den statischen SAG auf sinnvolle 30% einzustellen.

    Bei der Hinteren (für eine sinnvolle Grundabstimmung erst einmal viel wichtiger) sieht die Welt schon ganz anders aus weil hier die Feder über Umlenkungen auf den langen Hebel der Schwinge wirken muss...

    Hier wäre dann meine Empfehlung für Deine Gewichtsklasse tatsächlich eine lineare 95Nmm Feder um bei 30% SAG einen guten Kompromiss aus Komfort, Feinfühligkeit und Leistungsreserve zu erhalten. Die progressive Wirkweise am Heck steckt schon in den variierenden Winkelfunktionen des Hebelwerkes der Schwinge...