das ist im Grundsatz sicherlich richtig.
Ohne Fußabdruck in der Natur gibt es nunmal keine Mobilität - noch nicht mal mit 'nem konventionellen Drahtesel...auch der muss orgendwo produziert werden.
Die Entwicklung in der E-Auto Branche schreitet aber im krassen Gegensatz zu den Verbrennern mit sieben-Meilen-Stiefeln voran und wird in absehbarer Zeit die Verbrenner einfach überrennen.
Mein Hauptkritikpunkt richtet sich auch nicht gegen die Technologie an sich, sondern zum Einen gegen die Hersteller die sich ihre Entwicklungskosten vergolden lassen wollen und uns immer noch weis zu machen Versuchen etwas anderes als die Premiumklasse sei unwirtschaftlich. Das mag vielleicht noch in der Prototypenentwicklung stimmen, nicht aber in der Serie. Wenn die einmal läuft, dann lassen sich E-Autos erheblich günstiger produzieren und verkaufen als ein adäquater Verbrenner... - ist natürlich nicht gewollt...
Zum Anderen ist es die die Technologie der Akkus die buchstäblich noch im Säuglingsalter steckt. Obgleich auch in diesem Status schon sicher ist, dass ein sinnvoll ausgelegter E-Antriebsstrand mühelos auf eine halbe Million Km kommt bevor der Akku platt ist. (wieviel % der Fahrzeuge kommen auf eine solche Nutzungsdauer...?) Die sterblichen Überreste der Akkus zu recyceln ist heute schon technich zwar aufwändig aber problemlos machbar. Ich sehe mit einiger Vorfreude der kommenden ersten Generation der Feststoffakkus entgegen die es nach Meinung der Experten erreichen wird die Energiedichte der bisherigen Technologie zu vervierfachen, sowie deutlich günstiger und vom Materialbedarf her um ein vielfaches weniger umwelltbelastend zu produzieren sein wird als die Bisherigen.
Man darf gespannt sein ob sich Hersteller finden werden die in der lukrativen Sparte der kleinen Mittelklasse ein Fahrzeug unter 20K€ raus bringen - vermutlich einmal mehr aus dem Reich der aufgehenden Sonne...
Was die Ladeinfrastruktur angeht, so ist das nur eine Frage des Wollens. Bei einer vollständigen Wandlung der Individualmobilität hin zum E-Auto würde sich nach Meinung der Experten die Netzlast um etwa 12% erhöhen und wäre in vielen Bereichen mit der vorhadenen Infrastruktur noch zu bewältigen. Wobei ein Ausbau durch den Zugewinn an Reichweiten mit der neue Akkugeneration auch mit einer geringeren notwendigen Dichte der Infrastruktur einher gehen würde. Die schon vorhadene privaten Wallboxen z.B. könnten dadurch vielfach gemeinschaftlich für mehrere Fahrzeuge genutzt werden...
Alles in allem sicherlich bei Weitem noch kein "rundum sorglos Paket" aber trotzdem, wie ich meine, eine nicht uninteressante Perspektive, die über kurz oder lang auch auf dem Zweiradmarkt Einzug halten wird...