Beiträge von merlin63

    Hans 09

    das ist im Grundsatz sicherlich richtig.

    Ohne Fußabdruck in der Natur gibt es nunmal keine Mobilität - noch nicht mal mit 'nem konventionellen Drahtesel...auch der muss orgendwo produziert werden.

    Die Entwicklung in der E-Auto Branche schreitet aber im krassen Gegensatz zu den Verbrennern mit sieben-Meilen-Stiefeln voran und wird in absehbarer Zeit die Verbrenner einfach überrennen.

    Mein Hauptkritikpunkt richtet sich auch nicht gegen die Technologie an sich, sondern zum Einen gegen die Hersteller die sich ihre Entwicklungskosten vergolden lassen wollen und uns immer noch weis zu machen Versuchen etwas anderes als die Premiumklasse sei unwirtschaftlich. Das mag vielleicht noch in der Prototypenentwicklung stimmen, nicht aber in der Serie. Wenn die einmal läuft, dann lassen sich E-Autos erheblich günstiger produzieren und verkaufen als ein adäquater Verbrenner... - ist natürlich nicht gewollt...

    Zum Anderen ist es die die Technologie der Akkus die buchstäblich noch im Säuglingsalter steckt. Obgleich auch in diesem Status schon sicher ist, dass ein sinnvoll ausgelegter E-Antriebsstrand mühelos auf eine halbe Million Km kommt bevor der Akku platt ist. (wieviel % der Fahrzeuge kommen auf eine solche Nutzungsdauer...?) Die sterblichen Überreste der Akkus zu recyceln ist heute schon technich zwar aufwändig aber problemlos machbar. Ich sehe mit einiger Vorfreude der kommenden ersten Generation der Feststoffakkus entgegen die es nach Meinung der Experten erreichen wird die Energiedichte der bisherigen Technologie zu vervierfachen, sowie deutlich günstiger und vom Materialbedarf her um ein vielfaches weniger umwelltbelastend zu produzieren sein wird als die Bisherigen.

    Man darf gespannt sein ob sich Hersteller finden werden die in der lukrativen Sparte der kleinen Mittelklasse ein Fahrzeug unter 20K€ raus bringen - vermutlich einmal mehr aus dem Reich der aufgehenden Sonne...

    Was die Ladeinfrastruktur angeht, so ist das nur eine Frage des Wollens. Bei einer vollständigen Wandlung der Individualmobilität hin zum E-Auto würde sich nach Meinung der Experten die Netzlast um etwa 12% erhöhen und wäre in vielen Bereichen mit der vorhadenen Infrastruktur noch zu bewältigen. Wobei ein Ausbau durch den Zugewinn an Reichweiten mit der neue Akkugeneration auch mit einer geringeren notwendigen Dichte der Infrastruktur einher gehen würde. Die schon vorhadene privaten Wallboxen z.B. könnten dadurch vielfach gemeinschaftlich für mehrere Fahrzeuge genutzt werden...

    Alles in allem sicherlich bei Weitem noch kein "rundum sorglos Paket" aber trotzdem, wie ich meine, eine nicht uninteressante Perspektive, die über kurz oder lang auch auf dem Zweiradmarkt Einzug halten wird...

    IMO ist es zum Einen die nahzu perfekte Umsetzung des Retrodesign in Anlehnung an die Ur-Z aus den 80ern.

    Zum Anderen ist der Motor ein Traum. - Damit will ich auf gar keinen Fall den CP3 abwerten, aber der samtweich laufende Reihenvierer von Kawa spielt einfach nochmal in einer ganz anderen Liga.

    Ich habe selber lange damit gerungen was es werden soll und mich schlussendlich nur wegen der enduroähnlichen, aufrechten, entspannten Sitzposition, dem von Yamaha perfekt integrierten Koffesystem und dem bei der Kawa fehlenden Tempomaten für die Tracer 900GT entschieden.

    Der Zweifel ob es die richtige Endscheidung war ist aber bis heute geblieben...

    Schau doch einfach immer wieder mal bei Kleinanzeigen rein.

    Es sind zwar meist nicht wircklich Schnäppchen, aber dort tauchen häufiger mal die original Tracer Koffer mit 2x 20l zu relativ moderaten Preis auf.

    Wie schon erwähnt sind die Halterungen dafür auch bei der "nicht GT" serienmäßig integriert. Nur die Führungslasche an den Soziarasten müßte noch angebaut werden.

    Der riesen Vorteil bei den Teilen ist, dass sie in Sekunden schnelle abgenommen sind und absolut nichts Störendes am Bike verbleibt. Außerdem sind sie komplett wasserdicht, Privates ist unter Verschluss und beim Fahren merkst Du definitiv überhaupt nichts davon, dass sie da sind....

    ...- zusätzliche Option: da ich meist mehrere Wochen mit kompl. Camping Equipment usw. unterwegs bin, habe ich mir inzwischen für gerade mal € 90,- noch ein Paar gebrauchte Koffedeckel von einer FJR in der Bucht gezogen, passend lackiert und die Scharnieraufnahmen so umgestrickt, dass ich quasi "snap and lock" zwischen 2x20 und 2x33 Liter wechseln kann😉

    Sei froh drüber - das ist leider absolut keine Selbstverständlichkeit und wird zunehmend seltener😥

    ...Diagnosestecker dran => Teile tauschen

    vielmehr können viele schon garnicht mehr. Wenn kein Sensor einen Fehler meldet oder der Bock einfach den Dienst quitiert sind die meisten schon mit ihrem Latein am Ende...

    Die alten, ausgebufften Schrauber die sich anbahnende Probleme schon im Ansatz erkennen und mit überschaubarem Aufwand frühzeitig beheben konnten sterben buchstäblich langsam aus...

    Deine Meinung, Deine Entscheidung...

    Nachdem ich über die Jahre feststellen musste, dass es, ins Besondere unter den Vertragshändlern, immer weniger ernst zu nehmende, seriöse Zweiradmechaniker, aber immer mehr geldgierige Scharlatane gibt, war die Konsequenz naheliegend...

    Wenn Dir ein an den Lenkkopf tickender Bowdenzug als defektes Kopflager für € 500,- untergejubelt wird, oder Dir absolut maßhaltige Bremsscheiben als verschlisse mit Reparaturbedarf von € 800,- erklärt werden, bei der 2-Jahresinspektion aber nicht einmal die Bremsflüssigkeit gewechselt wurde, etc., etc., etc.

    Irgendwann ist dann einfach der Punkt erreicht an dem es knallt und man die Schnauzze voll hat!

    Ich warte und pflege meine Möpis inzwischen seit guten 25Jahren nur noch selber sauber und gewissenhaft nach Wartungsplan und WHB, habe seither 9Stk. davon wieder verkauft (meist im Freundes- und Bekanntenkreis) und habe nicht einmal eine Rückmeldung bekommen, dass irgendwas nicht in Ordnung gewesen wäre...

    Mir geht es nicht darum mit Gewalt sparen zu wollen, sondern darum nicht verarscht zu werden - und ich habe den Anspruch sicher sein zu können, dass das Bike von dessen zuverlässiger Funktion mein Leben abhängt, sich in absolut makellosem, perfekten Zustand befindet!

    Ein Gefühl dass ich mit einer einzigen (markenfreien) Ausnahme schon lange bei keiner Werkstatt mehr hatte...

    ...ob digital oder nicht ist vor dem genannten Hintergrund doch völlig belanglos...

    Wenn ich mich entschließe die Wartung weitgehend selber zu erledigen, dann nützt es mir herzlich wenig, dass ein Vertragshändler alles digital eintragen kann.

    Will ich für mich oder einen späteren Nachweiis für einen eventuellen Verkauf eine Dokumentation der ausgeführten Wartungsarbeiten haben, dann komme ich an ein bisschen Papierkram nicht herum...

    Genau so mache ich das schon eine gefühlte Ewigkeit...

    Kann ich voll und ganz nachvollziehen.

    Bei mir standen zeitweilig auch bis zu sechs Möpis in der Garage... - von Husquarna TE510 bis FJR 1300 - jedes Einzelne ganz speziel für einen bestimmten Zweck...

    Inzwischen hab ich aber den Fuhrpark auf nur eine einzige Tracer 900GT RN57 reduziert und was soll ich sagen...- mir fehlt NIX!

    Mit ein paar kleinen aber feinen Modifikationen und konsequentem "Gewicht machen" ist es die kompletteste eierlegende Wollmilchsau die ich kenne...

    Vom rabiaten Angasen und Knieschleifen bis gemächlich dahin gleiten, vom gemütlichen Cruisen über leichtes Schottern bis zum 5.000km Marathon... Sie kann es einfach!

    Vielleicht gönne ich mir gelegentlich noch mal einen zweiten Radsatz damit das Anpassen schneller und einfacher wird...🤔