LiFePo4 oder wieder AGM für Tracer 9 GT+

  • #31

    Für mich scheint das hier irgendwie auch wieder so ein Thread zu werden, in welchem ein Thema einfach totgeredet wird und nachher niemand schlauer ist als vorher….


    Meine Erfahrung

    Ich habe jetzt seit Oktober 2024 eine „CS-Batteries HDX-20“ (6Ah, 77Wh, 600CA) im Einsatz (die mit dem Patent, dass man das Motorrad - sollte der Akku einen regulären Start tatsächlich nicht mehr schaffen - einfach nur ein paar Mal auf der Längsachse hin- und herbewegen muss, damit man den Stuhl dann doch starten kann). Die HDX-Serie gibt es leider (aus unerfindlichen Gründen) nicht mehr, dafür einen - zugegeben nicht unbedingt günstigen - Nachfolger: https://cs-batteries.de/8ah-li…atterie-12-8v-400a-ltm30l


    Lt. Werkstatthandbuch zu meiner Tracer 9 GT (RN70/2024) beträgt die maximale Ladespannung 14,7V.

    Lt. Anleitung zu meinem LiFePO4-Akku darf die maximale Ladespannung jedoch nur 14,6V betragen.


    Natürlich habe ich diesbezüglich nachgefragt

    „Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich bin seit Kurzem zufriedener Besitzer einer CS HDX-20, welche ich in mein Motorrad Yamaha Tracer 9 GT (RN70, Baujahr 2024) eingebaut habe. Für die HDX-20 geben Sie eine Ladeschlussspannung in Höhe von maximal 14,6V an. Leider erst jetzt habe ich in dem Werkstatthandbuch zu meinem Motorrad gelesen, dass der Laderegler jedoch in einem Spannungsbereich von 14,3V bis zu 14,7V arbeitet und frage mich nun, ob Grund zur Sorge besteht?!?


    Können Sie Licht ins Dunkel bringen?

    (…)


    „Hallo Herr xxxx,

    Ihre Batterie hat ja ein BMS, das diese überwacht und schützt.

    Somit besteht kein Grund zur Sorge.“


    Ich habe meinen LiFePO4-Akku jetzt seit zwei Jahren im Einsatz (>13.000km) und habe noch nicht einmal nachladen müssen. Mein Moped steht in einer unbeheizten Garage und ich fahre grundsätzlich (ggf. auch nur alle zwei Monate mal) das ganze Jahr über, wenn das Wetter und die Laune passen.


    Fazit

    Kauft euch einfach einen LiFePO4-Akku von ordentlicher Qualität (=ordentliches BMS) und ein entsprechend gutes Ladegerät (wie zum Beispiel das idiotensichere CTEK „One“ => Fire&Forget!!) und ihr könnt dieses Thema für viele Jahre von eurer Agenda streichen!! 🤷🏽‍♂️

    Just my 50 Cents.

    DLzG
    Chris

  • #32

    Ich bau mir bestimmt nicht ne völlig überdimensionierte Batterie für 330 Euro in mein Motorrad. Die Louis für 90 Euro macht Ihren Job, hat einen Prozessor und ein Indikator verbaut, das reicht.

    Vom gleichen Band fallen Sie eh alle, je nach Kundenwunsch mit mehr oder weniger BlingBling.. das ist meine persönliche Meinung dazu ;)

  • #33

    Deine Meinung in allen Ehren.

    Meine Empfehlungen basieren alledings nicht auf subjektiver, aus fehlendem Fachwissen resultierenden Meinung, sondern auf evaluierbaren physikalischen Fakten.

    Schlussendlich tut halt jeder was er für richtig hält und solange die Umgebungsparameter passen funktioniert das ja auch irgendwie...

    Was mir in diesem Kontext ein bisschen sauer aufstößt ist das pauschalisierte Negieren des physikalisch Offensichtlichen.

    Wie ergeht es Deinem Motor wenn Du ihn permanent mit 10.500upm betreibst....(Kopfkino)...

    Kannst Du mir einen einzigen plausiblen Grund dafür nennen warum es sich mit einem Akku anders verhalten sollte 🤔

    Im Übrigen ist Dein Hang zu Übertreibug offenbar noch stärker ausgeprägt als mein Streben nach einer optimierten Lösung.

    € 330,- habe ich noch nicht einmal für meine 320Ah LiFePo4 im Wohnmobil ausgegeben...

    Eine optimale FePo Batterie für's Möpi zu Konfektionierung kostet aktuell etwa € 95,- für 4Stk. 10Ah Headway Zellen incl. Rahmen und Hochstrom-Verbindern, € 45,- für ein hochwertiges Daly-BSM (€ 20,- mehr für ein via App frei konfigurierbares) und etwa € 10,- für Schrumpfschlauch ÷ Kleinteile.

    In Summe also ca. € 150,- für eine Batterie die in jeder Lebenslage mehr Dampf hat als nötig, 1,8kg leichter ist als die Originale und bedingt durch die großzügige Auslegung von der Zyklenfestigkeit her mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Dein Möpi deutlich überleben wird...

    DLzG vom Merlin


    Ps. Aufgrund meiner generellen Lebenseinstellung sehe ich nicht die geringste Veranlassung, mich altersadäquat zu verhalten :handgestures-thumbup:

  • #34

    Ja, alles gut, der Preis für die intAct ist wirklich krank und wäre vermutlich auch mir zu hoch (meine HDX-20 war um einiges günstiger). Louis wird schon brauchbare Qualität liefern, keine Frage.


    Ich halte nur nichts davon, dass man sich selber noch um nen Balancer bzw. BMS kümmern muss, sowas sollte meines Erachtens schon im Akku integriert sein. Und dann erübrigen sich auch Aussagen wie „die Ladespannung sollte nicht höher als 14,4V sein“ etc.


    Vernünftige Komponenten (Akku inkl. BMS, Ladegerät) regeln das dann schon. Und wie oben geschrieben liefert der Laderegler in der Tracer sogar bis zu 14,7V und dennoch funktioniert alles tadellos.

  • #35

    Wie ich schon schrieb, mir geht es um eine optimierte Lösung. Deshalb verwende ich, was mir dank fundiertem Wissen möglich ist, lieber gute Einzelkomponenten und konfektionierte selber...

    Übrigens sind die 14,7Volt unter unglücklichen Umständen eben doch ein Thema...

    Mein Daly-BMS greift bei jedem Ladezustand bereits bei eine Zellendrift von >0.01Volt korrigierend ein um vorteilende Zellen mit bis zu -1,0A wieder reinzubremsen.

    im Ergebnis bedeutet das, dass beim Erreichen der 14,4V keine großen Ausgleichströme nötig sind und die -1,0A (pro Zelle) der Senke als Spannungsbegrenzung für die Spitzen des Bordnetzes zur Verfügung stehen.

    Einfache (billige) BMS wie sie mit Sicherheit in den preisgünstigen FePo's verbaut sind werden aber erst bei Erreichen der Schlussspannung überhaupt aktiv und habe meist eine Regelleistung von 100-200mA mit denen dann zum einen vorteilende Zellen eingefangen und zum Anderen die Spannungsspitzen eines Bordnetzes mit 18A Generator begrenzt werden müssen...

    Man muss kein Mathegenie sein um sich auszurechnen bis zu welchem Grad das funktionieren kann...

    Das kann rein rechnerisch nur noch als Schadensbegrenzung betrachtet werden.

    DLzG vom Merlin


    Ps. Aufgrund meiner generellen Lebenseinstellung sehe ich nicht die geringste Veranlassung, mich altersadäquat zu verhalten :handgestures-thumbup:

  • #37

    Da gebe ich Dir in sofern recht, dass es für viele der einzig gangbare weg ist.

    Ich hab mir halt neben der Fahrwerksabstimmung das Thema LiFePo4 Batterien als zweites Steckenpferdchen aus erkoren...😉

    Die Tatsache, dass sich die weitaus überwiegende Zahl der Elektronikprobleme immer wieder auf schwächelnde Batterien zurück führen lassen, macht es für mich natürlich noch interessanter...

    DLzG vom Merlin


    Ps. Aufgrund meiner generellen Lebenseinstellung sehe ich nicht die geringste Veranlassung, mich altersadäquat zu verhalten :handgestures-thumbup:

  • #38

    ist in meinen Augen etwas übertrieben, zumal ich bisher kaum Batterieprobleme bei meinen Mopeds hatte.

    Nur einmal habe ich bei der Goldwing eine 2 Jahre alte Batterie durch Tiefentladung nach der Winterpause "abgeschossen", das war aber alleine meine schuld. Hätte vorher laden sollen. :confusion-shrug:

    Wahr ist, dass die Batterien nicht mehr so lange halten wie früher, aber das kann wohl bei allem vorkommen. :obscene-drinkingcheers:

    1970 Hercules K 50 RX; 1974 Yamaha RD 250; 1981 Maico MD 250 wk; 1983 Kawasaki GPZ 1100; 1987 Yamaha FJ 1200; 1988 Yamaha SRX 6; 1991 Honda ST 1100; 1993 Honda ST 1100 ABS; 1999 Honda CBR 900 RR; 2001 Honda GL 1800; 2005 Honda GL 1800; 2012 BMW K 1600 GTL; 2016 Triumph Tiger Explorer; 2018 Tiger 1200; 2021 Kawasaki Versys 1000 SE GT; 2023 Tracer 9 GT+ und ADV 350


    Gruß aus dem Tullnerfeld von Edi :boywink:

  • #39

    Ich tue mich ein bisschen schwer damit das ausschließlich den Batterien zuzuschreiben. Stimmen mag das vielleicht bei der 3. klassigen, billigen Massenware von Ali und Co. aber nicht unbedingt pauschal.

    Die Ursache dürfte wohl eher darin liegen, dass die Anzahl der permanenten Verbraucher sich in den Jahren vervielfacht hat und... - etliche davon auch dann noch eine Weile aktiv bleiben wenn ich den Zündschlüssel längst abgezogen habe. Keyless-Systeme z.B. tun dann noch ein Übriges...

    Eine normale Bleibatterie hat typischer Weise eine Lebenserwartung von ca.200 Zyklen. Bei AGM und Gel sind es ca. 400-500.

    Jeder elektrische Verbraucher der aktiv ist ohne das die Lima arbeitet knabbert immer fröhlich an dieser Zyklenfestigkeit.

    Das Ergebnis ist ein reines Rechenexempel...

    Um so interessanter werde in diesem Kontext zwangsläufig die LiFePo4 Akkus mit a.) einer Festigkeit von ca. 2000 bis 3000 Zyklen und b.) einer schadlosen Entladetiefe von ca.85 bis 90% während Bleizellen schon bei etwa 25-30% schon zu sulphatieren beginnen und damit schleichend zerstört werden.

    Natürlich wäre es vermessen zu glauben, dass sich viele mit der ganzen Thematik auseinander setzen...- Plug and Play soll es möglichst sein - OK, aber das wird dann halt auf lange Sicht deutlich nerviger und auch teurer...

    DLzG vom Merlin


    Ps. Aufgrund meiner generellen Lebenseinstellung sehe ich nicht die geringste Veranlassung, mich altersadäquat zu verhalten :handgestures-thumbup:

  • #40

    Why Yamaha did not put lithium battery as the weight saving alone is so big?

    Is it only economy?

    I own now the 2025 MT and tried the BS lithium and a Skyrich from a friend.The bike does not feel right.At low and medium revs feels <<empty>>.I went back to Yuasa AGM.

    Take a look what the owner's manual says at 8-27 aqbout the battery.

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