moin, ich denke auf die eine oder andere Art hat jeder so ein kleines bisschen Recht mit seiner Position...
Braucht man so einen Damper für den normalen Straßeneinsatz? - Wohl eher nicht. Genau so wenig wie die genannte Schalterwellenverstärkung, die etwas überstrapazierte Domstrebe, oder wie in meinem Falle ein umfangreiches Anpassen der Fahrwerkskomponenten, der Motorkennlinie und der Mapings...
Spürt man den Unterschied den diese Extras machen? - Mal mehr, mal weniger, aber grundsätzlich "Ja"!
Die heutigen Bikes sind so ausgereift, dass nur die wenigsten Fahrer Ansprüche haben die über das hinaus gehen was sie fertig kaufen können.
Aber !!! : Warum können sich denn Aftermarket-Anbieter wie Öhlins, Wilbers, ABM u. ä. oder die fast unzähligen Hersteller mehr oder minder unsinniger Brüllrohren immer noch auf dem Markt behaupten?
Eben weil es doch einen gewissen Prozentsatz an Fahrern gibt deren Ansprüche über das optische Individualisieren hinaus gehen und die auch technische Anpassungen an die eigenen Preferenzen haben möchten die z. T. weit über das hinaus gehen was irgendein Hersteller in Serie anbieten könnte.
Um aber auf den Damper zurück zu kommen. - ich selber habe damit leider keine Erfahrungen, - allerdings sind mir die physikalischen Zusammenhänge dahinter klar und die haben nichts mit "Viagra im Kloster" zu tun!
Die Rahmen unsere Bikes sind plastisch und vereinfacht ausgedrückt filigran gefertigte Winkel in deren offene Seite der Motor als stützendes Element eingesetzt ist wie das Kopfband in einem Fachwerk.
Allerdings hat die Sache einen Schönheitsfehler, denn der Motor ist nicht etwa starr mit dem Rahmen verbunden, sondern in Schwingummis gelagert.
Er kann deshalb im Rahmendreieck entstehende Torosionskräfte nur bedingt aufnehmen und produziert gleichzeitig seinerseits noch zusätzliche Unruhe in Form der aus seinen Massekräften resultierende Vibrationen...
All diese Kräfte gegeneinander so arbeiten zu lassen, dass sie sich in einer neutralen Phase aufheben ist hohe Ingenoeurskunst und wird mit normalen baulichen Maßnahmen nie ganz gelingen.
Genau an diesem Punkt setzt der Damper an. Er greift an der schwächsten Stelle der Konstruktion unterstützend ein indem er die Amplituden entstehender Verwindungen und Vibrationen kontrolliert glättet und damit die Unruhe minimiert.
Auch das ist hohe Ingenieurskunst den genauen Grad der Dämpfung zu bestimmen an dem eine effektive Wirksamkeit erreicht wird ohne Spannungsbrüche zu provozieren.
Daraus resultiert, dass der Preis für die Teile absolut gerechtfertigt ist.
Ich persönlich finde den Ansatz sehr spannend und würde, so es diese Dämpfer für die RN57 geben würde, ernsthaft darüber nachdenken sie zu testen...