Beiträge von TracerBen
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Hallo in die Gemeinde!
Ich bin vor 3 Wochen von meiner Marokko-Rundfahrt zurückgekehrt und möchte hier nicht von meinen Urlaubserlebnissen berichten und Fotos teilen, sondern praktische Tipps weitergeben. Vielleicht ermutigt das den Einen oder Anderen, sich auch auf den Weg in dieses wunderschöne Land zu machen.
Unser Setting:
1 Motorrad (1200 GS), 2 Personen, ohne Campingausrüstung
Anreise:
Wir hatten insgesamt 3 Wochen Zeit, um aus Mitteldeutschland bis nach Marrakesch und zurück zu reisen.
Dabei haben wir auf der Hinfahrt die GNV Fähre von Sete (Frankreich) nach Tanger genutzt. Diese war 49 Stunden unterwegs, es hat sich also gelohnt, eine Kabine zu buchen. Kosten: 2 Personen, 1 Motorrad, 1 Innenkabine, 100 Euro Essencoupon (für 85 Euro) mit Frühbucherrabatt für 391 Euro. Ich empfehle die Buchung auf der Seite von GNV vorzunehmen.
Die 1400km Anreise nach Sete habe wir mit PKW und Hänger absolviert. Ich wollte mir die Reifen nicht eckig fahren, meine Sozia nicht überstrapazieren und wetterunabhängig sein. Vor allem letztere Überlegung hat sich bewährt, denn wir sind ab deutsch-französischer Grenze ca. 600km im schlimmsten Sauwetter gefahren.
PKW und Hänger haben wir am Flughafen von Montpellier stehen lassen. Dort gibt es einen Langzeitparkplatz, den man online buchen kann:
https://www.montpellier.aeropo…ngs-aeroport-montpellier/
Auf dem Parkplatz "P6 - ECO 100% WEB" habe ich für 21 Tage 87 Euro bezahlt. Man bekommt einen Code, mit dem sich die Schranke öffnen lässt. Bei der Einfahrt gibt es dann ein Ticket, mit dem man später wieder raus kommt. Hat prima funktioniert. Im hinteren Bereich sind so viele Parkplätze frei, dass es kein Problem war, mit dem Trailer zu stehen. Diesen habe ich mit einer Kette am PKW gesichert. Der Parkplatz ist eingezäunt und videoüberwacht und vermittelte ein absolut sicheres Gefühl. Von dort sind es noch 40 km bis zum Fährhafen in Sete.
Insgesamt hat uns die Anfahrt 4 Urlaubstage gekostet. Fährt man die 1400 km hardcore durch, kann man es auch in 3 Tagen schaffen.
Wer keine Rücksicht auf seine Begleiterin nehmen muss, kann sich auch die Kabine auf der Fähre sparen (Hinfahrt ca. 70 Euro / Rückfahrt ca. 45 Euro). Es gibt überall Platz für ne Isomatte und nen Schlafsack. Die marokkanischen Trucker machen es einem vor!
Ich hatte mir für mein Motorrad extra eine Haftpflichtversicherung besorgt, die Marokko nicht ausschließt. Habe ich bei der DEVK gefunden. Den grünen Versicherungsschein hatte ich natürlich dabei. Aber niemand hat sich bei der Einreise dafür interessiert! Alternativ soll man bei der Einreise so eine Versicherung auch abschließen können. Soll für Wohnmobile 100 Euro aufwärts für einen Monat kosten. Motorradpreise habe ich nicht herausbekommen. Allerdings habe ich im Zielhafen keine Versicherungsbüros bzw. Makler gesehen.

In Tanger angekommen hatten wir 16 Tage Zeit, bis wir wieder auf die Fähre mussten.
Rundfahrt:
Wir sind zuerst ein Stück an der Mittelmeerküste entlang, dann durch das Rifgebirge nach Chefchaouen, danach nach Fes. Anschließend ging es auf Nebenstecken und offroad (Cirque De Jaffar) in den Mittleren Atlas, nach Midelt. Dann in die Wüste nach Merzouga (Erg Chebbi). Weiter durch das Draa-Tal Richtung Quarzazate und über den Tizi-n-Tichka Pass auf die andere Seite des Hohen Atlas nach Marrakesch. Von dort zurück über Nebenstecken durch die Berge ins Dades-Tal zur Straße der Kasbahs. Dann wieder durch die Wüste entlang der algerischen Grenze nach Norden. Die Rückfahrt mit der Fähre nach Sete startete in Nador. Bei der Planung der Tagesetappen habe ich aus Rücksicht auf meine Begleiterin versucht, Touren über 300km zu vermeiden.
Abreise:
Wieder mit einer GNV Fähre von Nador über Barcelona nach Sete in 42 Stunden. Die Kosten (analog zur Hinfahrt) 349 Euro. PKW und Trailer haben wir unversehrt vorgefunden. Die Ausfahrt vom Parkplatz mit dem Ticket hat problemlos geklappt. 1,5 Tage später waren wir wieder zu Hause.
Unsere Erfahrungen:
Wir haben uns immer sehr sicher und willkommen gefühlt. Die touristische Infrastruktur ist top. Nur auf der Strecke nahe der algerischen Grenze wird es etwas dünn mit Hotels und Restaurants. Tankstellen gibt es überall, Sprit ist billig. Gute Unterkünfte für 2 Personen inkl. Frühstück kosten in der Regel nicht mehr als 40 Euro. Eine marokkanische SIM - Karte mit 20 GB für einen Monat hat bei der Einreise am Fährhafen 20 Euro gekostet.
Marokkanisches Essen hat uns sehr gut geschmeckt. Auf gute Magen-Darm Medikamente sollte man dennoch nicht verzichten.
Uns hat es schon am 3. Tag erwischt, aber das gehört eben dazu!Aggressives Betteln haben wir eher selten erlebt. Für jeder Form der Dienstleistung ist ein kleines Trinkgeld obligatorisch.
Die Straßen sind überwiegend in einem sehr guten Zustand. Selbst auf den Nebenstrecken muss man die ausgefransten Buckelpisten suchen! Die Hauptrouten sind mittlerweile top ausgebaut. Da hatten wir uns deutlich mehr "Abenteuer" gewünscht!

Gelegentlich muss man auf Ölspuren achten. Wegen der vielen alten Fahrzeuge leider häufiger, als wir es aus Europa kennen.
Die Landschaft war extrem abwechslungsreich (grüne Berge, kahle Gebirge, Oasen, Steinwüste, Sandwüste) und häufig wirklich spektakulär.
Wir waren Ende Mai unterwegs, und es war jenseits des Hohen Atlas schon sehr warm. In der Erg Chebbi hatten wir 37 Grad im Fahrtwind, und auch in Marrakesch war es deutlich über 30 Grad. Deshalb war die Hauptsaison auch schon vorbei, und wir hatten die meisten Unterkünfte für uns alleine. In den Bergen hatte es noch 15 Grad, in der Ferne sahen wir Schneefelder, aber die Pässe waren alle frei. Wer es kühler mag, sollte im April oder Oktober unterwegs sein.
Was würden wir anders machen?
Vielleicht würden wir das nächste Mal von Genua starten, da gibt es auch eine Fähre nach Marokko. Und die Anreise würde mit etwas über 1000km deutliche kürzer ausfallen.
Die Erg Chebbi ist touristisch völlig überfrachtet. Auf gefühlt jeder Düne steht ein Touri, ein Kamel mit Führer, ein Quad, ein Allrad-PKW... Einsames Wüstenfeeling findet sich dort leider nicht mehr. Aber es soll andere, kleinere Sandwüsten geben, die noch ursprünglich sind.
Marrakesch ist sehenswert, vor allem der Jama El Fna bei Nacht! Aber die ganze Stadt ist eine einzige Touristenfalle. Darauf muss man gefasst sein.
Auf der Rückfahrt würden wir nicht mehr an der algerischen Grenze entlang fahren. Es fehlt an Übernachtungsmöglichkeiten. Und man muss das Nichts mögen, um der Landschaft etwas abzugewinnen.
Nun ist der Text doch länger als geplant geworden. Wer schon immer mal nach Marokko wollte, nur zu! (Und nein, ich werde nicht vom marokkanischen Tourismusverband bezahlt
) Bestimmt gibt es Leute, die andere Erfahrungen gemacht haben, als wir. Ich geben hier nur meine subjektiven Eindrücke wieder. Und vielleicht ist der ein oder andere praktische Tipp dabei, der bei der nächsten großen Tourenplanung hilfreich ist. Das würde mich freuen. -
Ups, da hab ich nicht aufgepasst. Sorry
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Wie wäre es denn, wenn die Tracer auch eine Partnerin bekäme?😊
Oh Mann, dass wäre ein Traum.
Aber ich bin erstmal sehr froh, dass meine Partnerin sich hinten drauf setzt!Mal sehen, wie sich das entwickelt. Vielleicht kommt noch die Lust zum selberfahren. Erstmal will ich sie nicht "überfordern"!

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Vielen Dank für die Anregungen und Vorschläge!
Ich möchte den Hauptständer nicht abbauen, aber den Gummistöpsel werde ich ersetzen. Die Federvorspannung hatte ich mal nach Erwerb der Tracer kontrolliert und für den Solobetrieb auf mein Gewicht + Gepäck eingestellt.
Durch die wechsenden Bedingungen (ca. 75% Solo und der Rest zu zweit) sollte ein einstellbares Federbein rein. Von Hyperpro hab ich noch nichts gehört, Wilbers ist ein Begriff.
Ich stelle mir vor, dass ich vielleicht auf eine Höherlegung verzichten kann, wenn das Federbein im Zweierbetrieb dann härter einzustellen geht? Muss ich vermutlich ausprobieren?
Das neue Federbein wird dann wohl mein Winterprojekt. Gibt es noch weitere Empfehlungen für Austauschfederbeine?
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Hallo in die Runde!
Ja, es gibt schon einiges zum Thema Fahrwerksumrüstung. Ich habe aber zu meiner konkreten Anforderung nichts gefunden!

Seit 2020 fahre ich jetzt meine Tracer (BJ. 2018 - keine GT) und habe neulich den 40 000er Kundendienst erledigt. Bisher immer solo und mit viel Spaß, besonders wegen dem guten Handling und der Leichtigkeit des Bikes.
Aber das Leben hält bekanntlich immer Überraschungen und Veränderungen bereit
, und so bin ich jetzt mit einer mitfahrbegeisterten Sozia unterwegs.Da wir beide recht groß sind, kommen wir dem zulässigen Gesamtgewicht recht nahe. Da geht das Fahrwerk ordentlich in die Knie und schon bei kleinen Bodenwellen schleift der Hauptständer.
Muss ich mir jetzt eine GS kaufen?
Oder gibt es Möglichkeiten, die Tracer z.B. mit einem anderen Federbein härter zu machen, ohne dass die geliebten Fahreigenschaften und der Komfort dran glauben müssen? Ich fahre im Alltag immernoch häufig solo z.B. zur Arbeit. Aber am Wochenende oder im Urlaub soll es dann halt auch zu zweit zur Sache gehen. Also ein leicht einstellbares Federbein? Wer hat ähnliche Anforderungen und eine funktionierende Lösung gefunden? Freue mich über konkrete Ideen! -
49.914 km blahwas (576 km Versys 2, 29982 km Versys 4, 19356 km MT09)
30.902 km quickshifter
wahwas blahwas?27.000 km Kurvenprinzessin (23.000 MT09)
26.252 km stoppelhopser
24.550 km Gerrit93
21.179 km Alfred 60 ( 9.916 Tracer 9GT, 3.068 SYM 300 Joymax, 2.812 Niken GT, 4.381 Honda Forza 750, 1.002 NT 1100)
17.840 km Merlin63 (9620 km Tracer 900GT / 8220km FJR 1300)
16.700 km wortex
16.100 km h0ij0i ( RN29 15.000km, RN69 1.100km)
15.600 km MT09-SP Driver
13.047 km Wolfman07 (17691)
12.874 km TomG (das ist definiv das Ende für dieses jahr 03-10)
12.599 km Tracer0815
12.430 km bajami
12.400 km Bikedirekt
12.174 km Reinhard1
12.054 km Peter57 (145 km Testfahrt MT07
, ab jetzt hat sie bis 01.03.22 Ruhe)12.010 km lexer
11.733 km SuperHelmut
11.676 km spooner
11.160 km Aircooled
10.500 km DM.ZH ( Tracer 9 GT )
9.969 km divefranz
9.848 km ctirol (RN70)
9.793 km MT-Hannibal (MT09 + XMax300 + BMW + XSR700)
9.620 km TracerBen
9.345 km KaZi (fahr noch)
9.116 km Wasserwerk
9.220 km schwam (Tracer 9GT)
8.970 km Martin
8.470 km Jan.Siebr (1.540 km GSXR, 6.250 km MT09)
8.183 km Chefin
8.165 km Thatiago (Yamaha MT09 SP 2021)
6680 km Foxi_87
6.646 km hanjupps
6.250 km Michael Tracer
5.993 km Safty
5.840 km arink_tracer
5.477 km fdietsch RN29 Tracer
5.421 km Andy_K
5.288 km Sigi63
5.011 km Bremer Biker
4.900 km Rueckie09
4.841 km trace_it
4.786 km RedRider
4.705 km Taucher59
4.597 km Bumbum (2650 MT09 / 1444 km Scout Bobber/ 503 km BMW R 1250 GS)
4.500 km überholi
4.300 km Zange
4.080 km Stipo (RN69)
4.038 km ZX550A (RN70)
3.300 km Micha89 (Duke / MT09)
2.734 km hhmt (RN70) jetzt ist Winterschlaf
2.617 km HaTschki
2.500 km GR3NouILL3
2.063 km breaky
1.798 km GaMblt_muc
1.670 km Turry
1.659 km Frankyspace
1.563 km Sven Kohls
1.148 km TDM 14
567 km Tom068
560 km Harry180166
426 km Eule
218 km parachut
200 km Eifelheizer
130 km Tracerle
110 km Made
70 km Rod
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Bei unter 18 Grad fängst du an zu frieren?

Also bis 5 Grad bin ich in dem Rukka - Zeug dabei. Aber bei den Sommersachen kommt die Kälte morgens eklig durch's Mashgewebe gekrochen...
Alles anzeigenkannst Du den Namen der Funktionswäsche sagen?
Ich habe eine Kombi von Fastway dieses Jahr in (Süd-)Italien dabei gehabt und war zufrieden. Eine zweite No Name Kombi eines chinesischen Anbieters funktioniert auch. Im Vergleich zu Baumwolle jedenfalls. Ob teure Marken noch besser sind hab ich keine Ahnung.
Auf Tour habe ich auch Socken, T-Shirt und U-Hose auf Funktion umgestellt. Ich mag zwar solche Sondermüllklamotten nicht, aber wenn sie Wirkung zeigen...
Sommerliche Grüße

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Angesichts anhaltender Hitzewellen ist das Thema Sommerklamotten auch für mich aktueller den je. Nachdem ich mir im letzten Jahr für meine mehrwöchigen Touren eine dreifach laminierte Rukka Kombi besorgt habe musste ich feststellen, dass diese sich für die täglichen Fahrten zur Arbeit im Hochsommer nicht eignet. Zu steif, zu dick und die Belüftung ist zu wenig und funktioniert nur ab 50 km/h.
Also habe ich mich in diesem Sommer etwas umgeschaut und ausprobiert und bin mit folgender Lösung ganz zufrieden:
- SHIMA Exo Vented Motorradschuhe (durch Mash - Einsätze sehr gut durchlüftet, aber dadurch nicht mehr wasserdicht)
- Fastway Hot Season Textilhose (habe sie eine Nummer kleiner als gewöhnlich gekauft, dann flattert auch nichts!)
- SHIMA Openair Motorrad Textiljacke (mega viel Mash - Einsätze)
- Motorradhandschuhe ohne Finger (mit Handflächen- und Knöchelprotektor)
Ich fahre immer mit Protektoren. Mindestens Rücken, Schulter, Ellenbogen, Hüfte und Knie. Brustprotektor habe ich noch nicht ausprobiert, stelle mir aber vor, dass da die Belüftung schwierig wird.
Jetzt habe ich das Problem, dass ich morgens bei unter 18 Grad vor allem bei dem Stück Überlandfahrt auf dem Weg zur Arbeit ganz schön anfange zu frieren. Also kombiniere ich das ganze mit langer Funktionsunterwäsche, die auf der nachmittäglich heißen Rückfahrt im Tankrucksack verschwindet.
Im Vergleich zur Rukka - Kombi tragen sich die Sommerklamotten vor allem wegen der geringeren Dicke wesentlich angenehmer. Aber auch bei den Sommerklamotten funktioniert die Lüftung nur bei Luftzug!
Auf Tour mit der Rukka - Kombi habe ich mir angewöhnt, immer lange Funktionswäsche drunter zu tragen. Ist zwar etwas seltsam, in Südeuropa auf dem Zeltplatz bei hochsommerlichen Temperaturen in die Pelle zu schlüpfen, aber was tut man nicht alles zur Belustigung seiner Mitcamper!
Und es funktioniert tatsächlich, kein festkleben und der Schweiß wir abgeleitet.Im Übrigen bleibt noch zu erwähnen, dass die Rukka - Kombi tatsächlich auch bei einer 2,5 tägigen Regenfahrt durch die Alpen dicht geblieben ist! Die Verwendung von Regengamaschen und Überzieher für die Handschuhe vorausgesetzt.
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Vulkano - Tour Italien 2022: Mit der Tracer am Vesuv