ein Stück weit kann ich Deine Gedanken dazu durchaus mit gehen... in meinem "ersten Leben", also bevor ich zum staatlich geprüften Holzwurm geworden bin, hab ich mal Schmied gelernt. Die zum überwiegenden Teil recht grobschlächtige Arbeiten damals kannten für Verschraubungen im Prinzip nur drei Zustände: fest, bombenfest und ab...
Bei Letzterem wurde einfach aufgebohrt, das nächstgrößere Gewinde geschnitten und wieder ordentlich fest geknallt.
Hat auch immer gehalten😉😂
Beim aktuellen Beispiel, den Achsverschraubungen sehe ich das auch noch relativ entspannt solange keine Gewährleistung daran hängt. Ob ich nun 105Nm einstelle oder gehe auf 120Nm weil ich weis, dass mein Billigschlüssel round about 5-8% Tolleranz hat... - das macht den Kohl nicht fett.
Etwas defizieler wird's da schon wenn ich irgendwo am Motor herum bastel: 6.8 (oder höher) Stahlschraube in Aluguss... und das dann auch noch 5, 6, 7 oder 8 mal weil es darum geht eine filligrane Gehäusedichtung auf gleichmäßigen Anpressdruck zu bringen.
Da sollte dann IMO schon ein hochwertiger Drehmomentschüssel im Spiel sein und die korrekten, von Ingeneuren berechneten Werte eingestellt werden, damit es nicht sehr schnell teuer werden kann...