Motorrad Urlaub 2027

  • #1

    Hallo zusammen, auch wenn ich schon zur älteren Generation gehöre, fehlt mir die Erfahrung von einem Motorrad Urlaub über eine Woche hinaus.

    Mehrere Wochendtouren mit 2 bis 3 Übernachtungen, eine Tour nach Jugoslawien in den 90ziger mit Übernachtung an einem Ort, mit nur Badeurlaub, sowie unzählige Tagestouren, sind alles was ich an Erfahrung vorweisen kann.

    Nun ist es ja so das man nicht ewig lebt, und auch die Gesundheit in zunehmenden Alter dir schnell einen Strich durch die Rechnung machen kann, und dein Leben sich dadurch ändert.

    Also will ich mir, so lang noch möglich, einen Traum erfüllen, dieser ist alleine eine Tour mit dem Motorrad durch die Alpen, und die Dolomiten.

    Ich möchte von Tür zu Tür mit der Tracer fahren, also 2 Tage Anreise, und 2 Tage Abreise sind schon einmal grob dabei.

    Wobei diese auch schon fest mit in der Tour und dem "Sehenwill" eingeplant werden, max . 8 bis 10 Tage soll die Reise dauern.

    Vor Ort in den Bergen sollen dann die Tagestouren so zwischen 200 bis 300 Kilometer betragen, Übernachtung allenfalls max. 2 Tage in einer Region.

    Die Zimmer, egal ob in Privat Unterkunft, einer Wohnung, Hotel, ec., sollten sich eigentlich im Normalfall täglich ändern, so das ich in einem überschaubarer Zeitraum viel sehe, und entdecken kann.

    Denn ich werde nicht jedes Jahr meine Frau dazu bringen können auf mich länger zu verzichten.


    Es ist noch lange hin, ich weiß, nur ich fang schon an grob zu planen, weil es Spaß macht, und die Träumerei dadurch realistischer wird.

    Es geht noch nicht um die Tagestouren, die Gegend, sondern mir mehr um Erfahrungen, Tipps, Vorschläge, und Ratschläge einzuholen.

    Um Grundsätzliches vorher zuklären, ob, und wie es umzusetzen ist.


    Und jetzt die ersten Fragen dazu, es werden noch viele, viele bis zum Start euch löchern.


    Wer hat Erfahrung mit täglich wechselten Übernachtungsorten in diesen Regionen?

    Ist das praktikabel mit dem Wechseln was ich vor habe?

    Sind 200 bis 300 Kilometer realistisch an einem Fahrtag?

    Reicht es die unzähligen Pässe einmal zu fahren, oder sollten die Pässe jeweils immer von beiden Seiten befahren werden.


    Ich würde den September als Reisezeit bevorzugen, ist das okay.


    Danke fürs Lesen


    Gruß Achim

    Einer von uns beiden ist klüger als du 8)

  • #2

    September ist ok, da im August die Italiener Urlaub machen und Südtirol bei den Quartieren zu ist.


    Wechsel von Tag zu Tag, geht, ist aber auch stressig. Außerdem ist die Planung natürlich schwerer und du musst auch fahren, wenn es so richtig schüttet. Für eine Woche wären wohl 2 bis 3 Quartiere, zentral gelegen, einfacher.

    Pässe muss man nicht von 2 Seiten fahren. Schau dir die Pässe vorher an. Meist gibt es eine schönere Auffahrt, damit meine ich steiler. Ich mag lieber steiler rauffahren, als runter. Ist jedoch nicht immer planbar, weil du ja deine Strecke fahren willst.

    2-300km/Tag ist mehr als ausreichend. Da bist einen Tag unterwegs und es ist auch anstrengend in den Bergen.


    Nachtrag: Du kannst eine Tour über Kärnten/Slowenien/Italien planen. Die Schweiz beim Heimfahren streifen, aber nicht dort schlafen.

    Schweiz ist sauteuer (leider) und bei den Geschwindigkeitskontrollen sauteuer. 3km/h zuviel und du bist ein Raaaaaser.

  • #3

    Moin Achim,

    speziel in den Ostalpen ist das Wetter im September zum Fahren oft am schönsten! Touri's und Mücken sind auf dem Rückzug und die Strecken sind entspannter zu fahren weil man nicht vor jeder Kurve auf ein Womo aufläuft...

    Was Die Planung angeht kann ich mich Rudolf nur anschließen. Wenn Du auf eine wirkliche Genusstour aus bist, dann nimm Stress raus und reduziere die Unterkünfte auf 2-3 zentrale Punkte. Ich persönlich kenne keinen Punkt in den Alpen von dem aus man nicht mindestens eine Woche lang mit leichtem Möpi (ohne Gepäck) auf Erkundungstour gehen und immer wieder neue, superschöne Impressionen einsammeln kann.

    Um den Genuss in den Vordegrund zu stellen würde ich persönlich die Tagestouren eher in Richtung 200-250km planen und nur die Verbindungsetappen in Richtung 300 bis max.350km.

    Ich kenne in den Dolomiten und entlang des Alpenhauptkammes reichlich Routen auf denen es soviel zum gucken, genießen und staunen gibt, dass Du auch mit 150-200km ein volles Programm für den Tag hast...

    DLzG vom Merlin


    Ps. Aufgrund meiner generellen Lebenseinstellung sehe ich nicht die geringste Veranlassung, mich altersadäquat zu verhalten :handgestures-thumbup:

  • #4

    Ich bin meine erste Tour mit der Yamaha genau so wie du es dir vorstellst gefahren. 300km/Tag sind allerdings stressig, da bleibt wenig Zeit für Sightseeing. Um 60km/h im Schnitt hinzubekommen, musst gut durchfeuern. Sonst kalkuliere mal mehr mit 45km/h im Schnitt. Damit wären das 7Std Fahrtzeit. Mehr wie 60 musst Autobahn nehmen.


    Ich beschreibe mal eben: Attersee(dort habe ich bekannte die mir Unterkunft bieten). Über den Großglockner runter ins Drautal, bis dahin schon einiges an kleineren Pässen. Dort übernachtet. Rückfahrt über die Tauern, Obertauern Pass, Dachstein, wieder zum Attersee(billig wohnen). Wieder in den Süden, über den Sölkpass, Judenburg, wieder nach Norden Amstetten(dort war Musicalbesuch mit bekannten), dann Wien und zurück.


    Gebucht via App(ich nehme gerne booking, aber es gibt genug andere), bisher alle meine Reisen ausser die Großurlaube, darüber gebucht, sehr zuverlässig und war immer zufrieden.


    Allerdings kannst du wenn du dir einen Platz festlegst, das Hotelhopping normalerweise sparen. Sterzing brauchst mindestens 4-5 Tage um die vor erreichbaren Ziele abzuklappern. Inningen an der Drau, kannst ebenfalls locker 4-5 Tage mit Passhopping verbringen. Ich werde im Juli dieses Jahr in Bresimo, Lago di Santa Giustina sein. Bisher 4 Touren a 220-240km in Planung. Einmal in jede Richtung incl einer Stelvio Rundtour(einmal muss man dort sein, aber bei der Menge an Pässen in den Alpen muss man den auch nicht zweimal besuchen)


    Kannst gerne mal PN schicken, will hier keine weiteren Romane verfassen.

  • #5

    Leibe(r) Chefin,

    wer Sterzing als als Basisquartier vorschlägt, hat sich als Tourguide komplett disqualifiziert ^^ 8o ;)

    Ihr hattet bestimmt eine tolle Zeit dort, ist dennoch so ziemlich die letzte Adresse wo ich jemanden hin schicken würde... sorry.


    In den Alpen, Dolos empfehle ich mit 50 km je Stunde zu rechnen, Pausen werden dazugerechnet.
    Sind mehr kleine Straßen dabei wird's etwas weinger, bei mehr flott zu fahrenden Strecken ist man auch mal schneller.

    Wenn man nicht nur bummelt ist auch ein deutlich höherer Schnitt möglich.

    Aber ich kenn dich nicht und jeder Biker tickt anders... wo der eine noch vor langeweile in der Nase bohrt, kommt ein anderer schon auf'm Zahnfleisch daher.

    Wie lange eine Tour sein kann, hängt im hohen Maße von der Begeisterung und Leidensfähigkeit des Fahrers ab 8o

    150 km halt ich schon für sehr vorsichtig, das fährt man ja noch nach'm Feierabend...


    Mit'm Rudolf (Admin) bin ich vor paar Jahren eine Tagestour in den Dolos gefahren. Sind genütlich nach'm Frühstück los und waren lange vor dem Abendessen wieder zrück, 376km ohne jetzt gerast zu sein...


    Wenn du möglich weit rum kommen willst, dann Unterkunfthopping.

    Nachteil, man muss auch bei schlechtem Wetter zur nächsten Unterkunft weiter. Ein oder zwei fixe Standorte, ist in den Alpen auch keine Problem, kannst ohne Gepäck in alle Richtungen ausschwärmen und findets genug neue Straßen jeden Tag.

    (Wenn man nicht gerade in Sterzing übernachtet :D )


    Ob nun fixer Standort oder Standorthopping, macht beides Spaß.

    Unterkunfthopping ist halt etwas "stressiger", das musst selber wissen ob Du das 10 Tage machen kannst/willst.

    Fixer Standort ist mehr Urlaub - hat aber beides seinen Reiz.


    Geile Ecke, will mit :)

  • #8

    ...wo Du es gerade sagst...- Die Brettjause beim Bärenwirt in Ober-Assling ist ein Gedicht...- da werd ich im Juli auf jeden Fall zum Wiedrholungstäter...😂😂😂

    DLzG vom Merlin


    Ps. Aufgrund meiner generellen Lebenseinstellung sehe ich nicht die geringste Veranlassung, mich altersadäquat zu verhalten :handgestures-thumbup:

  • #9

    nicht ganz ausser Acht lassen sollte man das "leichtere" Fahren bei mehrtägigen Aufenthalt an einem Ort. Mit abgeworfenem Balast fährt es sich im sprichwörtliche Sinn leichter und spielerischer die Pässe. Da gehen sich dann auch locker 350 km Touren aus und es bleibt noch genügend Zeit für Fotostopps

  • #10

    Wenn man die Gegend "gewohnt" ist. Wenn ich Achim richtig verstanden habe, ist es seine erste lange Woche in den Alpen.

    Ich bin nun mal die Gegend gewohnt, aber nach 350km auch froh, wieder vom Bock zu steigen. Glücklich, aber geschlaucht.

    Wir werden eben alle nicht jünger. :saint:


    @Achim es lohnt sich bei der Planung, einen Alternative/Abzweiger zu haben, falls die Tour zu anstrengend wird oder das Wetter schlechter wird.

    Bin mir sicher, du wirst eine geile Zeit haben. Freue mich schon auf deine Post's von der Tour. :handgestures-thumbupright:

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