Motorrad-Geschichten

  • #21

    Wir haben nicht rumgeballert. Da waren 5-6 Jungs ,die Nägel und Hämmer hatten und Hüttchen gebaut haben. Feuer gemacht und Büchsensüppchen gegessen haben.

    Ab und zu kam ne andere Gäng und wollte die Hütte zerstören,da gab's auch mal aufs Maul und gut war's, aber rum geballert haben Wir nie.

    Heute ist das anders, da kommt Mami und Papi mit dem Rechtsanwalt.

  • #22

    So ging das weiter, Moped Truppe mit den selben Jungs aus der Gegend , dann Motorrad Club , dann Familie mit Kindern und heute trifft man ab und zu Einen, der Alles Überlebt hat von der gleiche Truppe.

    So ist der Lauf des Lebens!

  • #23

    Eine seltsame Begegnung mit der Polizei kann ich noch nachschieben. Corona war es. Die Zeit wo alles gesperrt war, Ausgangssperre usw. Ich konnte einfach nicht, nicht Motorradfahren. Bin im Hinterland von Kärnten unterwegs gewesen. Alleine auf weiter Flur in einem einsamen Tal. Falles es wer kennt, zwischen Arriach und Himmelberg. Geile, lang gezogene "Floatingkurven". Ab und zu Kuppen. Ich donnerte „ziemlich überflott“ auf eine Kuppe zu, als plötzlich die Rennleitung auf der Kuppe erschien. Ich dachte mir. Scheisse, jetzt haben sie mich am Arsch. Musste schauen, dass ich die Karre zum Stehen brachte. Da erschien auch ein, bzw. eine Zweite. Eine MP im Anschlag. Wow, dachte ich. Jetzt kommts dick. Helmvisier auf, Puls etwas höher, da kam nach einem durchdringenden Blick die Frage: "Ihre Scheibe ist aber ganz schön dreckig." Er hatte zwar recht, die war mit Insekten tapeziert. Ich stammelte irgendwas von: "Macht nix, kann eh drüber schauen". Worauf er meinte: "Fahren sie weiter, aber etwas langsamer". Ich blieb noch stehen, war verblüfft und redete noch irgendeinen Stumpfsinn. Er wieder: "Fahren sie einfach weiter". Ich startete wieder, da kam mir schon der Gedanke, dass da etwas im Gang ist, denn ca 5 km weiter kam die nächste. Die liessen mich aber passieren, hat wohl der davor weitergefunkt. Bin dann zur Tanke und abgestiegen, gleich ins Internet. Da war es schon zu lesen. Irgendein Hirni hat seine Frau, bzw. seine Liebhaberin gekillt und ist auf der Flucht. Den haben dann die Italiener eine Stunde später in Tarvis hinter der Grenze erschossen.

  • #25

    Hat dein Name evtl. mit der legendären Suzuki zu tun?

    Yamaha TZR 125

    Yamaha FZR 600

    Harley Davidson Heritage Softail

    Suzuki GSR 600

    Suzuki B-King (2008 und 2010)

    Yamaha MT09 SP 2021


    Momentan:

    Yamaha MT09 SP RN87 2024

    Harley Street Bob 1584

  • #27

    ok, letztes Jahr war meine Tracer ein paar Tage in der Werkstatt. Genau an dem Wochenende bekomme ich aber Besuch aus Hamburg . Die Jungs wollen die Eifel sehen, kein Problem. Aber ich habe nur noch meine allteTDM850 in der Garage. Egal, für die Fischköpfe wird es reichen, denke ich. Heimvorteil und so. Also ab Richtung Drei Länder Eck, ich immer vorne weg über kleine verschlunge Pfade. Nach ein paar Stunden fahren wir über einen asphaltierten Feldweg, der sich duch hügelige Felder windet. Ich bin etwas übermütig und vergesse, dass ich auf einem 25 Jahre alten Moped mit ausgelutschter Federung sitze. Eine Sekunde zu lange in den Rückspiegel geschaut, überbremst und leicht quergekommen wird klar: das wird nix mehr mit der Kurve. Also beten und mit ca. 50 km/h geradeaus in den frisch gepflügten Acker. Zu meiner eigenen Überraschung fange ich mich nach zwei wilden links, recht Schlenkern und komme in einem weitem Bogen zurück auf die Straße, wo praktischer Weise eine Bank steht. Also Klappe ich den Seitenständer aus und steigen ab, als die Jungs gerade über die Kuppe kommen. "Was ist los?" fragen sie. "Ach ich dachte, hier ist ein schöner Platz um eine zu rauchen" sage ich mit leicht zitriger Stimme in der stillen Hofnung, das sie den Stunt nicht gesehen haben. Als ich an mir runterschaue und den halben Acker an meinen Stiefeln und beiden Rädern sehe, haben die Jungs auch schon die Furche entdeckt, die ich gezogen habe und brechen in schallendes Gelächter aus. Ein neuer Spitzname ist für mich dabei Gott sei Dank nicht rausbekommen:)

    immer eine handbreit Straße übrig lassen

  • #28

    Aber meine mit Abstand dämlichste Story habe ich im Jahr 2007 abgeliefert.


    Sie hat es später sogar in eine Fuel Ausgabe unter der Rubrik "shame on me" geschafft:



    Frühjahr 2007, Am Vortag zur Abfahrt in die jährliche Dolomiten-Tour schaut ein Freund vorbei, der zu der Zeit für eine Moped-Zeitschrift arbeitete und deshalb stets das Neuste vom Neuen am Start hatte.


    Wir quatschen bei bisschen Benzin, und zum Abschied legt er mir noch eine Plastikhülle auf die Werkbank. „Hier, der gerade heißeste Scheiß bei Helmen: Pinlock Visier! Verhindert das Beschlagen, probiere es mal aus“ sagt er.

    „Danke“ sage ich und werfe die Tüte unbeachtet in die Gepäckrolle.


    Szenenwechsel:

    sieben Tage später in der Westauffahrt zum Passo Tre Croci. Im Tal noch 20 Grad, schlägt das Wetter urplötzlich um. Der Himmel wird schwarz und die Temperatur fällt innerhalb weniger Minuten gegen null.

    Ein fettes Gewitter hängt in den Berggipfeln und macht meine Fahrt zur Herausforderung. Starker Regen und kalte Luft lassen mein Visier (noch ohne Pinlock) so stark beschlagen, dass ich anhalten muss um es zu reinigen, was bei diesen Bedingungen natürlich zum Scheitern verurteilt ist.


    Also im Blingflug mit halb geöffnetem Visier weiter den Berg rauf. Ich will ja meinen Mitfahrer nicht verlieren, der gerade noch vor mir war.

    In Sekunden wird aus Regen Hagel und aus Wind Sturm.

    So verpasse ich den vereinbarten Abzweig nach Cortina und fahre weiter geradeaus am Lago Misurina vorbei. Denn dort sehen ich blauen Himmel. Kaum bin ich über die Kuppe, kommt auch schon die Sonne wieder heraus. Nur mein Kumpel fehlt. Also warte ich unten im Tal.


    Nach ca. 15 Minuten kommt er wie ein begossener Pudel den Berg herunter. Er hat ein paar Meter hinter dem Abzweig auf mich gewartet und so die entscheidenden Minuten zu lange auf dem Berg verweilt. (Er behauptet bis heute, dass am Ende ein Bach durch seine Felgen geflossen sei) Aus seiner vollverkleideten Doppel X läuft das Wasser aus allen Ritzen, ebenso wie aus allen Öffnungen seiner Kombi.


    Ich kann mir das Lachen nicht verkneifen.


    Durchaus beeindruck von diesem Vorfall fällt mir am nächsten Morgen das sagenumwobene Pinlock Visier wieder ein, das die ganze Zeit unbenutzt in meiner Tasche rumfliegt. Ohne weiter nachzulesen, montiere ich es. Jetzt weiß ich auch, wofür diese komischen kleinen Plastiknippel in meinem Visier da sind. Das ist ja kinderleicht!


    Passend zur Stimmung ist es ein grauer Tag und wir machen uns auf die gut 800km lange Rückfahrt in die Heimat.


    Das mit dem Nichtbeschlagen funktioniert ja ganz gut, aber die Sicht ist vielleicht scheiße! Alles irgendwie verschwommen und milchig. Das erscheint mir nicht ausgereift. „Neumodischer Quatsch“ denke ich auf der langweiligen Fahrt über endlose BABs.

    Am Abend kurz vor der Ankunft steht die Sonne tief und ich halte entnervt an.

    „Ich sehe hier gar nix mehr mit dem blöden Ding“ schimpfe ich und will gerade auf mein Ersatzvisier umrüsten. Da fällt mir ein kleiner Plastikfissel am Pinlock auf.


    Nee, komm – echt jetzt? Das Ding hat eine Schutzfolie?!


    Oh shit, ich bin 10 Stunden und 750 km weit damit gefahren, ohne es zu schnallen. Jetzt ist es mein Kumpel, der Tränen lacht.

    immer eine handbreit Straße übrig lassen

  • #29

    Wie auch hier allgemein bekannt fahre ich recht viel und habe deswegen auch schon viele neue Reifen eingefahren. Hinterreifen brauche ich in einer Saison ca. 4 Stück, vorne halten sie ein wenig länger. Lange Zeit machte ich dieses bei meinem Lieblingsreifenhändler in Wuppertal Cronenberg. Wenn ich von dort nach Essen gefahren bin ist der Reifen eingefahren. Nun nenne ich mich, seitdem ich die neue XSR habe, stolzer Besitzer eines Zentralständers was dazu geführt hat, dass ich die Räder in meiner Garage ein- und ausbaue. Freitags Rad montiert und am Samstag damit zur Arbeit. Bis zur Autobahn sind es ca. 700 Meter. Dann kommt eine Ampel, an der ich warten mußte und als die grün zeigte bog ich rechts ab. Mir war schon klar, das der Hinterreifen neu war. Aber es war doch eine unglückliche Kombination aus etwas zuviel Schräglage mit einem Hauch zuviel Gas. Ich glaube ich war an der Stelle nicht schneller als 15-20 km/h und das Moped lag auf der Seite. ;( Schnell wieder aufgerichtet, Lenker war gerade, alle Hebel noch dran. Sie sprang auch sofort an und ich hatte ja was vor denn ich war ja auf dem Weg zur Arbeit. Dort angekommen habe ich sie ein wenig genauer unter die Lupe genommen aber den größten Kratzer hat mein Ego genommen. Auf der letzten XSR über 176.000 km um- und unfallfrei und jetzt das. Ich denke es war mir eine Lehre, sonst wäre die Nummer ja für nix gut gewesen. :zwinker: Die Koffer haben das Schlimmste verhindert.

    Ich kann gut Mitmenschen umgehen.

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