Beiträge von Chefin

    Mich interessiert in der Physik nicht die Erfahrung, sondern die Zahlen. In einem Fahrzeug stecken eben nur bestimmte Mengen an Enegrie. Ob sich das genau so anfühlt, ist halt ne andere Sache. Und wenn du Bergauf fährst um dann Bergab zu rekuperieren, hast du zwar eine zusätzliche Energie durch die Höhe, aber das ist auch nicht sehr viel.


    Es gibt ja auch diese schönen Youtubevideos von endlos laufenden Motoren, wenn man es genau so baut wie im Video. Vielleicht den mal bei dir einbauen, gefühlt wird dann wohl der Akku mit jedem km den man fährt voller...


    Spaß beiseite, die Formel ist sehr einfach: E=1/2m*v^2. Geschwindigkeit geht im Quadrat in die Energiemenge, Masse nur zur Hälfte und es wird mit kg und m/s gerechnet und man bekommt Joule als Energiemenge. 1Joule = 1 Ws. Das ist kinetische Energie. Dazu kommt noch potentielle Energie E=m*g*h in kg, m/s^2, Meter. g ist eine Konstante, 9,81m/s^2, die Erdbeschleunigung. Also in 1000 Höhenmeter stecken 19.620.000J = 5.450Wh oder 5KWh. Aber beim Rollen geht eben viel flöten. Um das Maximum rauszuholen müsstest du so rekuperieren das du mit nur 1-2kmh runter rollst. Aber du willst ja auch mal ankommen, also rollst du schneller. 30-40kmh und so geht von den paar kwh vieles wieder in Reibung. Aus dem Bauch raus denke ich man könnte 2-3kWh zurück holen, wenn man sehr gezielt auf Rekuperation fährt. und da solltest du nicht über 20kmh kommen


    Um aber mal dein Gefühl zu erklären: wie berechnet man überhaupt die Reichweite? Man legt einen Zeitabschnitt zugrunde und schaut wieviel Strom in dieser Zeit verbraucht wurde. Wenn ich die Zeit vom letzten Laden nehme, kommt eine Autobahnfahrt mit viel Verbrauch immer mit rein und meine Restreichweite wird viel zu kurz angezeigt. War ich vorher viele Stadtfahrten mit wenig Verbrauch, weil langsam und vorausschauen, steht man irgendwann auf der Autobahn mit Null kWh obwohl noch 50km Reichweite. Also muss man den zeitraum kürzer wählen um an das aktuelle Fahrprofil anzupassen und nicht den Verbrauch in anderen Situationen in den Aktuellen Wert fliesen zu lassen. Deswegen sind Durchschnitt und aktuelle Reichweite nie gleich. Bergab in der Rekuperation klemmt diese Formel aber ziemlich. Du hast -1kWh Verbrauch(Rekuperation) bei 10km Bergabfahrt. Restreichweite berechnet sich also aus Nichts verbraucht, aber viele km gefressen. Wenn du noch 20km so weiter machst, hast du wieder 200km Reichweite. Und dann ist der Berg zuende, du gibst Gas und verbrauchst plötzlich wieder die normalen 18kWh. Es dauert dann etwas bis die Reichweite sinkt, Aber da sie ja sowieso sinkt, kommt es dir nicht kritisch vor.


    Du müsstest nun hergehen und ab Ebene die km die du gefahren bist gegen die Reduzierung der Restreichweite vergleichen. In der Elektronik werden da noch Dämpfungswerte eingebaut, die eine Änderung nur langsam kommen lassen. So wie die Tankanzeige am Verbrenner. Eigentlich schuckt der Tank permanent hin und her und der Tankgeber würde dauernd zwischen voll und leer pendeln. Dafür hat man Dämpfung eingebaut die nur sehr langsam den Inhalt ändern lässt. Und so ist auch die Formel der Restreichweite elektronisch gedämpft und es springt nicht plötzlich von 100km auf 50km nach 3km Fahrt.


    Ich weis nicht ob du statt Restreichweite Akkuinhalt anzeigen kannst. Inhalt in kWh. Da würde man genau das sehen, was ich hier beschrieben habe. Bergab kommt Energie dazu, vieleicht 3kWh, aber die Reichweite geht von 100 auf 150km hoch. Und bist du dann 100km gefahren sagt er noch 5km Restreichweite, das sind deine Rekuperationswerte. Aber gefühlt hast du rest, sieht das so aus, als würde da massiv viel Reichweite dazu kommen. Nur ist das ein Rechenproblem, da man den Zeitraum den man zugrunde legt passend wählen muss. Zu lang und die Reichweite wird immer ungenauer. Zu kurz und deine Reichweite springt wild hoch und runter.


    Puhhh...viel Physik, viel Programmierung. Ist Teil meines Jobs, ich muss oftmals schätzen wohin sich etwas bewegt, weil man es nicht so genau messen kann. Temperaturen zb. Oder Bewegungen an einer Maschine, wo ich die Teile nicht mechanisch synchronisieren kann, sie aber eine gewisse Sync brauchen.

    Getankt wird mit 50L/minute, das sind die typischen Pumpgeschwindigkeiten.


    Rekuperation bringt nicht sehr viel. Nur diese im Fahrzeug als kinetische Energie gespeicherte Menge lässt sich überhaupt zurück holen. In der Stadt kann das einiges sein, weil man viel beschleunigt, aber wenig Luftwiderstandsenergie verbraucht. Langsam und nur kurze Strecken.


    2000kg Masse des Autos hat bei 100kmh 771.605Joule, das sind 771.605 Ws. Das sind 214Wh kinetische Energie. Selbst wenn ich 100% rausholen könnte wären es eben nur 0,2kWh bei einer Bremsung von 100 auf Null nur mit Rekuperation. Man bekommt aber eher nur so 50% raus, da während des langen Bremsvorgangs durch Motorbremse viel dieser Energie in Reifenreibung und Luftwiderstand geht. Mein Verbrenner wird ja auch langsamer wenn ich vom Gas gehe und auskuppel. Weil dann diese Energie als Reibung verbraucht wird.


    5 Minuten auf der Autobahn kosten bei konstant 100 ca 1kWh an einem hochoptimierten Auto(12kWh auf 100km). Und davon sind dann 0,2kWh die man zurück holen könnte. Das ist aber ein theoretischer Wert, weil eben praktisch auch beim rekuperieren noch Energie flöten geht als Reibung. Und Rekuperation am E-Motor auch nur ca 80% Wirkungsgrad erreicht.


    Ich würde daher Rekuperation bei der Betrachtung eines Elektroautos aussen vor lassen. Zumal auf der Autobahn ja bremsen auch immer bedeutet schnell runter zu kommen. Gas weg nehmen zum langsamer werden und dann wieder beschleunigen zu müssen, bringt also garnichts. Man gewinnt 10Wh, benötigt 15Wh um das wieder hochzubringen. Das allermeiste geht also als Reibung flöten, da man nur einmal bei der Ausfahrt/Ziel wirklich die Energie auch zurück bekommt.


    PS: Speed geht quadratisch in die Kurve ein, in der Stadt bei 50kmh sind es nur 50Wh die im Auto stecken.

    Hatten wir letztes Jahr im Odenwald Kortelshütte. Wieder mal die Rennleitung, ganz prominent, diese Youtuber Polizeigang. Wir hatten ein Auto vor uns, das hat uns vermutlich den Arsch gerettet(muss ich leider zugeben), weis aber nicht genau wo sie gelasert haben. Im Ort waren wir ganz brav, am Ortsschild hätten wir aber gefeuert. 4 Bikes, zwei Hyper, eine RR und meine Tracer. Raus auf den Parkplatz hier, steht schon eine 1250er auf dem Anhänger. 4 Polizisten auf uns zu, Meiner ganz entäuscht: da ist ja alles orginal. An den Hyper die LED Blinker etwas moniert, die aber letztendlich alle zugelassen waren, rest auch Orginal, war dann auch ne Schnelle Nummer am Ende.


    Die 1250er genauer angeschaut, wieso die raus ist: Spiegel sagt mein Sheriff. Etwas nebendran auf der Parkbank so ein 120Kg BMW-Treiber, graumelliert, teure Klamotten, sitzt bei 35° in der Sonne mit Lederkombi und wartet auf seinen Abholer. Frankfurter Nummer.


    Nur wegen Spiegel? Ne, das hätte man mit Mängelbericht weiter fahren lassen. Aber er hatte schon 2 nicht erledigte Berichte auf dem Deckel. Tja, nun schaut er seinem Bike hinterher, das auf Abschlepper steht. ich denke mal nun hat es auch dieser Biker kapiert. Und er darf sicher sein, bei jeder Kontrolle nehmen die ihn, weil seine Nummerntafel sofort rot im Computer leuchtet, ganz ausführlich unter die Lupe. Bei mir haben sie nichtmal die Nummer aufgeschrieben. So ist mir das viel lieber und da die Rennleitung nun hinter uns war, konnten wir problemlos den Berg hochfeuern.

    Möglicherweise ist das vom Rückversicherer abhängig. Wie man gelesen hat, hatte Yamaha das ja bei einer Gesellschaft als Dienstleistung dazu gekauft. Ich habe schon so manche Garantieverlängerung abgeschlossen, da galt immer: nur an den Erstkäufer.


    Dann wird das da wohl anders sein. Als unser Vice-chef das Geschäftsauto(einen Skoda) nach 1 Jahr übernehmenwollte konnte er jedenfalls keine Verlängerung mehr abschliessen. Ich persönlich habe da bisher keine KFZ-Erfahrung, ausser das es mit bei der Yamaha auch angeboten wurde, ich aber nicht genommen habe.


    Sind dann wohl unterschiede je nach Produkt und Dienstleister.

    Ja, im Gelände ist das auch gut, weil man dort hinten bremst. Aber es schaltet halt nahezu das gesamte ABS tot. Schalte mal an der BMW das Rear ABS ab, dann bremse hinten bis Blockierung, ab dann blockiert auch das Vorderrad wenn du zu stark drückst. Den wenn das Hinterrad steht weis das Vorderrad nicht ob du stehen willst oder rollen. Es muss deinem Druck der Bremse dann folgen. Wenn du Bremse ziehst, weil du am Hang stehst, darf es ja nicht einfach die Bremse aufmachen weil es meint du willst bergab rollen.


    Es kann also nicht mehr korrekt arbeiten. Daher wird wie in der Beschreibung oben gezeigt, die Regelung reduziert und quasi Front nur noch geregelt, wenn hinten sich das Rad noch dreht. Ansonsten erkläre mir mal woher dein Motorrad weis wie schnell es ist, wenn dein Hinterrad blockiert ist, weil diese Regelung OFF ist.


    Du musst sie ja nicht abschalten, wenn du hinten garnicht bremsen wolltest und so das System sich nicht stört. Du schaltest es ja nur ab, wenn du WILLST das hinten auch mal blockiert. Ich habe ebenfalls eine F650 Enduro, Hinterrad blockieren gehört zum Stil.

    Ich glaube bei der neuen GT+ hat man Integralbremse, kann nicht mehr einseitig jedes Rad einzeln bremsen.


    Bei Einzelbremse kann man Hinterrad Regelung abschalten. Aber das ist eigentlich nichts für Strassenverkehr, sondern für Racetrack gedacht. Dort geht man Front so hart rein, das hinten das Rad sich anhebt und dann quasi schon bei kleinstem Druck steht und das ABS ins Regeln bringt. Das will man dort nicht.


    Und wie gesagt: im stehen regelt das ABS garnicht, jedenfalls kenne ich bisher kein ABS das im Stand regelt. Weder an der RR noch an meiner Tracer noch an der Ducati Hyper. Aber wer weis, was das Integralbremssystem an den neuen Mopeds noch alles für überraschungen auf Lager hat.


    PhoenixSP Ja, stimmt, das hatte ich übersehen. Regelung Abschalten, aber den Sensor aktiv lassen. So erkennt das System am Hinterrad weiterhin die Drehzahl.

    An einem 2-Rad kann man das ABS nicht wirklich an einem Rad deaktivieren. Woher soll das andere Rad wissen, das es regeln muss? Ein ABS vergleicht die Drehzahl der Räder um das Rad welches durch bremsen plötzlich zu langsam wird, zu regeln. Wenn du ein Rad abschaltest, woher weis das ABS dann wie schnell das verbleibende Rad gerade drehen darf?


    Was machbar wäre, aber das müsste man in der Software neu einbauen und ist soweit ich weis(hatte die Diskussion schonmal woanders) nicht mehr zugelassen im Strassenverkehr in Deutschland. Man würde den Drehzahlsensor des Hinterrades weiterhin überwachen, aber nur das Vorderrad regeln anhand dessen was dein Hinterrad vorgibt. Nun passiert folgendes: dein Hinterrad blockiert, also Drehzahl null, weil du hart bremst. Dein Vorderrad will ebenfalls blockieren und erkennt das ja die Speed schon null ist,also regelt es nicht mehr.


    Ich sehe da nichts, woran das Motorrad erkennt wie schnell es ist. Der ABS Sensor signalisiert mit weniger als 1/1000sec pro Signalwechsel was los ist. Jede andere Speedmessung wird eher im 1/10 sec Bereich sein und da ist dein Rad längst weggerutscht, bis da was regelt.

    Logisch, die wollen vorsätzlich Geld verdienen. Aber ist das nicht bei uns auch so. Wollen wir nicht auch Geld verdienen? Und zwar nicht weniger sondern mehr. Wir würden doch auch nicht hergehen und wenn täglich 1000 Brötchen benötigt werden, diese statt in 8 Std in 7 Std herstellen und dann eben auch nur 7 Std bezahlt bekommen. Wäre doch weniger Geld und mehr Brötchen in der 8. Std machen is nicht. Kauft doch keiner.


    Genauso ist der Markt an Motorrädern begrenzt. Also muss man sich was einfallen lassen, wie man trotzdem den Umsatz steigert. Sonst heist es Menschen entlassen. Weil man sie nicht beschäftigen kann, wir steigern ja die Produktivität pro Person auch ständig.


    Es gab Firmen die haben das nicht kapiert. Grundig, Telefunken, Blaupunkt, Rowenta, AEG und viele mehr. NSU, DKW, Horch, Adler, Horex, eigentlich auch Audi, wobei diese Marke sich durch das VW Dach retten konnte. Sie haben alle sehr gute, teilweise perfekte Produkte konstruiert, perfekt für die damalige Zeit. Sind alle weg. Weil keine Firma wirklich überlebt mit perfekten Produkten.


    Ich möchte aber nun auch bitten, weitere Diskussionen nicht hier im Spaßthread zu führen. Ich kopiere es gerne um in ein neues Thema, incl meiner Einlassung. Wollte allerdings wegen 3 Zwischenkommentaren nicht gleich umstricken. Sollte also noch diskussionsbedarf diesbezüglich sein, werde ich es auslagern.