Beiträge von Chefin

    Doch ist er, in seinem Fach ist er spitze, aber sonst kommt nicht all zu viel was Realität standhält. Wie ich sagte, seine Videos sind in der Astronomie wirklich gut, er kann diese Dinge sehr gut erklären, aber alles andere versteht er nicht so wirklich gut.


    Und er hat auch nicht unrecht, seine Efuel Analyse ist faktisch korrekt. Efuel ist ineffizient in der Herstellung und stößt auf einige Probleme. Aber eine Energiewende benötigt realitätsbezogene Lösungen. Wie wir CO2 aus der Luft filtern ist ein alter Hut. Woher meinst du kommt die ganze Kohlensäure in deinen Getränken? In Bier wird sie bei der Herstellung durch Hefekulturen erzeugt, aber wie kommt das CO2 ins Wasser, in Cola, in Limo? Und wo geht es hin, nachdem wir es getrunken haben? Wieso sterben wir nicht am CO2?(hint wir erzeugen es selbst im Körper).


    Strom zu nehmen und Efuel zu erzeugen ist also keine neue Technologie die wir erst entwickeln müssen.


    Das aktuell viele in die Diskussion einsteigen, zeigt nur das hier noch lange nicht alles ausgetüftelt ist. Jedem fällt früher oder später die 100TWh Pufferspeicher auf die Füße. Und wenn wir mit Strom heizen, werden es wohl um die 300TWh, die wir puffern müssen. In keinem der Videos die ich bisher gesehen habe, wird diese Frage beantwortet. Und solange das nicht beantwortet ist, kennen wir den Weg nicht, den wir einschlagen müssen.


    Edit: da es nun immer weiter in eine unbeantwortbare Grundsatzdiskussion abgleitet, melde ich mich für dieses Thema ab. Ich habe alles geschrieben, was ich dazu zu sagen habe. Könnt es lesen oder ignorieren, am Ende wird die Realität bestimmen wohin der Weg geht, nicht die Theorie.

    Wow, ein Astrophysiker für Motorentechnik, deine Argumente sind grandios.


    Efuel ist sicherlich physikalisch nicht optimal.


    Aber ich will dir das mal an einem kleinen Beispiel erklären: stell dir vor du hast eine KI, die jede Regel des Pokerspiels kennt und ganz genau die Wahrscheinlichkeiten berechnen kann. Würde sie gegen einen Menschen gewinnen? Nein, der Mensch steigt immer dann aus, wenn er merkt das die KI ein gutes Blatt hat. Den eine KI kann nicht bluffen, weil das eine Lüge wäre und sie nie auf lügen trainiert wurde. Der Mensch hingegen lügt. Und er lügt die KI so an, das immer wenn die KI meint eine Lüge zu erkennen, der Mensch eben mal NICHT lügt. Und nein, die KI bekommt keine Kamera um das Pokerface zu betrachten, der Mensch müsste ja sonst auch das Pokerface der KI anschauen können. Muss schon Waffengleichstand sein.


    Genauso gilt es für viele Dinge im Leben. Die nakten Fakten sind eine Sache. Aber wie bitte speicherst du 100TWh Energie nur für Deutschland? Den das ist die benötigtige Pufferung in der aktuellen Situation beim Strom. Und das ist aktuell noch drauf bezogen, das wir mit Öl und Gas heizen, nicht mit Strom. Dieser Verbrauch käme oben drauf. Und muss ebenfalls gespeichert werden.


    Ich jedenfalls kenne ein geiles Speichermedium, das uns schon aktuell genau das macht: Gas und Öl Tanks. Sie speichern für 100 Tage Energie für Deutschland. Diese Infrastruktur ist da, die müssen wir nicht bauen. Einfach nutz nutzen. Den eine Akku-Infrasturktur für Stromspeicherung zu bauen, dauert 30-50 Jahre. Wir brauchen ja schon 15 Jahre für einen Bahnhof und 20 Jahre für einen Flughafen. Reine Bauzeit, die Planungen haben Jahre davor schon begonnen und zwischen 5 und 10 Jahre muss man aktuell für Planung und Proteste einkalkulieren bis man anfangen darf. Da willst du Strom direkt speichern? Würde also nur über den Umweg bei anderen Energieformen gehen. Wasserkraft als Pumpspeicher, Pressluft, Flüssigsalze(Hitze). Alles Traumgewäsch, weil nicht die Effizienz sondern die Ralisierbarkeit im Vordergrund steht. Und Flüssigspeicher sind bereits gebaut, die gibt es.


    PS: Harald Lesch ist in meiner Jugendgruppe in der Sternwarte ein gern geschauter Gast an der Leinwand. Er kann viel über das Universum und über Astrophysik erklären, aber was sein Realitätsbewusstsein angeht, ist er ein Fachidiot.

    Stimmt, an meinem Arbeitsplatz ist eine Ladestation direkt an der Autobahnausfahrt gebaut worden. 8 Ladeplätze, manchmal sieht man 3 Autos, meistens aber leer. Aber vermutlich fahre ich nur zur falschen Zeit da vorbei. Dabei wäre der Platz geradezu ideal, weil nebenan eine Tankstelle und über die Strasse ein Supermarkt mit Restaurant und Bäckerei, also von Reisebedarf bis wohlschmeckendes Essen eigentlich alles vorhanden und keine 100m laufen.


    Mir kommt das aktuell so vor, als würde man die Ladeinfrastruktur als Argument heranziehen wieso das mit dem Elektroauto nicht klappt. Aber die scheint inzwischen da zu sein und trotzdem klappt das mit dem Elektroauto nicht. Warten wir mal ab, wenn noch 1000 weitere Ladestationen ungenutzt rumstehen, was dann die neuen Argumente sein werden.


    Vieleicht liegt es einfach dran, das keiner diese Technologie wirklich will. Vieleicht wollen wir lieber Knatterauspuff, von mir aus dann eben mit Efuel.

    Norwegen besteuert die Verbrenner extrem. Ein Golf kostet ungefähr soviel wie ein Tesla mit 100KWh Akku und Dualmotor. Aber das alleine würde es nicht rausreisen.


    Norwegen hat auf der Fläche von Deutschland 5 Millionen Einwohner. Dort fährt man nicht durchs halbe Land, dort fliegt man. Gfahren wird nur auf Kurzstrecken bis zu 100km. Den da erreicht man schon 90% der Bevölkerung, die fast alle im Süden des Landes wohnen. In Norwegen ist die Energie aus Wasserkraft seit ewigen Zeiten und die nehmen Strom zum heizen, auch schon ewig und immer noch. Das Öl das sie fördern geht komplett in den Export, das Unternehmen ist 100% Staatlich. Die Gewinne gehen zb in Rücklagen für den Staat, aber auch in das Krankensystem. Die zahlen quasi keine Krankenkassenbeiträge und nur sehr wenige Steuern, da der Staat keine Schulden hat.


    Das macht Elektroautos extrem vorteilhaft. Lange Strecken fliegt man, mietet sich dann vor Ort das Auto. Dort stehen an jedem Flughafen Unmengen an Leihautos. Und das auch noch sehr günstig, weil sie hohe Auslastung haben. Das war aber schon in den 80er und 90er so. Ich hatte dort die eine oder andere Baustelle, genauso in Schweden drüben.


    Norwegen hat also genau das Einsatzprofil das bei Elektroautos alle Vorteile rausholt. Und mit dem Beschluss, kein Öl selbst zu verwenden, sondern alles zu verkaufen, um das Land modern zu machen, konnte Norwegen zb die Ladeinfrastruktur aus dem Boden stampfen, quasi aus der Portokasse. Den das Hochleistungsstromnetz hatten die ja schon, um ihre Heizungen zu betreiben. Im Vergleich zur Heizenergie ist der Strombedarf von Elektroautos ca 1/4 in einem Land. Dort hat jeder Hausanschluss 50A oder 63A Drehstrom, mit Reserve für bis zu 100A. Die können an jedem Haus einfach die 35A für eine Wallbox dazu buchen. Bei uns haben Wohnungen 35A Drehstrom, wenn überhaupt.


    Auch im Transportwesen benötigt Norwegen nahezu keine LKWs. Norwegen kannst mit einer Bahnlinie mit Sprinter vor Ort bedienen. Und im Norden des Landes hat zwar jedes Haus seine Stromleitung, aber die nächste Tankstelle war 50-100km weg. Die Leute hatten in jedem dieser Ansiedlungen ein Dutzend Spritkanister für die Versorgung, die man einmal monatlich gefüllt hat.


    Diese vielen kleinen Dinge haben dazu geführt, das Norwegen viel Elektroautos hat. Keine 98%, sondern 98% Neuverkäufe. Aber der Bestand an Verbrenner nimmt folglich ab. Norwegen hat auch nicht sehr viel Industrie. Sie haben Fischerei, Forstwirtschaft, Öl Raffinerien für den Export, Tourismus und verarbeitende Gewerbe mit geringem Energiebedarf. Also keine Schwerindustrie zur Metallgewinnung. Ich meine sogar gelesen zu haben(aber da bin ich nicht ganz sicher und finde gerade nichts drüber), das sie den Abbau von Erzen eingestellt haben. Nur Schweden auf der anderen Seite des Gebirge fördert noch. Dafür haben sich ganz schnell und dank guter Rahmenbedingungen, Technologieunternehmen angesiedelt die HGÜ Anlagen entwickeln und bauen, Offshore Windenergie, Wasserstoff und Speichertechnologien. zb Akku, aber auch Pressluft in Kavernen und Pumpspeicher.


    Wir haben all das nicht. Stromnetz bei weitem nicht so leistungsstark. 84 Millionen Bewohner auf der selben Fläche und keine 2,5 Millionen PKW sondern 50 Millionen. Ich hoffe das die meisten bis hier hin gelesen haben und sich die Mühe machen meine Argumente nachzuprüfen, ob vieleicht Fakenews oder Geflunker dabei ist. Und sich dann mal Gedanken machen, wie wir norwegische Verhältnisse hier in Deutschland hinbekommen , um die selben Rahmenbedingungen zu schaffen, die in Norwegen das Elektroauto etabliert haben. Daher möchte ich bitten, bis zur Lösung dieser Probleme nicht immer Norwegen als Masstab herzunehmen. Sonst müsste man ja auch Monaco als Masstab für unsere Mieten und Löhne nehmen.

    So Ironisch finde ich das garnicht, weil doch genau das im Prospekt steht. Nur halt die relevanten Tatsachen schön geredet werden. fortschrittliche Batterie...was ist an 72V/60Ah fortschrittlich? Oder an Lithium Ionen.


    Sie arbeitet Effizient und Kraftvoll. Also ich habs gerade mit all meinen Akkus probiert, kein einziger war Kraftvoll. Liegen einfach so rum und bewegen sich nicht. Hab sie dann in den Akkuschrauber rein und bin losgefahren indem ich den Akkuschrauber an den Fahrrad-Reifen gehalten habe, mit einem fortschrittlichen 14,4V/1,5Ah Akku. Der Akkuschraubermotor war dann durchaus Kraftvoll, hätte das selbe aber an einem NiMh auch gemacht. Mit 10Ah gebe ich einem LKW Starthilfe. Weil Lithium Akkus wenn sie ordentlich gefertigt werden C50 erreichen, also 50x soviel Strom abgeben können wie sie Kapazität haben. Hat mein Bruder anfang der 90er in seinem Modellflieger genutzt um ein 2kg Flieger senkrecht hochzujagen als wäre es eine Rakete. Mit Propeller den Schub eines Jets erreichen. Vor 35 Jahren, ist so modern wie Schlaghosen. Die hatte ich auch schon in den 80er.


    Also ja, über solche Werbeaussagen muss ich einfach schmunzeln. Da werden die Leute für Dumm verkauft.

    Naja, die 115km Reichweite gelten nicht, wenn du die 500Nm auch abforderst und nutzt, sondern halt wenn du hinter Oma Hilde im alten 200er Diesel herfährst. Und dann bist du nicht bei 20% sondern bei Null Prozent.


    Wenn du also von 20% aus aufladen willst, darfst du halt auch nur 90km weit fahren. Dafür kommst dann aber nach Hause, weil du ja nur 80% des Akkus genutzt hast. Und der Rückweg dann auch nur 80% braucht. Und so ein gemütliches Bier dauert ja schon 60 Minuten bis es gezapft ist. Da sind die 2,5h Ladezeit kaum spürbar. Trinken muss man es ja auch und nach 1 Std den Rest der warmen Plörre runter bekommen dauert ja auch nochmal 30 Minuten.


    Absolut Alltagstauglich, gelungenes Konzept.

    Jo, Beschleunigung eines Elektromotors ist exorbitant, weil die Drehmoment entwickeln, da kommt kein Verbrenner mit. Aber das wars halt auch. Gewicht zu groß im Verhältniss zur Gesamtleistung. Was nutzen mir 50KW, wenn ich alle 80km nachladen muss auf der Autobahn.


    Nette Stadtfahrzeuge, wo man sowieso nur Stress hat mit Auspuffgeknatter. Aber schon eine schöne Tagestour wird durch die Ladestation und nicht durch die Sehenswürdigkeit bestimmt. Dort oben ist eine geile Aussicht, aber leider ist die Lasdestation an der LKW Raststation. Für eine weitere Pause am Gipfel fehlt dann halt die Zeit.


    Ich fahre am Tag, wenn ich fahre, 300km Landstrasse, das sind dann ca 5Std reine Fahrzeit. Die Pausen verbringe ich an Bikertreffs und Waldrestaurants. Ich möchte nicht an einer Ladestation andocken, dann bei 30Grad in Bikerkluft 1km weit laufen bis zu einer Kneipe, Restaurant, Strassencafe. Ich werde mal drüber nachdenken, wenn an jedem Bikertreff die Zahl der Ladesäulen der Zahl an Sitzpläzten im Biergarten entspricht. Hinkommen, anklemmen, Essen gehen. Bis dahin erfreue ich mich an meinen 3 Zylindern und dem Sound.


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    Weil es sonst keinen Unterschied zum E-Bike gibt. Ein Ebike ist ein Elektro-Zweirad mit Speedlimit. Pedilec die nächste Klasse, höheres Speedlimit. Und so gehts nach oben, alles nur Software. 11KW, 100kmh, 30KW, unlimited, selbes Bike. Ich denke, Elektro sollte man weglassen. Aber natürlich, wenn die Mehrheit es haben will, ist es mir auch recht.