Beiträge von Moped-fahrer

    Ich glaube nicht dass es an der Kette liegt. Das ist einfaches Konstantfahrruckeln, was die alten Modelle gerne mal haben. Die ersten CP3 Motoren sind nunmal etwas raue Gesellen. Man selbst kann dem ganzen etwas entgegenwirken indem man das Spiel aus dem Antriebsstrang nimmt. Kette ausreichend spannen und falls nötig ein neuer Kupplungskorb, falls die Gummipuffer ausgeschlagen wären, dann wird das KFR etwas sanfter & erträglicher. Ansonsten bekommt man das KFR nur weg wenn man eine andere Software beim Tuner drauf spielen lässt evtl. mit neuem Kennfeld für den Gasgriff/ Gasannahme; Stichwort fetteres Gemisch.


    Mit deiner Laufleistung kann der Kettensatz schon an seinem Ende sein. Aber du beschreibst genau die Situation im Fahrbetrieb, in der KFR auftritt. Nämlich beim dahingleiten mit wenig Gasstellung, in der Ebene ohne Last. Wenn sie dann anfängt zu ruckeln und sich "aufschaukelt" nennt man das Konstantfahrruckeln. Dafür sind die alten CP3, wie bereits erwähnt, bekannt. Hebst du nun das Hinterrad in die Luft, ist der Antriebsstrang komplett ohne Last und hackt auf der Kette rum. Jetzt springt die Kette von max bis min. Du kannst nun versuchen das Hinterrad mit der Fußbremse abzubremsen und die Kette somit auf Zug zu halten, so lange bis der Motor kurz vorm Absterben ist. Das ist ein Zustand den er beim Fahren i.d.R. nicht erreicht, da du dann Kupplung ziehst, einen Gang runter schaltest, Gas gibst oder an der Ampel stehen bleibst.


    Wechsle den Kettensatz, wenn er verschlissen ist. Eine neue, ungelängte Kette läuft um Welten ruhiger als eine alte. Aber sie wird nicht das KFR beseiten was du hast. :)

    Hi, ich würde mal sagen dass das normal ist. Sie läuft einfach ohne Last im Standgas, da hackt der Motor nunmal auf der Kette rum. Du hast ja auch ein gewisses Spiel zwischen Getriebe Eingangswelle und Ausgangsawelle durch die Docks die ineinander greifen. Schau dass die Kette passend gespannt und geölt ist, dann ist das alles in Ordnung.


    An der oberen Seite der Kette zieht das Ritzel und die untere Seite die zum Hinterrad läuft ist sie locker. Der Motor "schubst" in dem Moment wo er keine Last hat (Hinterrad in der Luft) das Hinterrad an. Schubsen ist das flasche Wort, er zupft mal kurz an der Kette weil das Hinterrad wieder an die Standgasdrehzahl anknüpft.


    Gruß


    edit: dazu kommt dass das hinterrad auf dem hauptständer komplett entlastet ist und die kette nun ganz locker ist. das ist ja kein zustand den sie im Fahrbetrieb hat.

    wie oben erwähnt ggf. kettensatz tauschen falls gelängt/ verschlissen

    Die Freundin hat die Z900 Bj. 2022. Bin sie auch schon ein paar Mal gefahren und sie funktioniert schon sehr gut. Der Motor ist echt bombe, der Klang hat trotz Euro 5 sehr viel Charakter und sie lässt sich kinderleicht fahren, Getriebe schaltet so butterweich. Einfach ein total zugängliches Motorrad. Wenn einem dann noch das Kawa Design zusagt (was es bei mir nicht tut), dann steht einem Kauf nichts entgegen. Sie ist im Vergleich zur MT09 wesentlich stabiler und nicht ganz so agil, aber grad auf den Landstraßen trifft das auf viele Befürworter der Z900. Der Motor ist wie viele andere japanischen Vierzylinder absolut problemlos und kommt mit Ventilspielintervallen von 42.000km (MT09 40.000km). Die Gasannahme ist top, die Fahrmodis funktionieren spürbar und gut, er macht einfach erstaunlich Laune beim Fahren der ach so langweilige Vierzylinder ;) . Also es gibt kaum Gegenargumente, ist einfach Geschmackssache. Sie macht ihren Job echt gut.


    In mir weckt der CP3 aber mehr Emotionen, und was mir an der MT09 RN29 gefällt, ist die aufrechte Sitzposition die mich sehr an meine Supermoto Zeiten erinnert, kombiniert mit dem ordentlichen Druck aus dem Keller und dem Dreizylinder Sound. Kawa hat mich vom Design nie so gepackt, ich trage die Yamaha Brille ;)

    Also ich glaube tatsächlich weniger dass es von ausgehärteten Gummiteilen kommt. Du hast mit der niedrigen Luafleistung weniger warm-kalt Einflüsse, das Alter ist noch "ok", Lastwechsel haben sie auch noch nicht viele gesehen und schlechtes Öl haben die Gummis ebenfalls noch nicht viel gesehen. Du kannst den Wechsel vornehmen, klar. Aber versprich dir da nicht so viel von. Meine MT von 2015 hatte dabei ungefähr 67.000km gelaufen und ich behaupte dass einem Fremden die Lastwechselreaktionen noch immer zu ruppig wären. Du kannst deinen Antriebsstrang checken ob der Spiel hat. Alles was im Getriebe ist, ist schwer zu checken bzw. zu "verbessern". Du kannst schauen ob deine Kette noch gut ist inkl. Kettenrad und Ritzel. Aber auch da sollte bei deiner Laufleistung noch alles gut sein.


    Es ist auch eine Sache der Softwareabstimmung, m.M.n. das Hauptproblem. Der Gassensor bekommt ein Drehwinkel vom Gaszug vorgegeben, das wandelt er um in ein Signal und schickt es ans Steuergerät. Bei den alten Euro 3 MT09 kann man noch über die Tachoeinheit den Winkel anzeigen lassen (14-100% geöffnete Drosselklappe z.B.). Dabei kann man testen, ob er sauber von Standgas in einzelnen Schritten öffnet auf Vollgas. Falls nicht, hat man da eine große Fehlerquelle gefunden. Man kann an der Drosselklappeneinheit den Gassensor lösen und verdrehen, bis er in einem Arbeitsbereich verdreht wurde, wo er wieder sauber arbeitet und keine Sprünge macht. Oder aber man verbaut einen neuen Sensor (ca. 140€ aus Japan) vorrausgesetzt der alte ist fehlerhaft. Alternativ kannst du einen Softwareoptimierer fragen, ob er das ändern kann. Im Standard-, A- oder B-Modus spürt man ja auch deutlich den Unterschied der weicheren Gasannahme, die Lastwechselreaktionen bleiben aber trotzdem vorhanden.

    Bei deiner MT09 kann man sich die Position der Drosselklappe(n) bzw. den Befehl vom Gassensor nicht mehr anzeigen lassen weil zu neu.


    Ich fühle mit dir und habe bei meiner schon einiges verändert um die starken Lastwechselreaktionen in den Griff zu bekommen.


    Les dich hier mal ein: RE: Konstantfahrruckeln wird immer schlimmer

    Vielleicht auch die Kopfdichtung. Passiert nicht so häufig, aber natürlich sind die MTs auch nicht fehlerfrei.


    Schau dass immer genug Wasser im Kühler und Ausgleichsbehälter ist, schaue mal ob das Motoröl milchig wird (Wasser und Öl vermischt) und achte mal drauf ob sie schlecht anspringt oder dann nur auf zwei Zylindern läuft. Dann ist es wahrscheinlich die Kopfdichtung.

    Also meine RN29 hatte das auch etwas im Kalten. Habe dann wieder den Gassensor etwas verdreht und seitdem ist im kalten Zustand wieder Ruhe. Vor kurzem hab ich auch den ausgeschlagenen Kupplungskorb getauscht, das hat auch die Lastwechselreaktion etwas gedämpft. Ich habe auch schon gesehen dass die Gummis zum DK Synchronisieren etwas porös sind, ZK & Luftfilter wechseln wäre auch noch eine Option evtl. auch die Zündspulen.

    Nach 3.000-5.000km ist dein 10w40 auch eher ein 5w30, ein Motorschaden bekommst du dadurch aber nicht. Aber wenn du dann die vollen 10.000km Wechselintervalle ausreizt hat das Öl zum Schluss schon viel mitgemacht. Du kannst dem ganzen etwas entgegenwirken indem du z.b. 15w50 nimmst, das ist von der Grundabstimmung unterschiedlicher als ein 10w50 im Vergleich zum 10w40. Motorradöle sind stärker belastet, da die Polymer Molekülketten im Getriebe bei der Scherung zerstört werden. Dadurch der schnelle Wandel zu einem niedrigviskosem Öl, gibts beim Auto nicht da Getriebe und Motor getrennt sind.


    Habe auch letzt das Öl gewechselt auf ein 10w50 (nach ca 5.000km) und siehe da, der alte Kupplungskorb lief leiser auch im warmen Zustand. Ein hochviskoses Öl dämmt auch mehr Geräusche und wenn es dann noch neu ist, doppelt gut ^^ .


    Das niedrigviskose Öl bei den Autos kommt oft zum Einsatz um die innere Reibung zu senken und damit auch den Spritverbrauch. Bin da voll bei dir, dass das in die falsche Richtung geht.