Erst mal die gute Nachricht, Sedgeway gips nach wie vor Kalicker.
Die Funktionsweise ist bei dem Schweizer-Rolla jedoch anders als bei einem Motorrad. Jedenfalls prinzipiell.
Lage- und Beschleungungssensoren ermitteln die Abweichung zum Idealwert. Da fangen schon mal die ersten Unterschiede an, Stichwort Schräglage. Das ist aber ansich nur eine Software-Angelegenheit, also kein dramatischer Unterschied.
Wie funzt er denn nu der Sedgeway?
Lt. orig. Aussage durch +/- Beschleunigung der Antriebsränder und selbstverfreilich für jedes getrennt. So funzt dann etwa die Steuerung, li drehts schnöller als re, ergo Rechtskurve.
Ohne jetzt groß nach Motorrad-Lösungen geguckt zu haben, fällt mir dazu folgendes ein:
Die viel beschworenen Kreisel existieren tatsächlich.
Es sind aber ähnlich wie beim Rolla kleine oder kleinste „Antriebsräder“ also Kreisel i.wo im Innern, gefühlt würd ich sagen mindestens 2, mutmaßlich auch noch ein drittes für die 3tte Raumachse.
Angetrieben werden die Teile wie beim Ralla per eMotörchen.
Wie wir ja vom Biken alle wissen (ist das so?) reichen minimalste Lenkimpulse, um die Fuhre in die gewünschte Richtung zu manövrieren.
Davon geh ich jetzt ml aus und stelle die These auf, wenn diese minimalen Impulse quasi in Echtzeit erfolgen, brauchts keine großen Brummkreisel, da das Bike im aller Kipp-Anfang bereits eingefangen wird. Ich könnte mir denken, dass Obelix beim Bücken mit seinem Hinkelstein an so nem Bike hängem bleibt, dann dürfte es Essig sein, mit minimalem Impuls und die Kiste fällt dahin, wo es einem Gallier am Arsch vorbei geht.
Aber wie bei so manch anderem brandaktuellen Thema lautet die Antwort: „Wehret den Anfängen“ Und da isses vlt. echt nicht die Frage nach Energieverbrauch, träger Masse, die das Abwinkeln ver- oder Be-hindert. Wobei ich da mal ganz ungeniert auf Honda deute und die Frage stelle, wieso die sich mit sowatte beschäftigen, wenns…
Und weil das eh schon wieder so umfangreich wurde.
Warum und für was zum Teufel brauchts solch ein System?
Jeder, der sportlich ambitioniert ums Eck biegt weiß, was Änderungen am Fahrwerk bedeuten. Das kann sehr gut aber auch leicht voll beschissen sein.
Letzteres isses z.B., wenn ein Bike per geänderter Hebel-Umlenkung und sonstigem Firlefanz „tiefer“ gelegt wird.
Richtig klar wurde mir das, als eine 1,73 große Freundin erklärte, es sei zwar lästig ewig nur die Fussspitzen auf den Boden zu bekommen, aber die hohe Sitzposition (vebesserte Schräglagen z.B.) sei ihr uverzichtbar.
Wie schön wöre es, bräuchte man keinen Harley- oder BMW-Aufzug, um das Bike zu entern oder bei niedrigem Tempo sicher zu stoppen.
Und yep, ich hab sogar noch einen Grund gefunden:
Stellt euch mal vor ihr fahrt mit eirem Crosser auf der Ligurischen Grenzkammstrasse. (Ha ha: Straße) Und da seid ihr nun an einem irrwitzigen Punkt und müsst mal kacken. rechts der Abgrund, dahin lässt sich der Seitenständer nur suboptimal ausklappen. Links eine Felswand und die Straße eine einzige Geröllhalde.
Ja mei, wie schee wärs, wennsde einfach das fucking Bike, da wo‘s grad ist stehen lässt und dich übermäßig erleichtern kannst? 🤣
Und das soll für heute reichen.