Heute ging's weiter mit dem basteln. Ich musste mich überwinden, anzufangen, denn so richtig warm war es in der Garage nicht.
1. Maßnahme: Sitzbank. Vorderes Plastik wieder entfernt, es ist genug Bezug drunter, dass kein Wasser ins Polster laufen wird. Dann in der Breite noch Schaumstoff reingestopft, Grundplatte seitlich weiter beschnitten und die Oberkante der Seitenverkleidungen im Tankbereich ebenso. Voila: Passt erst mal gut genug.

Der Elektrotacker ist richtig schlecht. Aber fertig tackern kann ich auch später.
2. Halterung Seitenverkleidung unter Sitzbank gebaut. Da brauchte ich Blech für einen Winkel, und mir ist auf der Suche nach geeignetem Material ein altes Kleinkraftradschild ins Auge gefallen. Na dann, Freiwillige vor!

Passt, wackelt, und hat Luft. Jetzt noch einen seriösen Werkstoff besorgen und nachbauen. Und dann für die rechte Seite gespiegelt. Schwarz muss es sein. Dünnes Alu geht eigentlich immer, und da der Rahmen mattschwarz ist, kann ich ähnlich genug lackieren, dass es nicht auffällt.
3. Passform der Seitenverkleidung vorne verbessern. Wir erinnern uns (oder scrollen hoch), die Tracer-Seitverkleidung steht über die Naked-Tankverkleidung hinaus. Habe wir geplant alles montiert und dann frei Hand mit dem Lötkolben überstehendes Material entfernt.

Für das Loch habe ich ein Stück ABS-Plastik ausgeschnitten. Papier hilft beim übertragen.

Jetzt nur noch per Lötkolben mit dem AES-Tracer-Plastik verschmelzen und dann fleißig Kanten schleifen und Löcher füllern.



Die Form gefällt mir ziemlich gut. Die Textur ist noch glatt und glänzend, während der Rest rau und eher matt ist. Ein Fall für Schleifpapier - an einem anderen Tag. Notfalls kommt Plastip schwarz matt drauf. Dann habe ich noch die Übergänge zur Naked-Tankverkleidung verbessert und bin damit sehr zufrieden.
4. Alles nochmal rechts. Bisher habe ich mich ausschließlich auf der linken Seiten vergnügt. Aber wenn man weiß, wie's geht, ist es ganz einfach (wie schon mein E-Technik-Prof mal während einer Klausur sagte). Einfach frisches und bearbeitetes Teil nebeneinander legen und loslegen.

Da war ich dann auch schnell soweit, dass es Zeit für Feinanpassung war. Die scheitert aber noch daran, dass die Benzinleitung rechts zwischen Tank und Rahmen hängt, so dass die Tracer-Verkleidung nicht ungestört liegen kann. Egal, kann ich aufschieben und als letztes machen.
5. Tank Lackieren. Das mache ich nicht selbst. Ich habe schon die überflüssig gewordenen Halterungen im vorderen Bereich entfernt, jetzt den Tank demontiert und ins Auto geschleppt. Die Halterungen plan schleifen, die Löcher füllen und lackieren darf ein Profi. Mit den gleichen Lack die der Original-Tank. Den Originaltank habe ich danach wieder montiert, dann ist der gut verstaut.

Die Naked-Tankverkleidungen sind jetzt natürlich zu kurz, halten aber noch immer. Ich beobachte die Teilemärkte über den Winter, dass ich zwei gute Originale finde. Bei Yamaha kosten sie 80 Euro plus 26 Euro für den Aufkleber, je Seite. Notfalls brutzle ich mir aus dem restlichen ABS-Plastik Abdeckungen. Gewinde sind an der Stelle ja vorhanden, dann wäre es weniger offensichtlich.
Summa summarum war ich heute 5,5h in der Garage zugange und bin ziemlich zufrieden mit dem Verlauf der Tank- und Plastikarbeiten. Der Übergang der Sitzbank ist noch nicht richtig schön, aber es funktioniert. Weil die Yamaha bald 3 Monate Winterschlaf verordnet bekomme (Saison 03-11) habe ich jede Menge Zeit, mich noch darum zu kümmern, oder es einem Profi zu geben.