Beiträge von Puls130

    Genau das Moped meinte ich. Auf dem ersten Bild sieht man auch bei dem daran verbauten Hauptständer, dass dieser keinen Ausleger zum Darauftreten hat. Das mit dem "nach hinten ziehen" widerspricht der eigentlich anzuwendenden Technik und ist aufgrund der "Standposition" beim Aufbocken, mittig zum Motorrad, eigentlich ein Paradoxum ;). Nur so noch als Randbemerkung - ich habe damals vielleicht knappe 65 KG Lebendgewicht aufgewiesen (bin heute noch alles Andere als fett :), oder wie Siggi es hier mal ausgedrückt hat - meine Beine fangen auch heute noch nicht weiter hinten an :P) und hatte mit meinen rund 180 cm Scheitelhöhe echt nicht gerade günstige Voraussetzungen um mit der DR-BIG zu kämpfen ^^. Verloren hat sie aber trotzdem.

    alex2stroke hat sein Aufbock-Problem gelöste, siehe von ihm angeführte Ergänzung in #9. Ich zitiere damit nicht zurück geklickt werden muss: "Einmal editiert, zuletzt von alex2stroke (28. Juni 2021) aus folgendem Grund: Alarm EENDE! Mein Händler hat mir gezeigt, wie es geht. Mit Koffern und Tankrucksack, Gepäckrolle, und 68 kg Körpergewicht."


    Das Kernproblem bei Denjenigen die sich schwertun oder gar umsonst abmühen das Moped auf den Hauptständer zu "wuchten" liegt wohl in Folgendem, ich zitiere mal eine Aussage: "lässt sich nicht auf den Hauptständer heben". Heben ist hier wohl die entscheidende Aussage! Da wird offenbar tatsächlich versucht das Moped mit der falschen Muskelkraft auf den Hauptständer zu "heben". Das kann eigentlich nur schiefgehen. Keine Ahnung wieviel Gewicht bei der Tracer 9 hochgehoben werde müsste. Dafür muss man dann nicht der gewiefte David, sondern der eher etwas starke aber motorisch nicht geschickteste Goliath sein.


    NOCHMALS: Ein Moped wird nicht auf den Hauptständer gehoben. Bei der richtigen Technik wird das Moped über den Hauptständer quasi nur auf den Hauptständer unter Beachtung/Anwendung der von mir im Post #32 geschilderten Technik "gehebelt".

    Alles Andere zwingt einen zu einem Intensivkurs in die Mucki-Bude, kommt einem Gewaltakt gleich. Für die Hebeltechnik muss Niemand in die Mucki-Bude gehen. Vielleicht hilft es aber um ein klein wenig Beinmuskulatur zu erwerben bzw. zu erhalten, indem man ab und an mal einen Personenaufzug links liegen lässt ;). Ein Moped Aufbocken hat schon Ähnlichkeiten mit Treppensteigen. Da macht die Hauptarbeit auch das Beinwerk. Körperspannung ist da auch mit im Spiel, sonst würde der Kopf über die Treppenstufen "schleifen" ^^. Eigentlich kann jeder der Treppen laufen kann, auch ein Moped auf den Hauptständer stellen ;).


    Der Hebel zum Darauftreten am Hauptständer ist auch nicht deswegen da, damit wir mit unseren Plattfüssen besser den Hauptständer zu fassen bekommen. Nein, bei einem gut gemachten Hauptständer sorgt der tatsächlich auch für beste Hebelverhältnisse. Negativbeispiel hierzu von mir - ein Zubehör-Hauptständer an einer 800er DR-BIG Suzuki (das wohl erste Groß-Enduro-Schnabeltier ever). Da waren die Entwickler so clever überhaupt keinen Ausleger am Hauptständer zu verbauen. Tritt zum Aufbocken musste tatsächlich auf den linken "Bodenkontakt" des Haupständers (hoffe Ihr versteht was ich meine) erfolgen. Ganz ehrlich, das einzige Moped bei dem ich mehr als nur Mühe hatte es überhaupt irgendwie auf den Hauptständer zu hiefen. Von Hebelwirkung konnte man da eigentlich nicht mehr sprechen und bei einem Leergewicht von, meiner Erinnerung nach, 224 KG und sehr hochbeiniger Ausführung des Mopeds, eigentlich für meine Körper- und Kraftverhältnisse eine Überforderung. Habe ich zwar mit Hängen und Würgen noch irgendwie hinbekommen, erinnere mich aber noch daran das mir der rechte Fuss danach auffällig geschmerzt hat. Das der Besitzer das "Dingens" immer schön brav mit "Hardcore"-Endurostiefeln gefahren hat - ich konnte es echt verstehen :).

    Sarek, das von mir eingestellte Bild in #2 ist die Vergleichabbildung der RN29. Passt aber soweit auch noch bei der RN43 (nakte und Tracer).

    Die Tracer 900 (RN57) ist die erste Tracer die eine längere Schwinge (müssten + 60 mm sein) gegenüber der nackten MT hat. Deine 900er GT hat definitiv die längere Schwinge und wäre bei einem ensprechenden Vergleichsbild der nakten RN43 (ab 2017 bis 2020 gebaut) und Deiner RN57 wohl etwas länger in der Baulänge abgebildet. Ein dies darstellendes Vergleichsbild ist mir aber bislang noch nicht unter gekommen.

    Damit das mit dem Aufbocken recht problemlos funktioniert, muss man begriffen haben, dass

    1. das rechte Bein, mit dem man den Ausleger am Hauptständer betätigt, durch den Tret- und Streckvorgang des Beines, die absolute Hauptarbeit leistet.

    2. Der rechte Arm, mit dem man im Heckbereich anpackt, ist quasi nur die Zusatzkomponente die der Kraft des rechten Beines und der beim Aufbocken zu vollziehenden Streckung des Beines mitwirkt bzw. dessen Wirkung voll zur Geltung kommen lässt.

    => Der betätigte Hauptständer hebelt dann automatisch das Moped in Richtung Heck, der ganze Oberkörper macht dabei eine Richtungsbewegung Richtung Fahrzeugheck und erzeugt eine zusätzlich unterstützende Zugbewegung Richtung Heck.

    Wichtig hierbei - Körperspannung beim Durchtreten des Hauptständerauslegers ist das A und O und absolut notwendig (der Rücken bleibt durch Muskelanspannung durchgestreckt!) und die Beibehaltung der Armspannung des am Heck anpackenden rechten Armes richten es wirksam.

    3. Gleichzeitig kann man unterstützend noch leicht mit dem linken Arm am linken Lenkerende eine kleine Zugbewegung Richtung Heck vollziehen. Letzteres ist im ganzen Aufbock-Prozess aber tatsächlich von untergeordneter Wichtigkeit und letztlich auch Auswirkung. Wenn die Punkte 1 u. 2 nicht entsprechend ausgeführt werden, wird der linke Arm es auch nicht richten können!

    Ich sorge mit dem linken Arm eher nur dafür das das Moped in gerader Rückwärts-Richtung auf den Hauptständer flutscht und ziehe da eigentlich nicht wirklich mit. Auch da besteht bei meiner Technik eher nur die Auswirkung aus der den linken Arm einbindenden Körperspannung. Wirkliche Arbeit verrichtet dieser tatsächlich nur sehr bedingt, da er aufgrund der vorgenommenen Körperspannung und dem Richtung Heck wirkenden Tritt des Auslegers, nur automatisch auch mit in Richtung Heck bewegt wird.


    Hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt :).


    Wer Probleme mit dem Aufbocken hat, einfach mal nach meinem "Strickmuster" den Aufbockvorgang ausprobieren. Wäre wirklich verwunderlich wenn's dann nicht klappen würde. Gewicht des "Aufbockenden" spielt dabei auch nicht die Hauptrolle (hilft natürlich ein wenig, ist aber nicht entscheidend). Wie beschrieben, die Kraft im rechten Bein und die aufgebaute Körperspannung kompensieren auch fehlendes Übergewicht ;). Es ist Einzig und Allein nur die Technik die entscheidend ist! Dann klappt's auch mit dem schwersten oder auch schwerer heckbeladenen Moped.

    Sieht aber so aus als ob man den Halter aber daran gelassen hat. Auch nicht gerade ein Schmuckstück.... Kann man den nicht abschrauben (auf dem Bild für mich nicht wirklich erkennbar)?

    Danke Dir :) - und genau das war mein Gedanke als ich die Bilder sah. Den Col de la Bonette bin ich schon im letzten Jahrtausend das Eine und Andere Mal gefahren. Beim ersten Mal (Mitte der Neunziger Jahres) fand ich mich da urplötzlich im oberen Passbereich, hinter einer Kuppe, auf einer geschotterten Straße wieder. In den Jahren danach wurde die Straße dann immer besser.


    Mit den Franzosen habe ich keine schlechten Erfahrungen. Und das obwohl mein Französisch eigentlich nur zum Verhungern reicht ;).

    Aber mit Freundlichkeit wurde dann immer noch jede Sprachbarriere überwunden.

    Sehr schöne Bilder und ironische Beschreibung :). Mach uns ruhig die Nase lang :).


    Da schwelge ich direkt in Erinnerungen. War auch schon einige Male in der Provence und habe die tollen Fahrstrecken, Pässe und Land und Leute genossen. Dorthin muss ich auch unbedingt mal wieder. Grandiose Landschaften und keine Chance Reifen eckig zu fahren.


    Wo sind die Bilder mit den zerfallenen Häusern entstanden? Eine Vermutung habe ich....


    Gorges du Daluis, sehr, sehr schön und auch zum Fahren sehr interessant. Denke aber das wir uns da einig sind, in dem gesamten Gebiet es gibt dort schlichtweg keine uninteressanten Strecken und nur schönste Landschaft.

    Kommt mir ein wenig so vor als ob man vor Begehung eines Bußgeldtatbestandes schon mal einen Geldbetrag an die Bußgeldstelle überweisen würde. Erstaunlich wie der Tirol-Virus wirkt.

    Der für Dritte wahnehmbare Effekt dieses verbauten Kit's ist genau Null Komma Null.

    Das Dein Gesäß beim Fahren taub wird hört sich etwas seltsam an. Das andere Extremitäten, wie z.B. ein Bein "einschlafen" kann (setze das jetzt mal geleich mit Deinem Taubheitsgefühl) ist ja bei gesunden Menschen mit normaler Durchblutung dem geschuldet, dass durch eine ungünstige Sitzhaltung ein Hauptgefäß abgedrückt und damit die Blutversorgung behindert wird.

    Kann es sein das Dein Motorradbekleidung irgendwo oder -wie die Blutversorgung beeinträchtigt? Grundsätzlich ist die Sitzhaltung auf Moped's dieser Art eigentlich eher recht entspannt bis fahraktiv und nicht als Zwangshaltung einzuordnen. Normal ist wohl eher ein Schmerz im "Sitzfleisch" auf längeren Strecken. Bei dem Einen mehr, bei Anderen weniger. Aber das der "Arsch" einschläft kenne ich eigentlich nur aus Aussagen von Frauen über ihre "besessere" Hälfte ;). Vielleicht solltest Du Dein Problem mal, sofern dies weiter auftritt, Deinem Arzt Deines Vertrauchens mal erzählen.

    Wenn Du Dir über die Höhe der TüV-Kosten Gedanken machen musst, ist Mopedfahren nicht das richtige für Dich. Kurz gesagt, teuer, laut, gefährlich, die Gemeinschaft wird Dich ächten, die Eltern enterben und niemand wird Dich mehr lieben 8o.