Ich hatte mit der Positionierung des Schlauch- ala Düse auch herum experimentiert. Hat sich als schwierig erwiesen zu verhindern daß sich das Schlauchende nicht beim rückwarts schieben in der Kette verfängt. Somit auch, wie Axxis letztlich das Schlauchende in die Falz positioniert.
Bis das Öl auf die Kette gelangt dauert es ein klein wenig länger. Fliehkräfte schaffen auch das 😁. Ölreste sind nach wenigen Km dann am Kettenblatt auch kaum mehr sichtbar.
Ab und zu fahre ich auch mal mit einem Papiertuch durch die Falz und säubere diese vorsorglich, damit dort kein Straßenschmutz vorhanden und somit nicht auf die Kette transportiert werden kann. Macht auf jeden Fall Sinn dies zu praktizieren, damit beim rückwärts schieben keine Dreckansammlungen ins Schlauchende befördert werden können.
Sofern überhaupt, schätze ich den Mehrverbrauch an Öl als sehr minimal ein. Die Kette wird, so meine Feststellung, auch bei dieser Montagelösung, perfekt geschmiert.
Funktioniert so im Übrigen auch, bei einer Pause den Öler zu betätigen und das Rad (mit dem Fuß 😁) Stück für Stück weiter zu drehen und das Öl rundum auf dem Kettenblatt zu verteilen und dann beim langsamen Losfahren eine schnelle Verteilung zu bewirken.
Auch bei dieser Lösung fliegt wohl kaum mehr Öl in die Gegend. Landet treffsicher in den Kettengliedern. Da fliegt dann auch nur eine beim Ölen initiierte Übermenge aus den Kettengliedern. Bei Ölung im Umfang der Menge einer Achtel-Umdrehung absolut geringe Abschleudermenge. Auf den Rad landet quasi Nichts. Allenfalls auf der Rückseite des Kennzeichens finden sich mal vereinzelte Spritzer. Die lassen sich aber auch mit Papier sehr problemlos wegwischen.
Nachtröpfeln hatte ich auch noch nicht. Habe auch die Behälterdose des Nemo an der linken Hälfte des Lenkers angebaut. Dementsprechend lange Schlauchlänge, was die Reaktionszeit beim Betätigen des Ölungsvorgangs ein klein wenig verlängert.
Hier noch ein Tipp von mir:
Den Öl-Schlauch habe ich, zum Schutz dessen, der umliegenden Bauteile und als Hitzeschutz bezüglich Motorwärme, in einen Bougierschlauch eingezogen (eigentlich ist ein solcher Bougierschlauch zur Bündelung und Isolierung von Kfz-Stromleitungen vorgesehen). Sieht im Lenkerbereich auch besser aus.
Bezogen hatte ich diesen Bougierschlauch bei der Tante Louise für schmales Geld erworben (
https://www.louis.de/artikel/b…z-laenge-5-meter/10032056). Gibt's aber mit Sicherheit auch bei anderen "Verdächtigen" 😁. Der im Link verwendete Begriff "Rohr" ist irreführend. Tatsächlich ist dies ein richtig flexibler und nicht harter Schlauch.
Einziehen des Schlauches hierein ein war schon ein wenig Akt (Länge des Schlauches von rund 2m), da ich keinen übermäßig großen Querschnitt gewählt hatte (müsste jetzt lügen, aber waren wohl 6 mm). Geholfen hat da ein wenig Silikonöl, das ich in die Schlauchöffnung beim Einschieben immer wieder eingesprüht habe. Glitschie hilft manchmal 😁, so auch hier.
Wie auch immer, kann die Bougierschlauchlösung nur empfehlen. Sieht besser aus (simulierte elektrische Leitung) und schützt davor, dass die doch recht sperrig starre Ölleitung im Bewegungsbereich Scheuerstellen verursacht.