Moin mein Bester,
Deine Annahmen zur Auslegung der Gabelfedern sagen mir in aller Deutlichkeit, dass das Abstimmen von Fahrwerken für Dich Neuland ist...
Bei direkt wirkenden Federn dieser Klasse kannst Du sie auch gleich durch eine Eisenstange ersetzen - den Unterschied würdest Du nicht merken...
Deine Gewichtsklasse ist hier durchaus nichts Ungewöhnliches und viele von denen kommen noch mit einer ausgereizten Vorspannung der Serienfedern aus. - Wenn Du dennoch etwas umbauen willst, dann kommt für sportliche Fahrweise generell nur eine Linearfeder in Frage weil Du ein unverfälschtes Feedback vom Vorderrad brauchst. Für Deine 100kg würde ich empfehlen vorne Federn mit etwa bis 6 bis 7 Nmm einzusetzen und mit einem 7,5er Gabelöl zu kombinieren. ( x2 bedeutet das 12-14 Nmm - jeder mm zusätzlicher Vorspannung kann also eine Gewichtskraft von ca. 12 -14 kg kompensieren...) Bei noch härteren Federn hättest Du keine Chance mehr den statischen SAG auf sinnvolle 30% einzustellen.
Bei der Hinteren (für eine sinnvolle Grundabstimmung erst einmal viel wichtiger) sieht die Welt schon ganz anders aus weil hier die Feder über Umlenkungen auf den langen Hebel der Schwinge wirken muss...
Hier wäre dann meine Empfehlung für Deine Gewichtsklasse tatsächlich eine lineare 95Nmm Feder um bei 30% SAG einen guten Kompromiss aus Komfort, Feinfühligkeit und Leistungsreserve zu erhalten. Die progressive Wirkweise am Heck steckt schon in den variierenden Winkelfunktionen des Hebelwerkes der Schwinge...