Beiträge von merlin63

    das ist rein physikalisch leicht erklärt.

    Eine Klimamembrane, egal welcher Name drauf steht, ist nichts weiter als ein mikroporöses Material das Wasser nur in Form von Dampf durchläßt.

    Im Normalfalle ist, bedingt durch die Körperwärme, auf der Innenseite ein höherer Dampfdruck als auf der Außenseite. Folglich diffundiert Wasserdampf von innen nach außen. Die Funkton der Klimamembran wie wir sie kennen...

    Nun verändert sich aber die Situation grundlegend...- Das Obermaterial ist klitschnass und Du schaltest die Griffheizung ein.

    Das Wasser aus dem Obermaterial verdampft und es bildet sich außen ein höherer Dampfdruck als innen.

    Die Membrane arbeitet bestimmungsgemäß und lässt den Wasserdampf von aussen nach innen durch weil dort der niedrigere Dampfdruck anliegt.

    Dabei bleibt es solange bis der Druck beidseitig der Membrane ausgeglichen ist, was in der Praxis bedeutet, dass das Handschuhfutter genau so nass ist wie das Obermaterial...

    ...der Vricic ist natürlich auch ein Paradebeispiel für das was ich meinte. Die Nordseite mit den Kopfsteipflasterkehren genau so wie die Südseite mit den endlos aneiander gereihten, hakeligen Spitzkehren... - Ebenso gibt es etliche Beispiel im Piemont, Ligurien und den angrenzenden französischen Seealpen...

    Wer da eine kürzere Übersetzung fährt hat garantiert mehr Spaß an diesen Strecken...

    Die Probleme mit dem Tempomaten betrafen übrigens genau meine Baureihe, die RN57. Wenn Du die Übersetzung um 4,5% durch zwei Zähne mehr am Hinterrad verkürzt ist noch slles gut. Gehst Du auf 6,3% mit einem 15er Ritzel dann steigt der Tempomat nach 100m aus. Grund dafür ist der Abgleich zwischen vorderem und hinterem ABS Geber. Da ist die werkseitig eingestellte Toleranz offenbar zu gering...

    und meine modifizierte RN57 zieht inzwischen zwar gemächlich aber ohne Ruckeln im 4.Gang aus dem Standgas hoch... - und im 6. macht sie das immerhin auch noch ab etwa 30kmh

    Ich finde es schon sehr erstaunlich welches Potential ind diesen kleinen Trippel schlummert wenn er sauber eingestellt wird...

    im Alltagsbetrieb gebe ich Dir Recht. Da ist der Unterschied gering.

    Wenn Du aber auf hakeligen Bergsträßchen unterwegs bis, dann macht es sehr wohl einen Unterschied ob Du in den 1. runter musst um nicht Gefahr zu laufen abzuwürgen, oder ob sie im 2. noch feinfühlig am Gas hängt.

    Wenn mir die Elektronik und der TÜV dabei keinen Strich durch die Rechnung machen würden, wäre meine Sek.Übersetzung genau deshalb garantiert um 10% verkürzt.

    Das finde ich schon interessant...

    Bei der RN57 ist vorne ein Zahn weniger (-6,4%) schon zuviel.- Da steigt der Tempomat aus...

    Um dieses Leichtfüßige aus den Kurvel heraus kommen zu erreichen musste ich hinten zwei Zähne dazu geben (-4,5% von 45 auf 47) - das funtioniert noch tadellos.

    Letzteres ist sogar noch eintragungsfähig (max.5%)

    Jepp ist rosa... - eine 16er glaube ich war das. Eine relativ grobe also...

    auf dem Schlauch steckt ein Kanülenadapter (Bajonetverschluss zum schnellen Wechseln) den ich in eine Ringöse eingefasst habe die zum Einstellen über zwei M3 Verschraubungen gedreht und geneigt werden kann.

    Die Position bei 8Uhr hat sich über viele tausend Km sls optimal heraus kristalisiert. Dadurch, dass etwa 2-3 Zähne vor dem Eingriff das Öl aufgetragen wird hat es etwas Zeit durch die Zentrifugalkräfte nach außen zu wandern und beim ersten Kontakt mit der Kette schon da zu sein wo es gebraucht wird. Dadurch wird es optimal in die Kette eingearbeitet und die Ölmenge kann reduziert werden. Aktuell bin ich bei nur einem Pumpenhub (ca.0,2ml) alle 6km..

    Das potentielle Verletzungsrisiko dürfte wohl eher theoretischer Natur sein, da die (stumpfe) Spitze der Nadel mit einem Winkel von ca. 20 Grad auf das Kettenblatt aufliegt. Das gepaart mit der verdeckten Enbauposition sorgt dafür, dass man versehentlich garnicht dran kommen kann...

    Nur so als Anregung. Dank dieser Konfiguration mit einer stumpf geschliffenen Injektionsnadel mit Bajonetanschluss in Position 8 Uhr komme ich mit meinem McCoi-Öler auf eine Reichweite von ca. 4500km mit 100ml Öl.

    Die Kette ist ständig perfekt durchgeölt ohne das Hinterrad einzusauen.

    Die Nadel schleift ganz leicht auf dem Zahnkranz und bleibt auch beim Rückwärtschieben genau an ihrer Position.

    Beim Reifenwechsel und im Falle eines Falles ist die Nadel ohne Werkzeug sekundenschnell entfernt bzw. ausgewechselt.