Beiträge von merlin63

    Moin mein Bester,

    Deine Annahmen zur Auslegung der Gabelfedern sagen mir in aller Deutlichkeit, dass das Abstimmen von Fahrwerken für Dich Neuland ist...

    Bei direkt wirkenden Federn dieser Klasse kannst Du sie auch gleich durch eine Eisenstange ersetzen - den Unterschied würdest Du nicht merken...

    Deine Gewichtsklasse ist hier durchaus nichts Ungewöhnliches und viele von denen kommen noch mit einer ausgereizten Vorspannung der Serienfedern aus. - Wenn Du dennoch etwas umbauen willst, dann kommt für sportliche Fahrweise generell nur eine Linearfeder in Frage weil Du ein unverfälschtes Feedback vom Vorderrad brauchst. Für Deine 100kg würde ich empfehlen vorne Federn mit etwa bis 6 bis 7 Nmm einzusetzen und mit einem 7,5er Gabelöl zu kombinieren. ( x2 bedeutet das 12-14 Nmm - jeder mm zusätzlicher Vorspannung kann also eine Gewichtskraft von ca. 12 -14 kg kompensieren...) Bei noch härteren Federn hättest Du keine Chance mehr den statischen SAG auf sinnvolle 30% einzustellen.

    Bei der Hinteren (für eine sinnvolle Grundabstimmung erst einmal viel wichtiger) sieht die Welt schon ganz anders aus weil hier die Feder über Umlenkungen auf den langen Hebel der Schwinge wirken muss...

    Hier wäre dann meine Empfehlung für Deine Gewichtsklasse tatsächlich eine lineare 95Nmm Feder um bei 30% SAG einen guten Kompromiss aus Komfort, Feinfühligkeit und Leistungsreserve zu erhalten. Die progressive Wirkweise am Heck steckt schon in den variierenden Winkelfunktionen des Hebelwerkes der Schwinge...

    ...sag ich doch "Säuglingsstatus"...


    Ein bisschen (allgemein) politisch muss man an die Sache leider doch heran gehen...: Unser Staat hat jährliche Steuereinnahmen von ca. 75 Milliarden aus dem Verkauf von Kraftstoffen zzgl. noch einmal ca. 60 Milliarden aus KFZ-Steuer (jeweils nur PKW). Das Gesamtaufkommen über alle Fahrhzeugklassen dürfte mindestens beim Doppelten, wenn nicht beim Dreifachen liegen.

    Wäre in der Politik der Wille zur Veränderung vorhanden und nicht nur ein als Werbeplakat vor sich her getragenes Lippenbekenntnis, dann ließe sich schon mit einem Bruchteil dieser Einnahmen sehr viel bewegen...

    Der Anteil der E-Fahrzeuge bei den Neuzulassungen 2025 lag hierzulande bei 29% - der in Norwegen bei 96% ... - woran das wohl liegen mag...🤔

    Auch wenn sich das alles schon ein wenig überzogen anhört, kann ich mich Norbert's Aussagen nur anschließen.

    Eigentlich tut er ja nichts anderes als die blumigen Werbeaussagen etwas sarkastisch zu zerpflücken... - man könnte damit noch weiter ins Detail gehen und feststellen, dass kein Mensch der seine Sinne halbwegs bei einander hat eine LiIo-Batterie für den Antrieb verwenden würde... - Da kommen LiFePo4 oder vieleicht noch LiMgn Zellen zum Einsatz. Alles Andere wäre im wahrsten Sinne des Wortes "brandgefährlich"

    Die Tatsache, dass ein moderner Bruschlessmotor mit seinem Wirkungsgrad von bis zu 98,5% und vollem Drehmoment schon ab der ersten Umdrehung jedem Verbrenner (36-39% Wirkungsgrad) haushoch überlegen ist, muss man nicht mehr diskutieren...

    Das Problem dieser Antriebe ist einfach die mangelnde Energiedichte (ca. 20-25% von Benzin) aktueller Akkus und die bescheidene Infrastruktur zum Laden.

    Spannend könnte es werden, wenn z.B. die Ingeneure von Toyota es schaffen die Entwichlung ihrer Feststoffbatterie mit einer etwa um das 3fach höheren Energiedichte zur Serienreife zu bringen und sie für die gesamte Bandbreite von Anwendungen ausrollen...

    Wenn dann in so einer Zero DRZ/X bei gleichem Gewicht keine 17KWh mehr verbaut sind sondern round about 50KWh mit zudem noch deutlich kompakterer Bauform.

    Wenn damit dann die Reichweite in den Bereich um die 500km kommt und ein Aufladen mit bis zu 2 MegaWatt innerhalb von 5 min. möglich ist, dann wird es wirklich spannend...- vorausgesetzt es wird eine ähnliche Dichte der Lade-Infrastruktur geschaffen wie z.B. Norwegen sie dank konsequenter Entwicklung heute schon hat und der KWh-Preis an Ladestationen nicht mehr zum Gelddrucken mißbraucht wird, sondern dem realen Gegenwert entspricht...

    Bis dahin bleibt es leider beim blumigen Schönreden einer Technologie die gerade mal den Säuglingsstatus hinter sich hat...

    also so pauschal würde ich das jetzt nicht einfach abtun... Auch wenn ich selber immer noch emotional bei den Verbrennern bin - ich hatte letztes Jahr die Gelegenheit eine Probefahrt mit einer Zero DSR/X zu machen. Mal abgesehen von einer nicht bestreitbaren Ähnlichkeit mit der Tracer... - die 48Ps klingen noch recht harmlos, aber gepaart mit den fast 230 Nm ist das eine Macht... - und macht richtig Spaß!

    Man muss es nicht mögen ohne Knattern und Benzingestank, aber zu bestreiten, dass Das ein richtig ausgewachsenes Motorrad ist wäre einfach gelogen.

    Und wenn ich mir den Durchschitt der KM/pa. hier anschaue kann ich über das übliche Totschlag-Argument der fehlenden Reichweite auch nur noch schmunzeln....