Beiträge von merlin63

    Deine Meinung, Deine Entscheidung...

    Nachdem ich über die Jahre feststellen musste, dass es, ins Besondere unter den Vertragshändlern, immer weniger ernst zu nehmende, seriöse Zweiradmechaniker, aber immer mehr geldgierige Scharlatane gibt, war die Konsequenz naheliegend...

    Wenn Dir ein an den Lenkkopf tickender Bowdenzug als defektes Kopflager für € 500,- untergejubelt wird, oder Dir absolut maßhaltige Bremsscheiben als verschlisse mit Reparaturbedarf von € 800,- erklärt werden, bei der 2-Jahresinspektion aber nicht einmal die Bremsflüssigkeit gewechselt wurde, etc., etc., etc.

    Irgendwann ist dann einfach der Punkt erreicht an dem es knallt und man die Schnauzze voll hat!

    Ich warte und pflege meine Möpis inzwischen seit guten 25Jahren nur noch selber sauber und gewissenhaft nach Wartungsplan und WHB, habe seither 9Stk. davon wieder verkauft (meist im Freundes- und Bekanntenkreis) und habe nicht einmal eine Rückmeldung bekommen, dass irgendwas nicht in Ordnung gewesen wäre...

    Mir geht es nicht darum mit Gewalt sparen zu wollen, sondern darum nicht verarscht zu werden - und ich habe den Anspruch sicher sein zu können, dass das Bike von dessen zuverlässiger Funktion mein Leben abhängt, sich in absolut makellosem, perfekten Zustand befindet!

    Ein Gefühl dass ich mit einer einzigen (markenfreien) Ausnahme schon lange bei keiner Werkstatt mehr hatte...

    ...ob digital oder nicht ist vor dem genannten Hintergrund doch völlig belanglos...

    Wenn ich mich entschließe die Wartung weitgehend selber zu erledigen, dann nützt es mir herzlich wenig, dass ein Vertragshändler alles digital eintragen kann.

    Will ich für mich oder einen späteren Nachweiis für einen eventuellen Verkauf eine Dokumentation der ausgeführten Wartungsarbeiten haben, dann komme ich an ein bisschen Papierkram nicht herum...

    Genau so mache ich das schon eine gefühlte Ewigkeit...

    Kann ich voll und ganz nachvollziehen.

    Bei mir standen zeitweilig auch bis zu sechs Möpis in der Garage... - von Husquarna TE510 bis FJR 1300 - jedes Einzelne ganz speziel für einen bestimmten Zweck...

    Inzwischen hab ich aber den Fuhrpark auf nur eine einzige Tracer 900GT RN57 reduziert und was soll ich sagen...- mir fehlt NIX!

    Mit ein paar kleinen aber feinen Modifikationen und konsequentem "Gewicht machen" ist es die kompletteste eierlegende Wollmilchsau die ich kenne...

    Vom rabiaten Angasen und Knieschleifen bis gemächlich dahin gleiten, vom gemütlichen Cruisen über leichtes Schottern bis zum 5.000km Marathon... Sie kann es einfach!

    Vielleicht gönne ich mir gelegentlich noch mal einen zweiten Radsatz damit das Anpassen schneller und einfacher wird...🤔

    Mal völlig unabhängig von der Schuldfrage in so einer Situation. Wenn ich kaltschnäutzig genug bin gelingt mir so eine Aktion auch mit ABS. Die Kiste mit dem Vorderrad überziehen und gleichzeitig kurz einmal hinten reinhacken. Bevor das ABS reagiert hab ich auf die Art längst den Gripp am Hinterrad abgerissen und die Kiste fliegt...

    Etwas völlig Anderes ist es wenn ich am Schottern bin. Da setze ich (bei abgeschaltetem ABS) das blokierende Hinterrad gezielt für kontrollierte, harte Richtungswechsel ein, oder ich lasse es mit deaktivierter TC einfach mal fliegen...

    Im Grundsatz gebe, oder besser gesagt "gab" ich Dir da durchaus recht. Es gibt schon noch eine Reihe "echter" Motorräder die im Gegensatz zur E-Fraktion bei mir diesen Wollen-haben-Reflex auslösen...

    Wobei ich sagen muss, dass Geschwindigkeit mich schon lange nicht mehr interessiert. Die Zeiten als ich auf dem Kringel noch an der 300er Marke gekratzt hab sind Geschichte.

    Anderer Seits begeistern mich pure Kraft und spielerisches Handling nach wie vor und... - auch wenn's vielleicht abstrus klingen mag. Sollte ich mir für meine RN57 noch mal einen anderen Auspuff gönnen, dann nur weil der nochmal 10dB leiser ist als das Original. - Ich hab einfach null Bock mehr darauf mir irgendwann selbst auf den Keks zu gehen.

    Emotionen weckt bei mir das Fahren selbst und nicht der Krawall den ich dabei mache - der nervt mich selber...

    ...in der Praxis wohl eher ein

    "BUMMS"Dings...🤣🤣🤣

    Aber mal im Ernst: Spätestens seit ich erlebt habe wie so eine sch*** Zero aus der Spitzkehre raus mit 'nem müden Grinsen eine Duc Monster hat stehen lassen kann ich mich für die Technik schon begeistern... - für die aktuellen Akkus aber eben nicht.

    Wie ich schon sagte - ab 500Wh/kg wird es langsam interessant - aktuell sind wir bei 100 bis 150...🤢 - nur zum Vergleich: Benzin liegt bei ca. 11Kwh/kg. Da nützt mir dann auch der exorbitant hohe Wirkungsgrad des E-Motors nicht viel wenn das Bike nach 100km stehen bleibt...

    ?... vom ABS Sensor🤔

    Du schmeißt da gedanklich glaube ich gerade TC und ABS durcheinander...

    Das ABS bekommt sein Regelsignal ausschließlich vom Radsensor und es ist völlig wurscht wie schnell oder langsam dann das andere Rad sich dreht. Wenn (berechnet aus Radumfang und Sensorimpulsen) eine zu geringe, oder keine Drehbewegung anliegt macht das ABS für das betroffene Rad den Bypass auf.

    Die Regelcharakteristik entspricht dabei dem durchschnittlichen Reibwert der Bereifung auf trockener Fahrbahn. Bei einem KurvenABS wird zusätzlich über ein Gyroskop die Querbeschleunigung ermittelt und die Regelung entsprechen des schlechteren Kraft / Reibwert Verhältnises in Schräglage nachjustiert.

    Umgekehrt lässt sich, ins Besondere bei Enduros sowohl die TC als auch das ABS aber auch radspezifisch getrennt regeln, bzw. ganz abschalte, was im schwierigen Gelände (über)lebenswichtig sein kann um, gerade auf losen Untergründen die überbordende Kraft gezielt für die Fahrdynamik nutzen zu können...

    bei Letzterem gehe ich absolut konform...

    Mein alter Diesel allerdings ist noch ein sehr Neuer und wird mich ganz sicher noch lange begleiten.

    Ein E-Auto kommt bei mir erst auf den Hof wenn bei der Energiedichte der Akus ein Wert um die 500Wh/kg, und damit Reichweiten > 500km zum Standard geworden sind.