Beiträge von Aron52

    Zwei Fragen hätte ich noch:


    - Ich habe (da mit Ölfiltertausch) etwa 3,1 bis 3,2 l Öl aufgefüllt. Der Ölstand ist, wenn korrekt gemessen, aber knapp über dem max-Strich...

    Ist das schlimm? Nach der 1000 km Inspektion war der eher im unteren Drittel des Schauglases (?)...


    - Ist bei euch der Abstand von Gabel zu Kühlerverkleidung auch rechts und links leicht unterschiedlich? Ich meine rechts wäre es etwas weniger Abstand als links. Aber da auch der Kühler und die Blinker nicht ganz mittig sitzen bzw. selbst der Rahmen von vorne betrachtet nicht symmetrisch ist, gehe ich mal davon aus, dass das normal ist, oder?


    Sieht zumindest auf Bildern von vor dem Sturz auch so aus, ist mir aber natürlich nie aufgefallen.

    Kleines Update:

    Nach ein paar Probefahrten sieht alles soweit gut aus.


    - Deckel Kurbelgehäuse: Optisch von außen alles dicht, keine ungewöhnlichen Geräusche, Motor läuft einwandfrei auch unter Volllast in den Begrenzer (natürlich erst nach ca 10 min Fahrt getestet).

    Lediglich beim Kaltstart tickert der Motor die ersten Sekunden / Minute. Das war aber glaube ich vorher auch schon, und der CP3 ist ja bekannt dafür nicht immer zu 1000 % seidenweich zu laufen. Das macht ihn ja auch aus, beunruhigt mich also nicht. Kommt auch eher von den Ventilen als von der Lichtmaschine, da gibt es gar keine Geräusche wenn man das Ohr hinhält.


    Zudem sieht das Öl im Schauglas gut aus (nicht sofort schwarz oder milchig oder metallisch schimmernd) und der Kühlmittelstand im Ausgleichsbehälter ist unverändert. Der Lüfter springt irgendwo zwischen 95 und 103 Grad Kühlwassertemperatur an und kühlt dann auch runter auf etwa 93-94 Grad. Passt also auch.



    - Bremse: Der Trick, den Bremshebel mal ganz angezogen zu fixieren über mehrere Stunden/Tage scheint auch funktioniert zu haben.

    Durch den dadurch dauerhaften Druck im Bremssystem hat sich wohl die Luftblase, die wahrscheinlich im ABS Modul saß, gelöst. Auf der ersten Probefahrt am Freitag Nachmittag war es noch nicht ganz so toll, daher habe ich das ganze nochmal wiederholt. Gestern hat es sich dann wieder wie vor dem Sturz angefühlt beim Bremsen, auch die eine oder andere Vollbremsung habe ich gemacht. Das ABS greift voll rein und die Blinker machen ihre Disco, wenn man über 60 oder 70 fährt. Das ist für mich das Zeichen, dass ich in die Bremse vertrauen kann. Hinten war es schon immer so, dass das ABS recht früh gegriffen hat und die Bremswirkung nicht zu vergleichen ist mit vorne. Ist ja auch logisch und bei allen KFZ so.

    Fazit: Entlüften werde ich sie wahrscheinlich trotzdem mal, aber es fühlt sich jetzt wieder gut und vertrauenswürdig an.



    -Gabel / Lenker: Da ich gelesen habe, dass sich die Gabel gerne mal verspannt nach einem Sturz, wollte ich das sicherheitshalber auch mal prüfen. Da es kein riesen Aufwand ist, die Gabel mal zu entspannen, habe ich das gestern gemacht.

    Wenn mechanisch im Inneren irgendwas sein sollte, bekommt das ja sowieso nur eine Werkstatt hin. Aber zumindest die einfachen Sachen kann man ja selbst erledigen, und der KI-Modus von Google ist da auch wirklich gut. Nicht so wie ChatGPT...


    Zuerst habe ich die Sturzpads der Vorderachse gelöst, dann die Klemmschraube am rechten Gabelfuß gelockert (6 mm Inbus) nichts ganz raus drehen!).

    Anschließend die Achse lockern (19 mm Inbus) auch nicht raus drehen!) und dann die untere Gabelbrücke lockern (6 mm Inbus, auch nicht raus drehen, nur lockern!). Dabei habe ich gespürt und gehört, dass sich beim Lösen der Schrauben etwas entspannt hat. -> Gutes Zeichen

    Wichtig ist, dass oben an der Gabel nicht gelöst wird.


    Das Motorrad kann auf dem Seitenständer bleiben oder hinten aufgebockt werden. Vorne sollte immer belastet sein, also nicht in der Luft.

    Jetzt ein paar mal (4-6 mal) die Vorderradbremse ziehen und vorne kräftig einfedern. Bei mir hat die Gabel dabei "Atemgeräusche" gemacht, was wohl von den Luftkammern kommt und so sein soll.


    Jetzt die Achse mit 65 NM festziehen, danach die untere Gabelbrücke gleichmäßig mit 23 NM festziehen (nicht eine ranknallen und dann die nächste, schön gleichmäßig immer wieder jede Schraube etwas fester ziehen).

    Wichtig: Wirklich mit einem funktionierenden Drehmomentschlüssel arbeiten, wenn man hier zu sehr anzieht kann man viel kaputt machen.


    (Aus eigener Erfahrung vor ein paar Jahren rate ich dazu, den Drehmomentschlüssel vor dem Benutzen zu testen, in die Richtung in der man ihn nutzen will. Manche gehen nämlich nur bei Rechtsgewinde, das musste ich bei der Kupplung an der Duke 125 lernen... die Spezialmutter war ein Links-Feingewinde... welches nach dem Festzieh-Versuch nur noch gebröselt hat... zum Glück war die Welle halbwegs heile und konnte mit einem dann extra gekauften Gewindeschneider gerettet werden. Die Mutter gab es zum Glück für einen schmalen Taler.)


    War ein bisschen fummelig mit diesem kleinen Spoiler unter dem Standlicht, hat aber geklappt. Ist das bei euch auch so, dass der Spoiler die oberen Schrauben minimal verdeckt, wenn man mit dem Inbus dran will?


    Zum Schluss noch unten die Klemmschraube ebenfalls mit 23 NM fest, fertig.


    Dann habe ich das Vorderrad gegen eine Wand gelehnt (zuerst rechts, dann links) und in beide Richtungen mit mäßiger Kraft vorsichtig den Lenker dagegen gedrückt. dabei gab es auch einmalig ein Knacken, was auf gelöste Verspannung im oberen Gabelbereich hindeutet. Kam danach auch nicht mehr.



    Jetzt musste ich das Spiel mit der unteren Gabelbrücke nochmal machen, da ich dort evtl. wieder eine Verspannung rein gebracht habe. War dann aber unauffällig.


    Das Motorrad fährt gerade, gleichmäßig und sicher (und sieht auch so aus), daher bin ich beruhigt.

    Alles, was jetzt noch sein könnte (Verspannungen, Haarrisse im Rahmen, ...) ist ziemlich unwahrscheinlich und evtl. sogar nur Einbildung.

    Wenn sich was ändert, lasse ich euch das wissen.

    Dann könnte man das aber auch an den Kunden halbwegs kommunizieren... Ich habe jetzt 3 Wochen gewartet und hätte gleich das originale Rücklicht bei der Bestellung in Japan mitbestellen können. Vor über 2 Wochen habe ich per E-Mail angefragt ob der Termin realistisch ist und gehalten wird, keine Antwort...


    Und heute, an dem Tag an dem es verfügbar sein sollte, springt es auf "nicht mehr vorrätig"... letzte Nacht gegen 1 Uhr hatte ich noch auf die Webseite geschaut, da stand noch "erscheint am 26. Juni 2026"...


    Nachdem ich auf meine Mail von vor ca 2 Wochen keine Antwort bekommen habe, gehe ich ehrlicherweise davon aus, dass es keine Bestellungen per E-Mail gab...



    Egal warum es nicht bestellbar ist, die fehlende Kommunikation mit Kunden ist sehr schwach...

    Da habe ich in der letzten Woche bestimmt schon 10 mal angerufen. Die Öffnungszeiten des Shops sind laut Webseite Mo-Fr von 14-16 Uhr... auch in dieser Zeit habe ich angerufen.


    Es geht aber jedes, wirklich jedes Mal derselbe Anrufbeantworter ran: Sie können aktuell keine Anrufe entgegen nehmen und verweisen auf die E-Mail bzw das Kontaktformular. Dann wird der Anruf beendet.


    Auf Nachrichten per E-Mail und Kontaktformular keine Rückmeldung...

    So... heute sollte das Rücklicht für die RN87 eigentlich verfügbar sein.

    Stattdessen:


    Hat jemand weitere Infos dazu? Die Firma erreicht man telefonisch gar nicht und Mails / Anfragen über das Kontaktformular sind unbeantwortet...

    Achso, kleiner Tipp: Solche Bauteile wie den Deckel, aber auch den Stator, Rotor, usw usw kann man sehr gut über den Yamaha Ersatzteilaktalog finden, da gibt es wirklich alles was eine Teilenummer hat. Leider nicht wirklich jedes einzelne EInzelteil, der Rotor zB ist immer die gesamte Baugruppe.


    Diese Teilenummer dann (wenn man ein paar Wochen Zeit hat) auf der Webseite Webike eingeben. Rotor und Stator würden bei einem offiziellen, deutschen Händler insgesamt über 1.000 € kosten... bei Webike circa 300 (Versand und Steuer/Zoll kommt dann noch oben drauf, aber das sind vielleicht 100 €). Es sind exakt dieselben Teile, Etiketten mit Yamaha Logo und Adresse. Typisch japanisch ist alles penibel und absolut sicher verpackt.


    War jetzt meine zweite Bestellung bei Webike, kann ich wärmstens empfehlen. Der Deckel hat zB keine 90 € gekostet, in DE wären es 250 gewesen...

    Jetzt entweder ein paar Stunden / Über Nacht warten, oder schonmal Kühlmittel wieder auffüllen. Wenn man das Alte verwendet, beim Einfüllen filtern. Ich habe einen normalen Kaffeefilter genommen, reicht völlig aus. Dauert aber recht lang...

    Wenn das Kühlwasser oben überlaufen will, stoppen mit Einfüllen.

    Die Schläuche "kneten" / zusammendrücken, das Motorrad etwas neigen / kippen in beide Richtungen, damit die Luft aus dem Kreislauf kommt und die Luftblasen nach oben steigen können. Somit entlüftet man das Kühlsystem schonmal ganz gut.


    Das ganze so lange machen, bis keine Luftblasen mehr kommen und das Kühlmittel nicht weiter absinkt. Es sollte oben anstehen bzw. sichtbar sein.


    Spätestens jetzt: aufhören. Wenn seit dem Deckeleinbau bereits ein paar Stunden vergangen sind (2 sollten es schon sein, damit die Dichtmasse halbwegs härtet / trocknet), kann bereits Öl aufgefüllt werden (3,2 L wie im Handbuch beschrieben (mit Ölfilterwechsel).


    Nicht mehr als 3,2 L befüllen, lieber mit 3 oder 3,1 L und des rest dann vor dem Motorstart.


    Mit dem Motorstart sollte man am besten über Nacht warten, mindestens aber 7 Stunden. Dann ist alles ausgehärtet getrocknet. Mit Vollgas / Volllast mindestens 24 Stunden warten, einfach zur Sicherheit.


    Kühlmittel Deckel kann offen bleiben, aber gegen Staub/Schmutz etwas abdecke oder den Deckel locker drauflegen



    Am nächsten Tag ist evtl. weitere Luft aus dem Kühlsystem entwichen, ggf. also auffüllen.

    Jetzt kann der Motor gestartet werden (Kühlmittel-Deckel OFFEN!), 1-2 min Motor laufen lassen und regelmäßig Kühlmittel nachfüllen, wenn der Füllstand absackt. Motorrad am besten auch während der motor läuft leicht neigen / bewegen, um die Luft aus dem System zu holen.


    Nach spätestens 2 min: Motor aus. Kühlmittelstand voll auffüllen, dann kann der Deckel zu und die Verkleidung dran.


    Jetzt einmal den Motor so lange laufen lassen, bis er betriebswarm ist (3-5 min). ggf. kleine, kurze Probefahrt machen. Anschließend Ölstand kontrollieren (der ist ziemlich sicher vorher viel zu hoch gewesen, da das System (Ölfilter) noch nicht vollgesogen ist).

    Jetzt sollte er aber passen.



    Nochmal jetzt und in den nächsten Tagen alles auf Dichtheit prüfen, am besten mit einem Tuch und Taschenlampe, wenn etwas undicht ist muss das natürlich behoben werden. auch immer auf den boden achten, ob etwas tropft oder so. Kühlmittel könnte übergeschwappt sein, das immer vor dem erneuten Zerlegen prüfen bzw. nach dem Zusammenbau alles reinigen. Dann sieht man genau, wenn was undicht ist).





    Zu meinem konkreten Fall: der CP3 hat kurz orgeln gebraucht, ging dann aber an (beim zweiten mal starter drücken, mit etwas gas geben). Dann lief er aber ganz sauber und ohne unnormalen geräusche (die vorher nicht da waren).



    Hier noch ein paar bilder:


    Zustand vorher:



    WaPu demontiert:



    WaPu, Schrauben und Skizze:

    mt09.de/forum/core/attachment/46136/



    Deckel offen (oben rechts überhalb der LiMa sieht man den Bolzen, den es herausgezogen hat):



    Alter Deckel von innen:



    Schleifspuren am Polrad (ungereinigt, Fingerspuren von mir):


    ... und am Stator (markierte "Brücken" habe ich vor dem einbau so gut es ging entfernt):




    gereinigtes Polrad (sichtbare Spuren sind so gut wie nicht fühlbar):



    Beim zusammenbau kurz bevor der deckel drauf kam:



    Zustand danach, Sturzpad von GSG kommt neu:

    4. Vor dem Wiedereinbau:

    Jetzt kann man begutachten, wie das da drinnen aussieht :) Ich musste zwar feststellen, dass der Rotor und der Stator leichten Kontakt hatten (siehe Bilder), aber mehrere KFZ-Mechaniker aus meinem Bekanntenkreis meinten, dass es nicht dramatisch ist und wieder zusammengebaut werden kann. Die Wicklungen sahen einwandfrei aus, und das mit Bremsenreiniger gesäuberte Polrad hatte auch keine deutlich spürbaren Riefen / Kratzer / Materialabtragungen. Am Stator habe ich die auf dem einen Bild markierten "Brücken" soweit es ging vorsichtig entfernt. War geschmolzener Konststoff und Ablagerungen aus dem Motoröl. Kommt wohl vom Kupplungsabrieb und ist normal, dass sich das da absetzen kann. Diese entfernbaren Ablagerungen waren auch am Polrad.


    Zudem war im Deckel eine von den drei Haltern / Führungen des Stators abgebrochen. Da der Deckel aber sowieso Schrott ist, war auch das nicht schlimm. Das abgebrochene Stück war zudem noch an Ort und stelle und hatte sich nicht im Ölkreislauf verteilt. Sonst wäre evtl. mehr Schaden entstanden. Glück gehabt.


    Jetzt legt man beide Deckel nebeneinander und zieht alles um, wenn man einen neuen verbaut. An der Befestigung des Stators gibt es einen kleinen Passstift, den sollte man in den neuen Deckel setzen, zudem darauf achten dass die alten Passhülsen zwischen Deckel und Motorblock gleich wieder in den Motorblock gesteckt werden. Manchmal kommen die nämlich mit raus.



    Bevor es weiter geht: rechts oberhalb der LiMa sitzt ein Nebenantrieb, keine Ahnung wofür. der ist über Zahnräder verbunden, bei mir war dieses Zahnrad aus der Halterung bzw. der Bolzen hatte sich gelöst. Gegebenenfalls muss der Rotor an der Kurbelwelle mit einer 19er Nuss gedreht werden (Gang Neutral!), um das Zahnrad wieder exakt über das Loch für den Bolzen zu bekommen. Das Zahnrad sollte sich nur nach vorne und hinten schieben lassen, also gerade zu sich her und von einem weg. Nicht seitlich (bzw. In Fahrtrichtung bzw gegen Fahrtrichtung des Motorrads)!! Ein Loch im Deckel befestigt dann den Bolzen von der anderen seite.


    5. Einbau:


    Die Dichtflächen an deckel und Motorblock müssen absolut öl- und fettfrei sein! Mit einem sauberen, fusselfreien Tuch und Bremsenreiniger säubern und nicht mit den FIngern darauf rumtapsen.


    Die Gummitülle habe ich mit etwas Dirko HT Dichtmasse (schwarz) bestrichen, nachdem ich sie gereinigt hatte. Ob das zwingend nötig ist, weiß ich nicht. Aber ab Werk war da auch etwas Dichtmasse dran.

    Ggf. kann zudem an den beiden Trennstellen des Motorblocks (rechts und links an der Dichtfläche des Deckels, da wo oberer und unterer Teil des Motorblocks zusammenkommen) auch minimal Dichtmasse drauf, aber nur ein Stecknadelkop groß.


    Die neue Dichtung hat auch etwas weiße Dichtmasse drauf...




    Beim Einbau vom Stator und Sensor inkl. Blech: die Schrauben vorher säubern und mit etwas Loctite mittelfest versehen. Dann den Stator so aufsetzen, dass der kleine Passstift passt :) Und mit 10 NM anziehen.

    Wie gesagt darauf achten, dass das Kabelleitblech der Wölbung des Deckels folgt, Das Kabel zwischen Deckel und blech liegt und das Blech nicht Richtung rotor zeigt! Das ist etwas gefummel, da der Sensor und das Blech sich magnetisch anziehen und das Blech auf die Halterung des Sensors muss (Da die Sensorhalterung eine Passung hat, die ins Schraubenloch passt).

    Alle 5 Schrauben mit 10 NM anziehen und dann den Deckel vosrichtig hängen lassen bzw. am besten irgendwo ablegen (Karton/Hocker von eben).


    Jetzt kann die neue Dichtung drauf, durch die zwei Passhülsen kann man sie nicht falsch herum nehmen.


    Es empfiehlt sich, wie Triple/one geschrieben hatte, sich Führungsbolzen zu basteln. Ich habe drei M6 Gewindestangen mit etwa 8-12 cm Länge genommen und rechts, links oben und links unten eingeschraubt.

    Die Dichtung wollte zwar auch abhauen, aber mit Geduld bekommt man die schon gebändigt :)


    Wenn jetzt soweit alles passt (und die Gummitülle wieder in der Halterung im Deckel sitzt sowie alles innen verbaut ist und gut aussieht), kann der neue Deckel über die Führungsbolzen angesetzt werden.


    ACHTTUNG: Hände / Finger WEG zwischen Deckel und Motorblock! Niemals zwischen die zwei Bauteile greifen! Zur Not lieber den Deckel nochmal komplett abnehmen.

    Vorsichtig und gleichmäßig gerade richtung motorblock schieben, am besten an den Gussnippeln außen am Deckel. Ein paar cm bevor der Deckel am Motorblock ist, zieht die Magnetkraft wie bereits erwähnt den Deckel zum Motoblock hin. Diese Kraft nicht unterschätzen!


    Ich wusste, was kommt, und war trotzdem überrascht. Glücklicherweise hat sich durch die Gewindestangen / Führungsbolzen / Montierhilfen ( :D ) nichts verkantet, es wurde nichts beschädigt.

    Den letzten Rück, damit der Deckel komplett an der Dichtung bzw. am Motorblock liegt, muss man mit etwas nackeln und leichtem Druck machen. KEINE GEWALT! Vermutlich muss der erwähnte Bolzen des Zahnrads rechts überhalb der LiMa seinen Weg in das Loch im Deckel finden.


    Wenn der Deckel dann komplett aufliegt, alle Schrauben , die nicht mit in der WaPu sind, leicht handfest anziehen. Noch nicht festschrauben.

    Eine oder zwei Schrauben der unteren Schrauben am Deckel hatten ebenfdalls Schraubensicherung dran.

    Generell gilt: überall da, wo Schraubensicherung zu sehen ist, diese beim Einbau erneuern.


    Jetzt kann die WaPu wieder zusammengebaut werden, hier wieder darauf achten, dass nichts verkantet und gerade mit leichtem Druck aufsetzen. ggf. bzw. wenn möglich vorher die Dichtringe neu machen, wenn sie neu aussehen kann man sie aber auch wiederverwenden.

    Es empfiehlt sich natürlich auch hier, gerade die Dichtflächen vor dem zusammenbauen zu reinigen.


    Wenn alles passt und gut aussieht (plan aufliegend, keine Spalte mehr), die WaPu wieder zusammenschrauben (bei der Ablassschraube einen neuen Kupferdichtring verwenden! 6mm x 10 mm oder 6 x 11) und auch maximal handfest anziehen, nicht mehr.


    Jetzt einmal checken ob alles, was man ausgebaut hat, auch wieder eingebaut ist. Wenn ja, Die Schrauben mit maximal 12 NM ÜBER KREUZ anziehen. Also NICHT eine fest anziehen, dann die nächste usw.

    Sondern schön gleichmäßig eine Schraube eine halbe oder viertel Umdrehung anziehen, dann bei der gegenüberliegenden Schraube dasselbe uns. (also über kreuz, gleichmäßig anziehen).

    Wenn alle Schrauben soweit passen, noch einmal checken: Nochmal mit dem Drehmomentschlüssel jede Schraube prüfen, am besten mitzählen und auf der Skizze abhaken.


    Wenn das passt, kann der Kühlmittelschlauch wieder drauf. Tipp: nicht ganz bis zur markierung schieben, sondern einen kleinen Spalt luft lassen. Beim festziehen der Klemme wird der Schlauch gequetscht und kommt so noch etwas nach.


    Spätestens jetzt kann der Dichtring der Ölablasschraube erneuert werden und die Schraube angezogen werden (43 NM), ebenso der neue Ölfilter (17 NM). Das Motorrad sollte jetzt wieder vollkommen dicht sein.