Beiträge von Carola2024

    Da brauchst Dir keine Sorgen machen. Ich habe an meiner GT+ auch diese billigen Gitter dran und habe in 07/2025 rund um den Gardasee bei rund 35-40°C Aussentemperatur die Tracer auf kurvigen Bergstraßen geprügelt. Die Motortemperatur war nie ein Problem. Die Reifen fingen hingegen irgendwann an zu schmieren.

    Man muss bedenken, dass die Motorräder ja schließlich auch in viel wärmeren Breitengraden verkauft werden .... und die Leute dort machen auch diese Aliexpress-Gitter schließlich auch dran. Das wird von den Fahrzeugherstellern schon in der Entwicklung berücksichtigt.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es hochpreisige Vorderrad-Bremszylinder gibt bei denen man diese Vorspannung am Bremszylinder selbst einstellen kann. Die technisch einfachere Variante wäre aber es über den Bremshebel machen zu können. Bei meinen Motorrädern kann man an keinem der vorderen Bremszylinder diese Vorspannung einstellen, sondern es entspricht der hier beigefügten Grafik, die auch gleichzeitig sich mit dem Aufbau aus dem Werkstatthandbuch meiner Tracer 9 GT+ weitestgehend deckt:

    Da gibt es nichts, was Du am serienmäßigen Handbremsbremszylinder hinsichtlich Schnüffelspiel und Druckpin einstellen kannst. Es gibt aber vielleicht Aftermarket-Handbremshebel, die eine Einstellung erlauben.

    Dass der Druckpin bereits leicht eingedrückt wird, wenn man die Bremshebel montiert, ist normal. Das ist so vorgesehen. Aber da sollte noch kein spürbarer Druck an den Bremskolben anliegen.


    Aber das von Dir beschriebene Problem ist eindeutig nicht normal. Weil wenn beim langsamen Ziehen des Bremshebels es keinen Druckpunkt aufbaut (und beim schnellen Ziehen hingegen doch), deutet ja eindeutig darauf hin, dass die Bremsflüssigkeit an einer Dichtung vorbei fließen kann. Ich tippe auf eine im Hauptbremszylinder.


    Hier übrigens eine Ki generierte Antwort zum Thema "Schnüffelspiel":


    Das Schnüffelspiel bei einer Vorderrad-Motorradbremse ist nichts, das man einstellen kann oder muss.


    Was ist das Schnüffelspiel?

    Das "Schnüffelspiel" (oder oft auch als "Bremsflüssigkeitsschnüffeln" oder "automatische Nachstellung" bezeichnet) ist ein physikalisch bedingter, normaler Vorgang im Bremssystem. Es beschreibt den winzigen Rückzug der Bremsbeläge von der Bremsscheibe, nachdem der Bremshebel losgelassen wurde.

    Dieser Rückzug wird hauptsächlich durch zwei Mechanismen bewirkt:

    1. Elastizität der Dichtungen im Bremssattel (Kolbenmanschetten): Wenn der Bremsdruck aufgebaut wird, verformen sich die Vierkantdichtungen, die die Bremskolben im Bremssattel abdichten. Wenn der Druck nachlässt, federn diese Dichtungen in ihre ursprüngliche Form zurück und ziehen dabei die Kolben ein kleines Stück mit sich.
    2. Leichter Rückzug der Bremsscheibe: Die Bremsscheibe selbst kann sich minimal verwinden oder Vibrationen haben, die ebenfalls zu einem minimalen Abstand zwischen Belag und Scheibe führen.

    Warum gibt es das Schnüffelspiel?

    Es ist absolut notwendig, um:

    • Freigängigkeit der Bremse zu gewährleisten: Ohne diesen minimalen Abstand würden die Bremsbeläge ständig leicht an der Scheibe schleifen, was zu Überhitzung, vorzeitigem Verschleiß und unnötigem Bremswiderstand führen würde.
    • Wärmeausdehnung zu kompensieren: Bei Erwärmung dehnen sich Scheibe und Beläge aus. Das Schnüffelspiel verhindert ein Festklemmen.

    Was passiert, wenn es "nicht passt"?

    Es gibt eigentlich kein "nicht passendes" Schnüffelspiel, da es sich um eine physikalische Eigenschaft des Systems handelt. Probleme, die mit dem Abstand der Bremsbeläge zur Scheibe zusammenhängen, sind eher Indikatoren für andere Defekte:

    • Bremsbeläge schleifen ständig:
      • Kolben im Bremssattel sind schwergängig oder fest.
      • Bremssattel ist verschmutzt oder Kolben verrostet.
      • Bremsflüssigkeit ist verunreinigt oder überaltert.
      • Bremshebelspiel am Hauptbremszylinder ist zu gering (Kolben kehrt nicht ganz zurück).
      • Fehlerhafte oder verschlissene Dichtungen.
    • Zu viel Leerweg am Bremshebel / zu wenig Bremswirkung beim ersten Betätigen:
      • Luft im Bremssystem.
      • Abgenutzte Bremsbeläge (die Kolben sind schon weit ausgefahren).
      • Verschlissener Hauptbremszylinder.
      • Verschlissene Bremsscheibe (zu dünn).

    Fazit:

    Du kannst und musst das Schnüffelspiel bei einer Motorradbremse nicht einstellen. Es ist ein integraler Bestandteil der Bremskonstruktion, der für die ordnungsgemäße Funktion unerlässlich ist.

    Wenn du Probleme mit dem Bremsgefühl oder der Funktion deiner Vorderradbremse hast, liegt das Problem wahrscheinlich woanders und sollte von einem Fachmann diagnostiziert und behoben werden. Typische Wartungsarbeiten umfassen:

    • Bremsflüssigkeit wechseln
    • Bremsbeläge prüfen/wechseln
    • Bremskolben reinigen und ggf. gangbar machen
    • Entlüften des Bremssystems
    • Überprüfung des Bremshebels und des Hauptbremszylinders

    Schritte zum Ausschalten des UBS:

    1. Menü aufrufen: Navigieren Sie über das Rädchen am linken Lenker in das Hauptmenü auf dem 7-Zoll-TFT-Display.
    2. Einstellungen (Settings): Wählen Sie den Einstellungsbereich (oft durch ein Zahnrad-Symbol gekennzeichnet).
    3. BC-Funktion: Suchen Sie den Punkt "Brake Control" (BC) oder "UBS".
    4. Deaktivieren: Stellen Sie die Bremssteuerung auf OFF (oder deaktivieren Sie das UBS direkt, falls als separater Punkt gelistet).

    Ich habe das UBS bei meiner GT+ abgeschaltet und deshalb leuchtet es auch stets auf. Man hat dann aber auch kein Kurven-ABS mehr, sondern nur noch das normale ABS.

    Ja, nach dem serienmäßigen Battlax T32 habe ich dann nur noch den Michelin Road 5 (schon 3 mal) drauf gemacht. Und ich war auch seither stets in vielerlei Hinsicht sehr glücklich damit. Und den bekomme ich nicht einmal annähernd "eckig" gefahren. Aus reiner Neugierde habe ich nun einen Michelin POWER 5 drauf gemacht, bin aber noch nicht damit gefahren.

    "In die Kurve ziehen" und "in die Kurve fallen" ist oft auf den Reifen zurückzuführen, es wäre aber falsch es zu pauschalisieren. Das hat mit der ganzen Fahrwerksgeometrie und mit/ohne Lenkungsdämpfer zu tun. Aus eigener Erfahrung an meiner Tracer 9 GT+ kann ich aber bezeugen, dass der Bridgestone Battlax T32 je nach fahrweise dazu neigt "eckig" zu werden. Da kippt er irgendwann so derartig in die Kurven, dass es keinen Spaß mehr macht. So sah mein Vorderreifen nach 4TKm aus:

    Das ist unbestritten die beste Aufwand-Nutzen-Lösung, um die Bremsleistung zu steigern. Weil wie man ja in dem Video ohnehin sehen kann, besteht ein recht großer Teil des Bremssystems ohnehin schon aus Stahlleitungen. Man darf also allein durch den Einbau von Stahlflexleitungen an seiner MT-09 oder Tracer keine Wunder erwarten.

    "Mangelnde Sauberkeit" und "Kratzer" laufen bei Gebrauchtfahrzeugen rechtlich leider nicht unter "zugesicherte Eigenschaft". Egal, ob Tageszulassung, 400km, 10.000km, ... es handelt sich rechtlich um kein Neufahrzeug mehr. Ein Richter würde argumentieren, dass "... Sie haben ja schließlich auch weniger bezahlt als für ein Neufahrzeug ...".

    Oder ausführlich:

    In Deutschland gibt es kein generelles Widerrufsrecht oder Umtauschrecht für im Laden gekaufte Motorräder, es sei denn:

    1. Es handelt sich um einen Online-Kauf oder Fernabsatzvertrag: Wenn du das Motorrad online, telefonisch oder per E-Mail gekauft hast (und nicht im Laden warst), hast du in der Regel ein Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Erhalt des Fahrzeugs. Dies gilt auch, wenn du es später im Laden abholst, solange der Vertrag nicht vor Ort geschlossen wurde.
    2. Der Händler hat freiwillig ein Umtausch- oder Rückgaberecht eingeräumt: Manche Händler bieten aus Kulanz ein solches Recht an, oft unter bestimmten Bedingungen (z.B. unbenutzt, innerhalb von X Tagen, gegen Gutschein statt Geld zurück). Dies ist aber eine freiwillige Leistung des Händlers und muss im Kaufvertrag oder den AGBs explizit erwähnt sein.
    3. Das Motorrad hat einen Mangel (Sachmangel): Wenn das Motorrad bei Übergabe nicht dem entspricht, was vertraglich vereinbart war oder Mängel aufweist, die bereits beim Kauf vorhanden waren (auch wenn sie erst später offensichtlich werden), hast du gesetzliche Gewährleistungsrechte.
      • 2 Jahre Gewährleistung für Neuware: Bei einem neuen Motorrad hast du zwei Jahre Gewährleistung ab Übergabe.
      • 1 Jahr Gewährleistung für Gebrauchtware: Bei einem gebrauchten Motorrad kann die Gewährleistung vom Händler auf ein Jahr verkürzt werden. Dies muss aber klar im Kaufvertrag stehen.

      Im Rahmen der Gewährleistung hast du das Recht auf Nacherfüllung (Reparatur oder Ersatzlieferung). Erst wenn die Nacherfüllung fehlschlägt (z.B. zwei Reparaturversuche misslingen) oder verweigert wird, kannst du vom Kaufvertrag zurücktreten und dein Geld zurückverlangen.

    Zusammenfassend:

    • Kein "gefällt mir nicht" Rückgaberecht: Wenn du es im Laden gekauft und Probe gefahren hast, und es dir jetzt einfach nicht mehr gefällt, hast du ohne Kulanz des Händlers keine Möglichkeit zur Rückgabe.
    • 14 Tage Widerruf bei Fernabsatz: Wenn online gekauft.
    • Rückgabe/Rücktritt bei Mängeln: Wenn das Motorrad mangelhaft ist, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen vom Vertrag zurücktreten.

    Was du tun solltest:

    1. Schau in deinen Kaufvertrag: Steht dort etwas von einem Rückgabe- oder Umtauschrecht?
    2. Kontaktiere den Händler: Frage direkt nach, ob er aus Kulanz eine Rückgabe oder einen Umtausch anbietet. Sei dabei freundlich und kooperativ.
    3. Bei Mängeln: Dokumentiere den Mangel genau und setze den Händler schriftlich in Kenntnis, um deine


    Das ist übrigens eines der Gründe und Beispiele, warum die Süd- und Osteuropäer so gerne Gebrauchtfahrzeuge von uns kaufen. Denn die sind oft top gewartet. Die Fahrzeuge dort angelangt, wird hingegen Öl und die Filter oft mehr nach dem Zufallsprinzip getauscht. Fahren aber trotzdem noch lange damit herum. Gerade die japanischen Hersteller sind bekannt dafür (fast) unverwüstliche Motoren zu bauen. Dass bei einzelnen Motoren von einem österreichischen Hersteller mit 3 Buchstaben sich hingegen die Nockenwellen schon recht früh regelrecht auflösen, hat sich auch dort herumgesprochen.