Alles anzeigenja die normalen, angenehmen Zeiten sind vorbei.
Wir merken deutlich wie im VW-Konzern Ferdinand Piech fehlt, der hat keine Hin- und Herschieberei von Problemen zugelassen.
Ich habe diesen Mann in seiner technokratischen Ausrichtung bewundert, darin war er auch einzigartig.
Das hat mich 1983 dazu gebracht den neuen Audi 100 turbodiesel (stromlinienform) mit 5-Zylinder und 87 PS zu kaufen.
Mein Kumpel bei Daimler hat dieses Fahrzeug abschätzig belächelt.
Was für ein Auto zu dieser Zeit. Damit bin ich in knapp 3 Jahren 120.000 km gefahren und nur Service gemacht, keine Probleme über die ganze Zeit. Ich habe ihm damals gesagt, dass ich denke dass Audi Daimler wohl in den kommenden Jahren einholen wird.
Wie das dann zutreffen würde hatte ich auch nicht erwartet.
Man hat die Konsequenz von Piech gespürt, was auch seinen großen Erfolg gebracht hatte.
So einen gibt es in dem Konzern wohl nicht mehr, leider.
Mir fällt es persönlich schwer, einen Mann zu feiern, nach dem der Diesel-Skandal quasi benannt wurde. Zum Glück ist dem seine Zeit vorbei. Selten so einen machtgierigen Feigling gesehen, der auf dem sinkenden Schiff noch andere verantwortlich macht.
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Der "Piech-Skandal" bezieht sich hauptsächlich auf die Rolle des früheren VW-Patriarchen Ferdinand Piëch im Zuge des VW-Abgasskandals, wobei ihm vorgeworfen wurde, er habe von den Manipulationen gewusst, aber erst spät gehandelt, während er seinerseits den damaligen CEO Martin Winterkorn belastete, was eine interne Macht- und Vertuschungsdebatte innerhalb von VW auslöste, da er angeblich frühere Hinweise ignorierte, aber später Aussagen machte, die den Skandal weiter vertieften.
Hintergrund: Der VW-Abgasskandal
- Was war es? Volkswagen hatte bei Dieselmotoren eine Software eingesetzt, die Abgaswerte bei Tests manipulierte, um die gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten, obwohl die realen Emissionen (Stickoxide) viel höher waren.
- Wann? Der Skandal wurde im September 2015 öffentlich, aber die Betrugsfälle fanden bereits seit 2009 statt.
Ferdinand Piëchs Rolle
- Frühe Hinweise: Piëch erhielt laut Medienberichten bereits Anfang 2015 Hinweise von US-Behörden und dem israelischen Geheimdienst Schin Bet über die Abgasmanipulationen.
- Belastung Winterkorns: Er belastete später den damaligen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn, indem er aussagte, er habe ihn Ende Februar 2015 darauf angesprochen, aber Winterkorn habe nicht reagiert.
- Kritik und Gegenwind: Piëch wurde vorgeworfen, selbst Teil des Systems gewesen zu sein, das Vertuschung betrieb, und seine späten Hinweise wurden als Manöver oder Racheakt interpretiert, da er auch Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil (der im Aufsichtsrat saß) attackierte.
Zusammenfassend: Der "Piech-Skandal" ist weniger ein eigenständiger Skandal, sondern die Auseinandersetzung um die Aufklärung des Dieselskandals und die Frage, wie viel der einflussreiche Patriarch Ferdinand Piëch wusste und wann er (oder andere) handelte, was zu einem komplexen Schlagabtausch und Anschuldigungen innerhalb der VW-Führung führte. "