Woher soll das hier wer wissen?
Dass Werkstätten zu straff spannen konnte ich bisher bei Yamaha und Suzuki feststellen. Letztere waren (zumindest bei mir) lernfähig.
Fakt ist, es schadet dem gesamten Antriebsstrang und verschlechtert u.U. sogar die Fahrbarkeit.
Ansonsten sehe ich das wie Olaf. Jeder, der schon mal ein Hinterrad ausgebaut hat (oder dabei zusah) weiß, dass sich eine Kette ohne Äct zur Seite bewegen lässt, um das Rad herauszubekommen.
Man stelle sich vor es müsste jedesmal der Kettenniet…
Egal.
Trotzdem ist und bleibt das Thema Kettenpflege, Ausrichtung und Spannung für all jene eine Raketenwissenschaft, die sich damit nicht auskennen. Und das sind ganz offensichtlich sehr viele.
Daher:
Eine Kette sollte nur knapp oberhalb „Minimum“ gespannt sein. „Maximum“ bedeutet nicht maximal gut, sondern, „maximale Belastung, noch fester, dann kaputt“.
Die Flucht der Kette lässt sich, sofern die „Kettenspann-Klötze“ beide gleich rum eingebaut sind, ohne groß Gedöns bei „neuzeitlichem“ Gestühl als Anhalt zum Spannen nutzen, ein sachkundiges Laser-Ausrichten schadet nicht, erspart dem Könner aber das mühselige Markierungen ablesen.
Beim Anziehen der Achsmutter sollte das „richtige“ Drehmoment verwendet werden, da gibt speziell Yamaha tlw. viel zu hohe Werte an… Ich rate zu maximal 110 Nm bis zum ersten Klick, ohne jegliches „nachknacken“