Was stimmt nicht mit dem Rahmen der MT-09 RN43/RN29?

  • #1

    Ich muss diese Frage mal in die Runde werfen, da ich selbst zu keiner zufriedenstellenden Antwort komme.


    Ich habe in der Vergangenheit des Öfteren bei Testberichten über die RN43 gelesen/gehört, dass sich die Tester negativ zum Chassis/Rahmen der MT-09 geäußert haben. Ich habe diesen Punkt aber nie wirklich verstanden. Ich empfinde meine RN43 nämlich als wahren Kurvenräuber.


    Da ich aktuell sehr interessiert an der neuen XSR900 RN80 bin, schaue ich mir hierzu gerade jedes verfügbare deutsch- und englischsprachige Testvideo an. Hier wurde auch von einigen Testern erwähnt, dass der komplett neu konstruierte Rahmen der XSR - also auch der Rahmen der MT-09 RN69 - deutlich besser ist, als der seiner Vorgängerin.

    Mir will nicht einleuchten, was damit gemeint ist. Vielleicht weiß einer von euch Rat.


    Grüße aus Oberfranken


    pekae

  • #2

    ich kann da jetzt leider auch nur Vermutungen äußern...

    Bei Yamaha ist es schon seit den Zeiten einer FZR 1 Exup (Genesis) zur Tradition geworden den Rahmen so zu konstruieren, dass er durch dynamische Verwindung die übrigen Fahrwerkselemente unterstützt. (Siehe MotoGP - auf allen reifenmordenden Strecken hat die M1 nach hinten raus die Nase vorn)

    Wenn nun jemand von dem bocksteifen Chassis einer KTM oder Ducati auf eine Yamaha steigt fühlt sich das natürlich subjektiv erst einmal ein wenig schwammig und gewöhnungsbedürftig an...

    Möglicher weise hat sich Yamaha bei der neuen Rahmenkonstruktion etwas mehr in Richtung Steifigkeit orientiert 🤔

  • #3

    Die alten Modelle (RN29/43) haben ein ziemlich eigenes, eher kippeliges Einlenkverhalten, bei sehr langsamen (zB Kehren) als auch bei langgezogenen, schnellen Kurven. Man muss während der Kurvenfahrt ständig minimal gegenlenken weil sie den Drang hat sich aufzustellen. Nichts an was man sich nach einiger Zeit nicht gewöhnen könnte bzw diese Korrekturen sowieso irgendwann automatisch gemacht werden.
    Trotzdem aber eine bestimmte Eigenheit die eben auffällt wenn man dieses Motorrad noch nicht oft gefahren ist.
    Der RN69 gibst du einen Lenkimpuls und dort bleibt sie dann auch wie angewurzelt.
    Gefühlt hat die RN69 5-10% an (Über)Agilität verloren dafür 50% an Kurvenstabilität gewonnen. Es ist einfacher mit der RN69 schnell zu fahren, sie ist fährt sich spürbar souveräner. (aber auch etwas unaufgeregter)
    Das ist zumindest das was ICH nach 85.000km mit der RN29 (Wilbers) und knapp 2000km mit der RN69-SP rausfahren konnte.

  • #4

    👍 - hast Du spaßeshlber mal die Eckdaten der Fahrwerksgeometrie, wie Radstand, Nachlauf und Lenkkopfwinkel verglichen?

  • #5

    Kann man zB hier schauen:
    https://www.1000ps.at/motorrad…vs-yamaha-mt-09-2021-1502
    Radstand wurde kürzer (-10mm) (Die neue XSR hingegen +50mm länger)
    Nachlauf wurde größer (+5mm) (Man könnte natürlich mit einer modifizierten Gabelbrücke mit einem kürzeren Gabel-Offset probieren ob man das Fahrverhalten der RN69 erreicht, denke aber den Hauptunterschied macht einfach das neue Chassis)
    LK-Winkel gleich

  • #6

    Das verhältnis verlängerter Nachlauf und verkürzter Radstand macht Sinn.

    Durch den lägeren Nachlauf kommt erheblich mehr Ruhe ins Fahrwerk und durch den kürzeren Radstand wird der Verlust an Agilität kompensiert.

    Bei der XSR geht man offenbar den gleichen Weg wie schon bei der Tracer 2018...

    Ineressant wäre natürlich schon was genau am Chassis verändert wurde.

  • #7

    Dann scheint mir das eher ein Problem für nicht routinierte MT-09 RN43-Fahrer zu sein, denn von einer Instabilität bei engen oder schnellen, langgezogenen Kurven weiß ich nicht zu berichten.


    Vielleicht dämmert es mir ja, sobald ich die neue XSR900 mal Probe fahre. Die neue MT-09 SP durfte ich mal spontan 15 Minuten fahren, nachdem ich mit einem Besitzer derselben an der Kathi-Bräu ins Gespräch kam und er mir angeboten hat, eine Runde zu drehen. Ich tat mich in diesen 15 Minuten allerdings schwer, das Motorrad auch nur ansatzweise so wieselflink zu bewegen, wie meine RN43. Ist wohl Gewohnheitssache. Was ich allerdings im direkten Vergleich - zu meinem Bedauern - feststellen musste, war die meiner Meinung nach doch spürbar bessere Leistungsentfaltung und die angenehmere Gasannahme/geringere Lastwechsel. Auf dem Papier sieht die Mehrleistung nach nichts aus. Im direkten Rücken-an-Rücken-Vergleich war ich wirklich positiv überrascht. Das ist auch der Grund, weshalb ich mit der XSR900 liebäugle, da mir diese optisch sehr gut gefällt und ich es irgendwie nicht ertrage, dass es da draußen bessere CP3-Varianten gibt =]


    Ob eine Abstimmung auf dem Prüfstand da Abhilfe schaffen könnte, wage ich nämlich zu bezweifeln.

  • #8

    Die Thema hier lautet „Rahmen“ und nicht „Motorleistung“ ……..


    Beiträge zu Motorleistung wurden verschoben nach ……

    >> In der Ruhe liegt die Kraft <<

    Einmal editiert, zuletzt von peter_moscow ()

  • #9

    Tja. Hammse gesagt. Letzten Endes aber auch über die RN69, ganz zu schweigen von dem Federbein der RN69SP.

    Egal.

    So n Tester hat ja auch nur einen Arsch. Und wer weiß schon, von welchem bike der grade abstieg.


    Meiner unmaßgeblichen Meinung nach, ist das erste, was diese ganzen Vergleiche fast ad absurdum führt, die unterschiedliche Bereifung.

    Da sollte erstmal Gleichstand herrschen.

    Also sagen wir mal CRA4🤣


    Dann kommt logischerweise das Setup ins Spiel. Viele, ja, seeehr viele (vlt. sogar fast alle?) changen never ein humpling system.

    Da liegt dann echt der Hase im Pfeffer. Klar, dass das bei den ungemoddeten Einstiegs-MT-09ern ne ganz andere Herausforderung ist, wieweil, wo mer so gut wie nix einstellen kann…


    Als ich 2021 meinen viel gehassten Vergleich RN69 vs. RN43SP machte, war der alten Fahrwerk auf mich eingestellt, bei der neuen nicht. Das führte neben diversen anderen Nebenkriegsschauplätzen zu einem -fast- vernichtenden Schluss.

    Aber eben nur fast.

    Die RN69 hatte die S22 und den längeren Radstand als Fahrwerksplus. Das hab ich auch nie geleugnet. Das zusätzliche Pfund an Stabilität schenkte mir adhoc Linienführungen, die stoisch auf der gedachten Linie blieben. Kein nervöses Gezappel mehr.

    Ganz klar, dass da auch am Rahmen „gedreht“ wurde. Aber in erste Linie führte ich das auf die Bereifung und den minimal längeren Radstand zurück.


    Tatsächlich hab ich weder Forums-Tod noch Teufel gescheut, den zu verlängern.

    Am Ende möcht ich sagen, es hat sich gelohnt.

    Aber die Stabi einer „echten“ RN69 hab ich nicht.

    Kann mer damit Leben? Ja, kann mer. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die RN69 auch nicht der Stein der Weisen ist.

    Genau wie du, hab ich daher die XSR ab 2022 auf m Schirm.

    Leider ist da nirgends ne Probefahrt möglich. Rein von den Daten her würd ich sagen, die sollte bissi mehr rocken.


    Was Motor, Mapping etc. angeht. Naja.

    Mer gewöhnt sich an allem.

    Der oft geschmähte B-Modus (der entgegen vielen Behauptungen keine Leistung reduziert) geht -Luft hohl- hinreichend sanft ans Gas. -Ey, das können die neuen besser. Auch das ABS der neuen ist besser abgestimmt.


    Was die neuen auf jeden Fall genial beherrschen ist das hoch und runter Blippern. Einfach ein Traum! Und weniger durstig sind se on top.


    300,- für n FW-Update sind nicht sooo viel. Aber!

    Brauch ich das nach >40Mille km wirklich noch? Die 14,8L sind eh immer viel zu schnell durch n Auspuff. Da tu ich mir ansich keinen Gefallen.


    Was mich betrifft, ich warte mal noch n Weilchen, dann werden die neuen aus den gröbsten Kinderkrankheiten raus sein -hoffentlich ist nicht auch hier KTM das Vorbild 😳


    Also:

    Der Rahmen der RN69 macht einiges besser, keine Frage.

    Wg. Krach fahr ich aus der Haut: loud is out!

    -Not all you do, is only your own Ding. :happy-sunny:

  • #10

    Tja, da hast mal wieder deine Schularbeiten nicht gemacht.

    Die RN29/43 hat 1440mm, die RN69 hat 1430mm. Und nun?

    Was kommt jetzt wieder für eine These ^^

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