Fahrbarkeit(Folgen) nach Umfaller

  • #1

    Was passiert, wenn eine Tracer umfällt oder durch einen Rutscher gelegt wird? Läuft dann das Oel aus? Kühlflüssigkeit?


    Wie lange kann eine Tracer auf der Seite liegen am Boden liegen, bevor sie unfahrbar wird?


    Ich meine damit nicht, den Fall, dass ein Deckel durchgeschliffen ist und Oel aus dem Loch läuft. Oder ein Schlauch abgerissen ist.


    Ich frage, weil ich sehr oft allein auf einsamen Strassen in abgelegenen Gegenden unterwegs bin. Ich kann meine Tracer selbst allein nicht wieder aufstellen/aufheben. Manchmal kommt dann eine Viertelstunde lang niemand vorbei. Und ob der nächste Autofahrer anhält und mir hilft? Hilfe organisieren dauert.


    Was dann machen? Was geschieht mit den Flüssigkeiten (in) einer gelegten Tracer? Kann man die einfach gleich wieder anlassen nach dem Aufstellen? Ratschläge? Erfahrungen?


    Bis jetzt habe ich es 7 Jahre und 73'000km lang geschafft, dass meine Tracer noch nie auf der Seite lag, umgefallen ist.

    Gruss
    AW

  • #2

    Servus


    Also nach einem Umfaller würde ich immer erstmal 10 Minuten mit dem Starten, warten. So kann sich Eventuell im Luftfilter und Ansaugtrakt, befindliches Öl, wieder in der Ölwanne Sammeln.


    Trotzdem ist es ein Risiko den Motor ohne Zündkerzen Auszubauen, wieder zu starten. Das muss jeder selbst wissen. Ich würde den dritten oder vierten Gang reinmachen und am Hinterrad drehen, ob die Kolben einmal durchlaufen. Erst dann starten.


    Kommt halt auch immer drauf an, wie lange die Maschine gelegen hat und wie Schräg. Lief der Motor noch lange auf der Seite ?

    Kühlflüssigkeit würde ich mir erstmal keine Sorgen machen. Das kann man später kontrollieren.


    Gruß

    " Glück kann man nicht kaufen. Aber ein Motorrad und das ist verdammt nah dran."


  • #3

    Wenn das Mopped bei laufendem Motor umfällt geht es durch den Umkippsensor aus.


    Hinstellen und ein paar Minuten warten, dann starten.


    Du solltest üben das Teil hinzustellen. Mit der richtigen Technik ist das reltiv leicht.

  • #4

    Bei youtube gibt es recht anschauliche Videos in denen die Technik zum Aufheben eines "Eisenschweines" wie z.B. der Honda Goldwing anschaulich dargestellt wird. Vlt. mal danach suchen. Das bekommen zarte Mädels hin, sollte auch für David und nicht nur Goliath möglich sein das ebenfalls bewerkstelligen zu können.


    Die Tracer fällt zwar flacher um als z.B. eine Boxer-BMW, trotzdem sollte es eigentlich kein Problem sein die wieder in die Senkrechte zu hieven. Alles auch überwiegend nur eine Frage der richtigen Technik.


    Früher hatte ich ein gewisse Talent dafür das mir meine Mopeds schon mal im Stand umgefallen sind. Halt einfach schluderig abgestellt und nicht auf den Untergrund geachtet X/. Gedenkminuten vor den Wiederanlassen habe ich deswegen aber nie eingehalten. War auch nie ein Problem bezüglich Startverhalten und nachfolgendem Motorlauf feststellbar. Habe das Moped aber auch immer promt wieder in die Senkrechte hochgehievt. Durften sich liegend nie ausruhen :P.

  • #5

    Also als jemand, der praktisch jedes Mopped schon mal hingelegt hat - yes, da hab ich Talent für - und manche auch schon wirklich dutzende male (Enduro im Schnee - Mopped und Fahrer fallen weich! Weltbestes Training um mit spontanem Haftungsverlust fertig zu werden!) kann ich nur sagen: Aufheben und weiterfahren.

    Betonung auf "Im Stand" oder "langsam fahrend" umgefallen.


    Klar wird man einen prüfenden Blick einmal um den Motor werfen, sind die Hebel noch da, wo sie hingehören, irgendwelche Löcher wo vorher keine waren, aber that´s it!


    Das müssen´se abkönnen.


    Bei Einspritzermotoren kann auch nix in die Brennräume laufen, Vergaser theoretisch schon. Aber die Hütte ist ja heiss, binnen weniger Sekunden wird der reingelaufene Kraftstoff verdampft sein und weiter geht´s!


    Hilfreich sind die üblichen Crashpads, dass zumindest den wesentlichen Teilen nix passiert. Blöd ist, wenn irgendwo eine Bremsscheibe drauffällt. Dann ist natürlich Ende - aber das ist mir noch nie passiert.

  • #6

    ~97/3

    Dass nix passiert, Restrisiko steigt, je länger die Fuhre liegt (unbedingt sofort den Motor ausschalten, sofern nicht automatisch).


    Die yt Videos zum Aufrichten schwerster Böcke sind sehenswert.

    Allerdings.

    Die Schlussfolgerung, dass, wenn zierliche Menschen das bike aufrichten können, das auch bei nem wirklich großen klappt, stimmt schon mal nicht.

    Das Anheben wird durch drücken nach hinten, hauptsächlich als Beinarbeit bewerkstelligt. Je kleiner, umso besser sind die Beine als Hebel einsetzbar, je größer je schlechter. Ein großer muss wesentlich tiefer ansetzen! Besonders Umfaller zur Seitenständer-Seite sind ohne weitere helfende Hände zumindest ein Scheißgefühl, wenn du nur bissi zu weit hebst, schmeißte das Teil zur anderen Seite, bevor du dich umdrehen konntest.


    Ich hab mir beim „konventionellen“ übern Lenker aufrichten (240kg) ne HernienOP gehoben.


    Der beste Tipp lautet, das bike so leicht wie möglich zu wählen.

    Das steigert den Wohlfühlfaktor beträchtlich. Ansonsten ist für kleiner gewachsene ne Absatzerhöhung (z.B. von Daytona) eigentlich Pflicht, um ein bike souverän zu händeln.

    Wg. Krach fahr ich aus der Haut: loud is out!

    -Not all you do, is only your own Ding. :happy-sunny:

  • #7

    Meine Tracer ist mir noch nie umgefallen. Deshalb keine Uebung. Die Videos auf yt habe mal angesehen, aber ob das bei mir so klappt. Ganz allein auf einer einsamen, sandigen Landstrasse?


    Ich habe mal einem geholfen, auf der Silvrettahochalpenstrasse seine KTM 1290 Adventure wieder aufzustellen. Der Fahrer war leicht geschockt und wollte gleich wieder aufsitzen und weiterfahren. Ich habe ihm aber davon abgeraten. An der Maschine lief nach dem Sturz Benzin aus dem Tank. Abwarten bis das verdunstet ist wegen Enzündungsgefahr!

    Gruss
    AW

  • #8


    Es war einmal in Sizilien ...

    Das gute Stück lag ca. ne 1/2 Stunde in dieser Position. Beim Versuch das Moto aufzustellen bin ich in dem Schlamm ausgerutscht und hab mir ne Zerrung im Rücken zugezogen.


    Nach ner Weile kamen zwei hilfsbereite Zeitgenossen und haben mir geholfen das Moto aufzustellen. Nachdem die Räder vom Schlamm befreit waren und sich wieder etwas drehten, bin ich zurück zum Hotel gefahren.


    Kratzer am Kupplungsdeckel sind als bleibende Erinnerung dabei entstanden.


    Grüssle

    Jojo

  • #9

    Ich denke, dass das kein allzu großes Problem darstellen sollte. Ich hab mich mit der Supermoto auf der Strecke von öfter mal lang gemacht. Teilweise geht der Motor dann eh von selber aus. Falls nicht sofort den Motor abstellen. In der waagrechten kann der durchaus Schaden nehmen, wenn er zu lange läuft, weil da die Schmierung nicht mehr gewährleistet ist. Wenn das Bike nur kurz auf der Seite liegt, dürfte sofortiges Starten nach dem Aufstellen kein Problem sein. Ein Blick rund ums Moped, ob noch alles passt, schadet aber nicht. Wenn sie längere Zeit auf der Seite liegt, schadet es nicht, wenn man die Maschine dann gewisse Zeit stehen lässt, damit sich das ganze Öl und so weiter wieder dort sammeln kann, wo es hingehört.

  • #10

    Servus


    Meine Erfahrungen kommen noch von Triumph und da war es so, das die Älteren Motoren, bei einem Umfaller, über die Ölpumpe, Öl in den Brennraum gepumpt haben. Es haben Damals einige einen Motorschaden erlitten, die gleich nach dem Umfallen und wieder aufrichten, den Motor gestartet haben. Da gab es verbogene Ventile und Pleuel Lager Schaden. Öl kann nicht komprimiert werden.


    Daher bin ich erstmal vorsichtig, wenn ein Bike auf der Seite gelegen hat. Bei den Neuen Motoren, scheint es solche Probleme nicht mehr zu geben.


    Gruß

    " Glück kann man nicht kaufen. Aber ein Motorrad und das ist verdammt nah dran."


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