Ich halte es grundsätzlich für nicht ganz unproblematisch, sowas mechanisch aufzudrücken und offen zu halten. Wir fahren keinen Lanz, bei dem man mit Hammer und Lötlampe Wartung macvht, sondern ein Motorrad im bestmöglichen Leichtbau.
Will nicht sagen, das hier was leicht verbogen wurde, aber ganz ausschliessen kann man das nicht. Und so wie ich diese Prozedur oben gelesen habe wurde viel Chemie eingesetzt die ablagerungen chemisch löst. Sowas ist aggressiv und kann durchaus Kunststoffe angreifen. So wie manche Sachen gegen Benzin absolut beständig sind, aber bei Alkohol in kurzer Zeit kaputt gehen. Soll nicht heisen, das hier Alkohol ursächlich ist, ich nehme es als Vergleich, weil wir das mit der E10 Einführung durchgekaut haben und noch im Kopf hängt.
Ich habe zb einen Elektrosprüher von Gardena gekauft. Pumpe und Sprühdüse, verkraftet alle möglichen Düngemittel und Insektengifte. Auch Benzin und Diesel gingen Problemlos. Bremsenreiniger hingegen hat in 10 Minuten den Silikonschlauch volumenmässig verdoppelt, er wurde weich wie Glibber und die Pumpendichtungen haben sich zersetzt. Totalschaden. Naja, 12 Euro gekostet, nicht schlimm.
Ich habe jetzt die Drosselklappe vom Yamaha noch nicht in den Fingern gehabt, da noch Garantie und ich eh in Werkstatt muss. Aber auch mein Vergasermoped reagiert empfindlich auf Reiniger obwohl nur ganz wenige Nichtmetallteile dran sind. Kurze Kontakte, wenige Sekunden, zb Starthilfe sind problemlos. Aber drin einweichen, warten bis alles gelöst, löst eben auch Sachen auf die dran bleiben sollen.
Fazit: Werkstatt und Auslesen lassen ob das Moped falsch regelt. Es kann auch mit zuviel Luft dank Lambdasonde ein sauberes Gemisch bilden und funktionieren. Und wenn die Klappe nur um 2/10 weiter offen stehen bleibt, reicht das ja schon für zuviel Leerlauf, aber es wird trotzdem gut laufen.