Naja, ist sicherlich nicht falsch aber doch ziemlich übertrieben. Nehmen wir zum leichteren rechnen an, wir hätten 100ml Bremsflüssigkeit im System. Wir sind auf ca 2% Wasseranteil gekommen, was die üblichen Tester einen Wechsel anzeigen lässt, das wären also 2ml Wasser. Im ABS Block sitzen sagen wir mal 10ml Bremsflüssigkeit, also 2% Wassergehalt, ergibt 0,2ml Wasser. Wir wechsel auf neue Bremsflüssigkeit, die aber genausowenig Wasserfrei ist, je nach dem sind da auch schon 0,1% drin. Also 90ml neue Brühe mit 0,09ml Wasser und 10ml alte Brühe mit 0,2ml Wasser ergibt dann 100ml mit 0,29ml Wasser. Ungefähr 0,3% Wassergehalt nun.
So bei 2% ist Wechselgrenze, also wechseln wir nun ein wenig früher. Statt alle 2 Jahre dann alle 22Monate. Oder halt doch alle 2 Jahre, weil es in 2 Jahren garnicht auf 2% steigt. Ausser man hat Undichtigkeiten in der Behältermembran durch die Wasser eintritt. Schöner ist es natürlich den ABS Block mit zu entlüften. Den solange das ABS nicht regelt, steht da drinnen die Brühe und kann sich nur schwer mit dem System mischen. Das führt zu Ablagerungen im laufe der Jahre. Regel es aber ein zwei mal zwischen den Wechseln hat sich alles schon egalisiert. Sonst vieleicht doch alle 2-3 Wechel einmal ansteuern.
Natürlich spricht garnicht dagegen es wie Glatzkowski zu machen, aber es spricht halt wenig dafür. Einmal Regeln lassen und schon vermischt es sich und reduziert sich im prozentualen Wassergehalt.