Beiträge von Andi Biotika

    Wie gesagt, hab ich mich ja auch schon gefragt, aber das eher angezweifelt aufgrund der Art, wie gleichmäßig und "rund" der Leistungsabfall war.


    Weiß einer zufällig, wie die CB gedrosselt wird?

    Mechanisch oder elektronisch oder wird da gar eine komplett andere Software aufgespielt?

    Das könnte es dann eventuell erklären, falls es wirklich letztere Variante wäre ...

    Hab heute meine Tracer zum TÜV gebracht und dafür das da als Leihmotorrad bekommen:





    Eine Honda CB 650 R.

    Hat mir ja schon immer gut gefallen, dieser cleane, schlichte Retrolook mit dem schön großen Rundscheinwerfer und ich hätte ja gerne die 1000er gehabt, war aber leider zur Zeit keine da.

    Also dann halt die 650er, bin die noch nie zuvor gefahren.


    Als erstes ist mir mal aufgefallen, wie klein und kompakt die doch ist und daß ich meine langen Beine ganz schön zusammenfalten muß.

    Es gibt Supersportler, wo man die Beine nicht so stark anwinken muß.

    Der Sound war überraschend geil (trotz Serienpott!) und hat schon im Stand eine der schönsten und gefälligsten Vierzylindersoundkulissen hingezaubert, die ich kenne (Reihenvierzylinder wohlgemerkt, keine V4-Triebwerke).

    Getriebe ist Honda-like butterweich schaltbar, Sitzposition eigentlich nicht schlecht, nur ungewohnt, die Maschine ist ziemlich handlich und das digitale Tachoinstrument schön designt und übersichtlich.

    Aber die Bremse ist ziemlich schlapp.


    Im kalten Zustand bin ich nicht über 5.000 U/min. und in diesem Drehzahlbereich war der Vortrieb (gemessen am vergleichsweise kleinen Hubräumchen) ganz okay.

    Nach ein paar Kilometern hab ich dann mal den Hahn aufgezogen und da ist mir dann schnell bewusst geworden, daß der Motor in einem bestimmten Drehzahlbereich einen Hänger hat.

    Und zwar einen ziemlichen Hänger.

    So ziemlich genau ab 5.000 U/min.

    Bis etwa 12.000 U/min.


    Im Ernst: Das war eine echt strange Motorcharakteristik.

    Je höher die Drehzahl war, desto zäher wurde nicht nur der Motor, sondern desto weniger hat er auch gezogen.

    Kleine Vierzylinder brauchen Drehzahl, damit was vorwärts geht?

    Fehlanzeige, bei der 650er CB eher genau das Gegenteil.


    Drehzahlbereich bis 12.000 U/min, davon sinnvoll nutzbar gerade mal im Bereich von 1.500 bis 5.000 U/min.

    Also eine extrem breite Range (deutlich über 50% des gesamten nutzbaren Drehzalbandes) ist sehr schwachbrüstig und wird immer schlechter, je höher man dreht.

    Ziemlich unsexy fand ich.


    Und nein, das liegt nicht nur am Downgrade vom Gewohnten (also von der kräftigen Tracer zur betreffenden und im Vergleich natürlich untermotorisierten Honda), hab bis vor knapp einem Jahr ja auch noch eine 650er Bandit als Zweitmoped gehabt, also gleicher Hubraum wie die Honda jetzt und auch ein Reihenvierer.

    Aber der ging besser, in der Mitte schon ganz passabel für eine 600er und hat dann oben noch spürbar zugelegt und war auch recht drehfreudig.

    Hat also Spaß gemacht, den zu drehen.


    Also der Motor der CB 650 R hat mich dann doch unter'm Strich ziemlich enttäuscht und mich wieder mal daran erinnert, was für ein geiles Aggregat der CP3 doch eigentlich ist.

    Hab mich auch schon gefragt, ob die Honda vielleicht gedrosselt war, aber kann ich mir fast nicht vorstellen, dafür wäre die Drossel glaube ich zu "sanft arbeitend" und das war ja kein plötzlicher Leistungsabfall ab einer gewissen Drehzahl oder eine elektronische Drehzahlbegrenzung, sondern eine langsame, aber gleichmäßig kontinuierliche Verschlechterung des Abzugs.


    Mich würde mal interessieren, wie die Motorcharakteristik der großen Schwester (also der CB 1000 R) ist.

    Wer von Euch ist die schon gefahren?


    Aber der Sound war wirklich sehr gut, besonders im Stand und so zwischen 3.000 und 4.000 U/min, schönes tiefes Grummeln.

    Wobei ich mir da nicht ganz sicher bin, ob der Auspuff nicht in irgendeiner Art und Weise modifiziert war, würd ja gern mal nachforschen ...

    Das war sogar noch bei der Tracer 900 RN57 so bis min. Bj. 2020, bei den ganz neuen Modellen weiß ich gar nicht, ob die das auch noch haben.


    Jedenfalls ist das wirklich so bei den Modellen vor den ganz neuen: Der 5. und 6. Gang sind leider in der Drehzahl begrenzt, deshalb läuft bspw. die Tracer auch nur 225 Km/h laut Tacho.

    Das hat man wohl deshalb so gemacht, weil es bei hoher Geschwindigkeit unter bestimmten Voraussetzungen manchmal zu einer gewissen Instabilität kommen kann (Lenkerflattern u.a. ...) und man dem dadurch entstehenden Sicherheitsrisiko mit möglichst wenig Aufwand entgegenwirken wollte.

    Moment mal.......willst Du etwa behaupten, eine Tracer 9 mit leiserem Akrapovic, der nachträglich vom TÜV per Einzelabnahme eingetragen wurde und wo dann der DB-Wert folgerichtig ebenfalls im Fahrzeugschein von 96 auf 95 DB geändert wurde, darf so trotzdem immer noch nicht auf Strecken in Tirol oder anderswo fahren, wo das 95 DB Limit gilt ...?


    Dann würde ja dieser ganze Akt, dieses ganze Gedöns mit anderem Auspuff und Eintragung etc., nur um dann tatsächlich 1 Db weniger zu haben als im Serienzustand, absolut null Sinn machen und man könnte es gleich ganz bleiben lassen ...

    Wieso sollte das alles denn dann für viel Geld angeboten werden, wenn es ohnehin nicht anerkannt wird?

    Das wird schließlich alles von qualifizierten und zertifizierten Gutachtern abgenommen und eingetragen, die für ihre Arbeit im Ernsfall geradestehen und alles hat somit seine Richtigkeit.


    Kannst Du mal bitte erläutern, wie Du zu dieser These kommst?

    Ja, natürlich gibt es das, ziemlich oft sogar und war bei meiner auch der Fall.

    Das ist ja nun auch wirklich nix außergewöhnliches.

    Aber ich hab noch nie gehört, daß man beim Kauf eines Motorrads so ein seltenes historisches Bauwerk wie eine

    dazu bekommt ... 😉

    Deshalb: Ich muß da auch mal einkaufen gehen bei diesem Händler, dann kann ich mir in Zukunft den Griechenland-Urlaub sparen ... 😊

    Wer braucht schon Binse, wenn man ...



    ... die komplette Akropolis beim Erwerb einer Tracer dazu bekommt. 🙃


    Sag mal bitte, bei welchem Händler Du die Tracer gekauft hast, lieber toecutter, bei dem muß ich auch mal einkaufen gehen ... 😊

    Das mit den Unterlegscheiben erklärt sich so: Mit der Montage der neuen Spiegel müssen die alten logischerweise weichen.

    Die Schrauben, mit denen die Spiegelarme dort am Lenker befestigt waren, sind aber auch gleichzeitig die Schrauben, mit denen die Handguards an der einen Seite befestigt sind.

    Nach der Demontage der alten Spiegel sind diese aber viel zu lang, es bräuchte kürzere und das sind aber dummerweise keine normalen Standard M-Gewinde, sondern Feingewinde, und zwar je einmal M10 x 1.25 als RECHTSgewinde und einmal M10 x 1.25 als LINKSgewinde.


    Sprich: Sowas exotisches und dann am Besten auch noch in der richtigen Länge hat man normalerweise nicht auf Lager, dürfte selbst bei einem ziemlich großen Sortiment sehr unwahrscheinlich sein.

    Also musste ich mir was einfallen lassen, wie es trotzdem möglich ist, die Handguards fest zu fixieren und zum Glück hatte ich einige wirklich dicke Unterlegscheiben vorrätig, die ich dafür verwenden konnte.

    Mein Vorhaben ist, die beiden Schrauben auf die richtige Länge zu kürzen.

    Das will ich aber erst machen, wenn ich den in Kürze anstehenden TÜV absolviert habe.

    Ich glaub's zwar nicht, aber wenn der wirklich aus irgendeinem Grund was an den Spiegeln auszusetzen hat und ich dazu gezwungen wäre, die alten wieder zu montieren, hätte ich dann wirklich ein Problem, wenn ich die Schrauben dann schon gekürzt hätte ... 😉

    Prinzipiell guter Einfall und ich hatte genau diese Möglichkeit - wie auch noch andere Lösungen - auch schon auf dem Radar und in meine Überlegungen mit einbezogen, schon bevor ich die Ringe gefräst hatte.

    Allerdings geht es schlicht nicht und warum das nicht geht, siehst Du, wenn Du Dir die Form der Handguards an der AUSSENSEITE mal genauer anschaust ... 😉