Der Fairness halber muss man sagen, dass es weder 100% fehlerfreie Software oder Hardware gibt. Und Fehler, die nicht reproduzierbar sind, stellen immmer ein Riesenproblem dar. Ob der Fehler bei Trebbler aus genau dem gleichen Grund aufgetreten ist, wie bei mir, ist ja noch nicht klar. Vielleicht steht in diesem Fall auch etwas im Fehlerspeicher. Abwarten was die Werkstatt sagt ![]()
Beiträge von Lu Kowalski
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Moin...
Kurzer Status zum Schluss: Die Wergstatt hat das Motorrad an drei Tgaen rund 200 km Probe gefahren, ohne das der Fehler aufgetreten ist. Danach kam ein Yamaha Aussendienst-Techniker, der das Motorrad drei Tage mitgenommen hat und während rund 150 km Probefahrten mit einem Diagnosegerät alle Daten aufgezeichnet hat, leider auch kein Erfolg. Bei mir ist der Fehler aufgetreten, als die Lufttemperatur über 30 Grad lag. Während der Tests lag die Temperatur bei ca. 20 Grad. Mag sein, dass das der Grund dafür ist, dass der Fehler nicht wieder aufgetreten ist.
Egal... Das Motorrad wurde vom Händler zurückgenommen und ich habe stattdessen eine 2024er MT-09 mit manueller Schaltung bekommen.
Alles in allem hat sich sich sowohl die Werkstatt als auch der Yamaha Aussendienst richtig viel Mühe gegeben den Fehler zu finden und sich bei der Wandlung sehr großzügig gezeigt.
PS.: Während der Tests haben wir diskutiert, welche Situation theoretisch dazu führen könnte, das die YAMT Steuerung 5 Gänge in kürzester Zeit runter schaltet. Wenn man berücksichtigt, dass der Schaltvorgang beim Herunterschalten von einer sinkenden Drehzahl ausgelöst wird und der Schaltvorgang ja ein Prozess ist, der aus Gas reduzieren, auskuppeln, Schaltwelle betätigen, wieder einkuppeln und vorherige Gasposition wieder einstellen besteht und dieser Prozess dann 5 mal hintereinander abläuft, kann man ziemlich sicher sein, dass die Störung nicht durch einen Störimpuls auf einer der Can-Bus Leitungen ausgelöst wurde. Die einzig logische Erklärung wäre, dass die YAMT Steuerung einen Drehzahlwert Null, die ECU aber den den korrekten Wert erhalten hat (sonst hätte die ECU einen Fehlercode gespeichert). So betrachtet, kann der Fehler eigentlich nur direkt in der YAMT Steuerung aufgetreten sein.
Aber das ist alles die pure Spekulation.
Grüße, Lu
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Eigentlich muß Sie ja auch nur ein Gang und kann auch nur einen nach dem anderen Schalten, das ist meine Meinung.
Normale Schaltung mit Quickshifter legt auch nur einen Gang ein.
Auch wenn es am Schalter liegen würde,
müsste er trotzdem ein paar ms/ Sek. oder gar Sekunden dafür brauchen.
Was macht der Motor der für den Schaltvorgang zuständig ist wenn man den Hebel zum Schalten gedrückt hält?
Ich denke da passiert nix bei.
Ich denke auch, dass da nix passiert. Die am Schaltvorgang beteiligten Steuergeräte (ECU, APSG, YCC-T, Y-AMT) kommunizieren meines Wissen im Ride-by-Wire Verbund per CAN-Bus. Selbst wenn ein Mikroschalter, der die Meldung von der Schaltwippe an das CAN-Bus Steuergerät der Schaltwippe weiterleitet defekt ist und hängt, dürften die empfangende Steuergeräte eine sich ständig wiederholende CAN-Bus Meldung nicht akzeptieren, weil sie ja zuerst die mit dem Schaltvorgang verbundenen Aktionen ausführen müsste.
YCC-T ist das Yamaha Chip Controlled Throttle System das im Zusammenspiel mit der ECU die Drosselklappen steuert.
APSG ist der Acceleration Position Sensor Grip der die Position des Gasgriffs überwacht. Das wird z. B. benötigt um vor einem Gangwechsel die voraussichtliche Beschleunigungskurve zu ermitteln. In Abhängkeit davon wird die Drehzahl beim Hochschalten z. B. bei starker Beschleunigung noch oben verschoben.
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Gefährlich war das definitiv. Da hat niemand Zweifel dran geäußert.
Aber es war (Softwareseitig) plausibel, dass der erste Gang eingelegt werden sollte. Daher geht meine Vermutung immer noch in Richtung der Schaltwippe.
Konnte inzwischen mal jemand ausprobieren, was das Getriebe macht, wenn man die Wippe betätigt und hält? Wird dann nur ein Gang geschaltet, oder werden Schritt für Schritt die Gänge durchgeschaltet?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass immer nur ein Gang heruntergeschaltet wird, aber ich frage morgen mal bei der Werkstatt nach. Ich will auch Montag mit dabei sein, wenn der Yamaha Aussendienstler da ist.
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Mahlzeit,
Irgendwie kann ich deinen Beitrag nicht folgen
deswegen bin ich gerade mal ne Runde um den Block gefahren und unsereY-AMT hat bei 10000 Umdrehungen circa 105 Stunden Kilometer auf dem Tacho und dreht bis 11000 aus
Dann waren meine Infos mit 47 km/h bei 10.000 im 1. Gang vermutlich falsch. Ich werde es absehbar nicht ausprobieren, weil die MT in der Werkstatt ist. Ist aber eigentlich egal. Das Problem war, dass die Kiste bei rund 100 km/h mal eben völlig ohne meinen Input im AT D Mode vom 6. bis runter zum 1. Gang geschaltet und dementsprechend unvermittelt stark verzögert hat. Mag ja sein, dass es Leute gibt, die das nicht irritiert. Dadurch, dass der Fehler ohne Vorwarnung auftrat war ich gelinde gesagt etwas überrascht und ich fand es auch ein klitzekleines bisschen gefährlich. Die ursprüngliche Frage war, ob bei jemandem anderes hier im Forum diese Problem schon einmal aufgetreten ist. Das sieht derzeit nicht so aus.
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Die Drehzahl war ja nicht zu hoch.
108 kmh ist Drehzahlbegrenzer im 1sten Gang😂
Nach meinen Infos ist die Geschwindigkeit im 1. Gang bei 10.000 U/min 47 km/h und der Drehzahlbegrenzer setzt bei 10.000 U/min ein. Wenn das Y-AMT bei 100 km/h bis in den 1. Gang runter schaltet ohne auszukuppeln (und so fühlte sich das in beiden Fällen an), ist die Drehzahl mit Sicherheit höher als die Drehzahl, bei der die Automatik den Befehl zum runterschalten geben würde. Ich denke sehr wohl, dass die Drehzahl in dem Fall zu hoch war.

Ach so, eins habe ich noch vergessen. Wenn ich im AT D Mode gefahren bin hat das Y-AMT bei um die 15 km/h in den 1. geschaltet, wenn ich z.B. an eine rote Ampel herangefahren bin. Wenn man die Automatik mit der Schaltwippe beim herunterschalten übersteuern möchte, hat das Y-AMT das bei meinen Fahrten bei Geschwindigkeiten über 25 km/h nicht zugelassen.
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Hallo Lutz,
hab gerade dein Posting vom Sonntag gelesen.
Ich habe seit Anfang April eine MT-09 Y-AMT. Bin bis jetzt etwas über 5.000 km gefahren, allerdings hauptsächlich manuell.
Den Automatik-Modus nutze ich manchmal wenn ich durch Städte fahre.Das was du beschreibst ist mir noch nicht passiert, das hört sich jedenfalls nicht gut an.
Würde mich sehr interessieren was Yamaha da bei der Analyse rauskriegt, hoffentlich entdecken die überhaupt was.
Nicht reproduzierbare Fehler sind in der IT ein Horror.
Nächste Woche bin ich in den Dolomiten und hatte mir vorgenommen bei ein zwei Pässen mit vielen Spitzkehren auch mal
die Automatik zu testen. Danach könnte ich ja berichten was ich da erlebt hab.
Gruß
Kasim
Ich hoffe mal, dass die Analyse was ergibt. Aber sehr optimistisch dass da kurzfristig eine Lösung gefunden wird, bin ich nicht.
viel Spass in den Dolomiten

Gruß, Lutz
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Wie ist denn eigentlich das schaltverhalten, wenn man die Wippe Richtung runterschalten betätigt und sie dann dort hält? Werden dann so viele Gänge wie möglich/logisch runtertergeschaltet oder pro Impuls nur ein Gang?
Mein Schuss ins blaue wäre nämlich, dass eventuell der Mikroschalter in der Schaltwippe klemmt, korrodiert ist oder Feuchtigkeit abbekommen hat.
Das wäre der klassische Fall des Versagens eines Pfennigartikels
Ok, auf die Idee das auszuprobieren bin ich noch nicht gekommen. Angenommen das würde funktionieren und das Y-AMT würd dann tatsächlich ohne Pausen herunterschalten, würde das aber der Aussage von Yamaha widersprechen, das Y-AMT schaltet nicht runter, wenn die Drehzahl zu hoch ist.
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Bei niedrigeren Temps trat es demnach nicht auf?
Die MT ist seit der Auslieferung rund 1.500 km gelaufen bei Temperaturen zwischen 15 °C und 30 °C. Auch bevor das Problem aufgetreten ist habe ich die MT bei Temperaturen um 30 °C gefahren. Ich würde deshalb jetzt nicht davon ableiten, dass es sich um ein Temperaturproblem handelt. Möglich ist natürlich alles.
Die Werkstatt hat den Fehlerspeicher ausgelesen, Null Fehlermeldunge. Inzwischen wurden auch ein paar Testfahrten unternommen, ohne das der Fehler aufgetreten ist. Für Mittwoch sind wieder höhere Temperaturen angesagt, dann wird eine 100 km Testfahrt unternommen. Nächsten Montag kommt der Yamaha Aussendienstler in die Werkstatt und fährt Probe. Alle sind sehr bemüht etwas zu tun. Ob der Fehler jetzt bei einer der Probefahrten auftritt ist dann sicher Zufall.
Mein Ansatz zur Fehlersuche wäre ein anderer:
Die grundsätzliche Funktionsweise des Y-AMT ist ja relativ einfach erklärt. (wenn man von den Informationen in der Bedienungsanleitung ausgeht:
Das Y-AMT Getriebe ist ein ganz normales Schaltgetriebe bei dem die Kupplung und die Schaltwelle mit Schaltaktuatoren (
vermutlich Schrittmotoren) betätigt werden. Im manuellen Modus wird über die manuelle Schaltwippe ein Impuls an die Y-AMT Steuerung gesendet die den Prozess des Hochschaltens auslöst. Dabei wird die Gasposition beeinfluss, per Aktuator die Kupplung ausgerückt, per Aktuator ein Gang höher geschaltet und dann wieder eingekuppelt. Beim Runterschalten läuft dieser Vorgang entsprechend ab. Das Y-AMT verhindert in beiden Modi (MT,AT) das bei zu hoher oder zu niedriger Drehzahl manuell geschaltet wird. Das heisst, das sowohl im MT als auch im AT Mode auf irgendeine Weise die Drehzahl vom Y-AMT berücksichtigt werden muss. Beim Beschleuningen ist das ganze natürlich noch ein bisschen komplexer, weil sich ja im AT Modus die Drehzahlen, bei denen geschaltet wird, in Abhängigkeit der Beschleunigungskurve verändern. Wenn ich im AT Modus sehr stark beschleunige, wechselt das Y-AMT sehr viel später die Gänge, als wenn ich moderat das Gas gebe.
Der von mir beschriebene Fehler ist unter Berücksichtigung der allgemeinen Funktionsweise eigentlich gar nicht möglich, weil bei den Gangwechseln ja abgewartet werden müsste, bis die Drehzahl zum weiteren Herunterschalten niedrig genug ist. Das war aber nicht der Fall. Die Gangwechsel erfolgten so schnell, dass das Hinterrad allein durch die Bremswirkung des Motors ausbrechen wollte,
Die einzige Betriebssituation des Y-AMT, die der Fehlersituation nahe kommt, wäre eine Notbremsung. Ich habe bei Yamaha nichts darüber gefunden, wie das Y-AMT bei einer Notbremsung reagieren soll, lediglich in einer KI Suche kam dazu eine Beschreibung: Der Fahrer macht eine Notbremsung, das ESS lässt alle vier Blinker blinken und das Y-AMT schaltet automatisch vom 6. bis zum 1. Gang runter und kuppelt dann aus.
Dieser Ablauf ähnelt doch sehr dem, wass mir passiert ist, nur ohne die Vollbremsung. Das würde bedeuten, dass die Sensoren (Geschwindigkeit, Drehzahl oder wass auch immer) dem Y-AMT gesagt haben, "das Fahrzeug wird ügrigens gerade extrem angebremst, mach mal was", was dann automatisch runtergeschaltet hat. Die Ursache für das Problem müsste dann in einem defekten Sensor oder eine falschen Auswertung der Sensoren zu finden sein.
Grüße...
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Ich dachte auf Grund deiner Posts, dass du da ein bisschen versierter bist. Unter Laien könnte man es so erklären, wie du es beschrieben hast. Es ist aber ein „ganz normales“ Klauengetriebe. Der Schaltvorgang ist automatisiert. Das ist dann doch ein bisschen was anderes.
Es ist doch völlig egal ob es sich um ein automatisiertes Schaltgetriebe oder ein Automatikgetriebe handelt. Der Fehler wird offensichtlich dadurch verursacht, dass die Steuerungssoftware den beiden Schaltaktoren einen Befehl gibt, der normalerweise nur bei einer Notbremsung ausgeführt werden soll. Bei einer Notbremsung soll das Y-AMT Gas wegnehmen , auskuppeln und bis auf Gang 1 runterschalten. Wenn das Y-AMT das bei 100 Km/h macht, ohne das der Fahrer eine Notbremsung eingeleitet hat und dann vor dem Herunterschalten weder das Gas wegnimmt noch auskuppelt, hat die Y-AMT Software die Geschwindigkeit, Drehzahl, Beschleunigungs- und Verzögerungswerte falsch interpretiert und dann auch noch eine völlig blödsinnige Aktion ausgeführt .