Beiträge von Lu Kowalski

    Die MT ist seit der Auslieferung rund 1.500 km gelaufen bei Temperaturen zwischen 15 °C und 30 °C. Auch bevor das Problem aufgetreten ist habe ich die MT bei Temperaturen um 30 °C gefahren. Ich würde deshalb jetzt nicht davon ableiten, dass es sich um ein Temperaturproblem handelt. Möglich ist natürlich alles.


    Die Werkstatt hat den Fehlerspeicher ausgelesen, Null Fehlermeldunge. Inzwischen wurden auch ein paar Testfahrten unternommen, ohne das der Fehler aufgetreten ist. Für Mittwoch sind wieder höhere Temperaturen angesagt, dann wird eine 100 km Testfahrt unternommen. Nächsten Montag kommt der Yamaha Aussendienstler in die Werkstatt und fährt Probe. Alle sind sehr bemüht etwas zu tun. Ob der Fehler jetzt bei einer der Probefahrten auftritt ist dann sicher Zufall.



    Mein Ansatz zur Fehlersuche wäre ein anderer:


    Die grundsätzliche Funktionsweise des Y-AMT ist ja relativ einfach erklärt. (wenn man von den Informationen in der Bedienungsanleitung ausgeht:


    Das Y-AMT Getriebe ist ein ganz normales Schaltgetriebe bei dem die Kupplung und die Schaltwelle mit Schaltaktuatoren (

    vermutlich Schrittmotoren) betätigt werden. Im manuellen Modus wird über die manuelle Schaltwippe ein Impuls an die Y-AMT Steuerung gesendet die den Prozess des Hochschaltens auslöst. Dabei wird die Gasposition beeinfluss, per Aktuator die Kupplung ausgerückt, per Aktuator ein Gang höher geschaltet und dann wieder eingekuppelt. Beim Runterschalten läuft dieser Vorgang entsprechend ab. Das Y-AMT verhindert in beiden Modi (MT,AT) das bei zu hoher oder zu niedriger Drehzahl manuell geschaltet wird. Das heisst, das sowohl im MT als auch im AT Mode auf irgendeine Weise die Drehzahl vom Y-AMT berücksichtigt werden muss. Beim Beschleuningen ist das ganze natürlich noch ein bisschen komplexer, weil sich ja im AT Modus die Drehzahlen, bei denen geschaltet wird, in Abhängigkeit der Beschleunigungskurve verändern. Wenn ich im AT Modus sehr stark beschleunige, wechselt das Y-AMT sehr viel später die Gänge, als wenn ich moderat das Gas gebe.


    Der von mir beschriebene Fehler ist unter Berücksichtigung der allgemeinen Funktionsweise eigentlich gar nicht möglich, weil bei den Gangwechseln ja abgewartet werden müsste, bis die Drehzahl zum weiteren Herunterschalten niedrig genug ist. Das war aber nicht der Fall. Die Gangwechsel erfolgten so schnell, dass das Hinterrad allein durch die Bremswirkung des Motors ausbrechen wollte,


    Die einzige Betriebssituation des Y-AMT, die der Fehlersituation nahe kommt, wäre eine Notbremsung. Ich habe bei Yamaha nichts darüber gefunden, wie das Y-AMT bei einer Notbremsung reagieren soll, lediglich in einer KI Suche kam dazu eine Beschreibung: Der Fahrer macht eine Notbremsung, das ESS lässt alle vier Blinker blinken und das Y-AMT schaltet automatisch vom 6. bis zum 1. Gang runter und kuppelt dann aus.


    Dieser Ablauf ähnelt doch sehr dem, wass mir passiert ist, nur ohne die Vollbremsung. Das würde bedeuten, dass die Sensoren (Geschwindigkeit, Drehzahl oder wass auch immer) dem Y-AMT gesagt haben, "das Fahrzeug wird ügrigens gerade extrem angebremst, mach mal was", was dann automatisch runtergeschaltet hat. Die Ursache für das Problem müsste dann in einem defekten Sensor oder eine falschen Auswertung der Sensoren zu finden sein.

    Grüße...

    Es ist doch völlig egal ob es sich um ein automatisiertes Schaltgetriebe oder ein Automatikgetriebe handelt. Der Fehler wird offensichtlich dadurch verursacht, dass die Steuerungssoftware den beiden Schaltaktoren einen Befehl gibt, der normalerweise nur bei einer Notbremsung ausgeführt werden soll. Bei einer Notbremsung soll das Y-AMT Gas wegnehmen , auskuppeln und bis auf Gang 1 runterschalten. Wenn das Y-AMT das bei 100 Km/h macht, ohne das der Fahrer eine Notbremsung eingeleitet hat und dann vor dem Herunterschalten weder das Gas wegnimmt noch auskuppelt, hat die Y-AMT Software die Geschwindigkeit, Drehzahl, Beschleunigungs- und Verzögerungswerte falsch interpretiert und dann auch noch eine völlig blödsinnige Aktion ausgeführt .

    Ich komme gerade vom Yamaha Händler. Nach einem längeren Telefonat mit dem zuständigen Aussendiensttechniker von Yamaha haben wir entschieden, dass die MT zur Fehleranlyse durch Yamaha beim Händler bleibt, wenn sich kein eindeutiger/reproduzierbarer Fehler feststellen lässt. Wenn auch Yamaha nicht in der Lage ist den Fehler zu finden und zu beseitigen, muss eine Wandlung diskutiert werden. Dann gibt's halt wieder eine MT ohne Y-AMT.


    Sorry, da war meine erste Beschreibung vielleicht nicht klar genug. Die MT hat vom 6. Gang nicht direkt in den 1. geschaltet (ich denke das ist technisch gar nicht möglich) sondern über alle Gänge bis zu 1. Gang runtergeschaltet. Da ein Gangwechsel nur 0,1 Sekunde benötigt, hat das herunterschalten vom 6. in den 1. Gang theoretisch 0,5 Sek benötigt. Ob das Y-AMT in der Situation wirklich ohne kurze Pausen zwischen den Schaltvorgängen runtergeschaltet hat, kann ich im Nachhinein nicht wirklich beurteilen, weil ich damit beschäftigt war, das Motorrad auf der Straße zu halten. In dem Zusammenhang fand ich auch die Frage des Mechanikers richtig witzig, ob ich gesehen habe, ob eine Störungsanzeige auf dem Display zu sehen war. :lachen:

    Die Beschreibungen im Handbuch der MT-Y-AMT sind stellenweise etwas lückenhaft, was die Funtionsweise sowohl im manuellen- als auch im automatischen Modus angeht. Laut Handbuch schaltet die MT auch im manuellen Modus selbstständig herunter, wenn man z.B. anhalten will und noch den 2. Gang drinn hat und kurz davor ist sehen zu bleibe. Das soll verhindern, dass der Motor abgewürgt wird. Ich habe aber z. B. heute im manuellen Modus den Fall gehabt, das ich bei einer Geschwindigkeit von knapp 60 im 3. Gang innerorts auf 50 Km/h durch Gas wegnehmen verzögert habe und die MT mal eben in den 1. Gang runtergeschaltet hat. Wenn die MT in Deinem Fall im manuellen Modus in eine Kurve einen Gang runter geschaltet hat, wäre meines Erachtens auch das nicht normal. Im Automatikmodus passiert das laufen, weil die Y-AMT Steuerung ja nicht mit den Stabilisierungssystemen kommuniziert und nicht weiss, dass Du gerade in Schräglage bist. Deshalb finde ich es auch ein wenig albern wenn irgendwelche Tester der Meinung sind, dass man auch in den Automatik Modi sportlich fahren kann.

    Moin...


    Ich musste vor kurzem meine 2019er MT-09 gegen eine MT-09 Y-AMT eintauschen , weil ich Probleme mit der linken Hand beim Kuppeln habe. Ich habe die MT in den letzten 2 Wochen ca. 1.500 km gefahren. Abgesehen davon, dass das Y-AMT im Automatikmodus manchmal ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist, wenn es meint in Kurven mal etwas runter schalten zu müssen, ist alles gut. Bis gestern. Gestern bin ich bei rund 30 °C auf einem Schnellweg mit einer konstanten Geschwindigkeit von ca. 100 Km/h im AT D Modus so leise vor mich hin getrödelt, als das Y-AMT der Meinung war, 'jetzt ist aber mal Schluss mit der Langeweile' und völlig ohne mein Zutun vom 6 Gang bis zum 1. Gang runtergeschaltet hat. Ausser Gas wegnehmen und eine Vollbremsung einzuleiten, hatte ich wenig Möglichkeiten einzugreifen. Glücklicherweise war niemand hinter mir. Ich bin dann vorsichtig weitergefahren und rund 5 km weiter das gleiche Spiel bei knapp über 80 Km/h. Ich habe dann auf manuelle Schaltung umgestellt und bin problemlos nach Hause gefahren. Morgen werde ich dann den Händler mit dem Problem belustigen.


    Hat hier schon mal jemand so ein Problem mit der Y-AMT gehabt?


    PS.: Die MT ist bis auf die Nachrüstung eines CLS Kettenölers im Originalzustand. Ich kann es zwar nicht ausschliessen, halte es aber für unwahrscheinlich, dass die CLS Elektronik einen Einfluss auf die Y-AMT Steuerung haben kann.


    Grüße, Lutz 8)