Das mit dem Verlängern der Kette hat mich auch gerade ins Grübeln gebracht. Ist aber letztlich wohl so, dass aufgrund der hierbei unangetastet gelassenen Übersetzungsverhältnisse von Ritzel und Kettenrad letztlich keine Änderung in der Gesamtübersetzung stattfindet. Lediglich die längere Kette benötigt zum kompletten einmaligen Umlauf geringfügig länger und das die Steckachse damit geringfügig weiter nach hinten wandern kann.
Ein Vorteil, soweit sich dies in der Realität dann tatsächlich durch einen längeren Radstand überhaupt spürbar bemerkbar macht (vlt. 1 cm, wenn überhaupt), könnte sich durch Mehrprobleme bei der Kettenspannung/Durchhangneigung, schnell auch wieder in einen Gegenteil umkehren. Schätze das die Techniker sich über das Gesamtverhältnis so einige Gedanken gemacht und auch Berechnungen auf fundierter Grundlage vorgenommen haben. Wenn das so einfach und entsprechende Wirkung damit zu erzielen wäre, warum hat Yamaha die Schwinge der RN57 Tracer um satte 6 cm verlängert?
Zudem ist die Kettenspannvorrichtung nicht darauf ausgelegt. Durch eine Kettenverlängung wird der Bereich der Nachspannmöglichkeit wohl nicht unbeträchtlich reduziert, was wohl nicht im Sinne der Ausnutzung einer intakten Kette liegen sollte.
Für mich kein Punkt bei dem ich anfangen mag zu experimentieren. Geht ggf. auch zu Lasten eines höheren Verschleißes des Kettenschutzes auf der Schwinge, da hier auch Länge negativ wirkt. Habe bisher auch noch nie wirklich einen Unterschied im Fahrverhalten zwischen einer neuen und gelängten (damit letztlich einhergehenden geringfügig kürzeren Radstandes) - bezogen auf andere Mopeds und deren vorgesehenen Kettenspannbereich - wirklich feststellen können. Meine Tracer muss ich hierbei ausnehmen, da die Kette, trotz gut fünfstelliger Kilometerleistung erst zweimal sehr moderat nachgespannt und noch recht neuwertig in Sachen Längung ist. Wird sich aber wohl ebenfalls im kaum feststellbaren Bereich bewegen - oder ich bin tatsächlich zu unsensibel
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