Beiträge von Puls130

    Vorhin gerade die noch erste, originale Batterie meiner Tracer, EZ 2017, ausgebaut und mit meinem Batterietester geprüft. Ergebnis ist ernüchternd, State of Healt (Lebensqualität des Akkus) 24%, State of Charge (Ladezustand) 15% und CCA (Kaltstartwert) bescheidene 80A (Herstellerangabe müssten 190A sein). Und das Ganze bei gemessenen 12,09 V.

    Der Innenwiderstand der Batterie ist von im Frühjahr zu Saisonstart von gemessenen 12,78 mOhm auf satte 37,87 mOhm gestiegen. Der gemessene Innenwiderstand ist vermutlich das Hauptproblem und sollte wohl ein Hinweis auf eine gestiegene Sulfatierung der Batterie sein.


    Batterie überwintert jetzt im Keller und hängt erst mal für mindestens 24, eher 48 Stunden, am Batterieladegerät mit zugeschalteter Reconv-Funktion. Danach wird die Batterie über den Winter ein Stress-Programm bekommen. Zyklische erneute Ladungen und angehangenen Batterie-Pulser. Letzterer ist im Dauerbetrieb seit vorletzten Winter an der Batterie angeschlossen. Sehr wahrscheinlich ist auch dieser für den jetzt desolaten Zustand der Batterie mit verantwortlich. Das Moped wurde leider bereits seit Ende September keinen Meter mehr bewegt, da mir schlichtweg die Zeit gefehlt hatte. So konnte der Pulser munter einen guten Monat lang Leistung saugen, ohne das die Batterie zwischendurch nochmals eine Ladung erfahren hat.


    Na ja, hat immerhin schon die 6. Saison zuverlässig ihren Dienst verrichtet :) . Schätze das der Gesamtzustand noch besser wäre, hätte ich die ersten 4 Saisonpausen die Batterie ausgebaut und gepflegt.


    Was den angeschlossenen Batteriepulser angeht, zweifele ich gerade ein wenig an dessen Wirksamkeit der Sulfatierung der Batterie entgegen zu wirken. Aber Wunder (= Rückgängigmachung bereits entstandener Sulfatierung) habe ich von diesem sowieso nicht wirklich erwartet. Eher das dieser eine Verzögerung der Sulfatierung und damit eine Verlängerung der Lebensdauer bewirkt. Er bleibt trotz meiner Skepsis aber weiterhin im Einsatz und dient der Langzeitbeobachtung.


    Wenn die Batterie sich jetzt über Winter nicht wieder in den grünen Bereich reaktivieren lässt, gibt es halt rechtzeitig eine neue Ersatzbatterie. Noch habe ich aber den Ehrgeiz die Batterie zu reanimieren. Also erst einmal schauen wie es nach dem 24-48 Stunden-Laden um die Batteriequalität steht. Nächste Saison mit einer schwächelnden Batterie herum zu klunschen ist aber definitiv keine Option.

    Habe gerade mal nachgesehen. Die Höhe des Nutzungsausfalls orientiert sich regelmäßig nach der Tabelle von Sander-Danner-Küppersbuch, die auch von den Gerichten herangezogen wird. Bei Motorrädern ist das Problem das diese oftmals reine Freizeitfahrzeuge sind und dann ein Nutzungsausfall nicht anerkannt wird.


    Bei Motorrädern über 72 KW habe ich gerade eine Entschädigungsspanne von 30 - 70 € je Tag nachvollziehen können. Da liegen Deine geforderten 35 € also noch im unteren Bereich, vermutlich in Anlehnung an den Zeitwert des Mopeds.


    Deine Entscheidung einen Rechtsanwalt die Angelegenheit regeln zu lassen ist wohl sinnvoll, da die Versicherungen gerne versuchen werden bei Motorrädern die Nutzungsausfallentschädigung zu verweigern. Hatte bei meinem PKW auch vor Jahren einen unverschuldeten Schadenfall und selbst die Regelung und Geltendmachung auch des Nutzungsausfalls vorgenommen. Da hat die Versicherung auch begonnen Schwierigkeiten aufzubauen. Das konnte ich dann mit dem Hinweis, dass ich aus Kostensenkungsgründen auf den Anwalt verzichten wollte, dann aber bei Aufwerfung von Problemen umgehend die Angelegenheit an meinen Fachanwalt für Verkehrsrecht abgeben werde und die Versicherung dann diese Kosten auch zusätzlich tragen muss, im Handumdrehen beseitigt. Alle Ansprüche wurden dann, wie geltend gemacht, umgehend durch die Versicherung beglichen. :)