Für mich hatte die GS (war bei der Probefahrt die 1200er 2019er mit allen Gimmicks) gepasst wie Faust auf Auge. Bin damit vom ersten Meter an perfekt klar gekommen. Mehrgewicht gegenüber der Tracer beim Fahren überhaupt nicht relevant. War für mich vom Empfinden so als ob wir schon ewig viele Kilometer zusammen abgespult hätten.
Beim Rückumstieg auf meine Tracer hat sich das dann aber wieder schnell relativiert und es hat sich kein Unzufriedenheitsgefühl bei mir ausgebreitet. Vom Motor her war die GS schon sehr gut, der Schub war schon ordentlich, konnte auch schön untertourig gefahren werden. Fahrwerk (semiaktiv) war auch klasse, auch der Telelever hat mich nicht im geringsten gestört oder mir das Gefühl gegeben das ich unzureichende Rückmeldung vom Vorderrad hätte.
In Summe ist die GS ein klasse und durchweg stimmiges Motorrad. Jetzt aber das ABER - das Wenige mehr was die GS insgesamt besser ist, für mich nicht eine sinnvolle Begründung für den Mehrpreis den BMW dafür aufruft.
Mit etwas Bodenhaftung kann man ruhig mal eine Probefahrt mit der GS machen. Vielleicht vermisst man ja sogar den Tripple und findet den Boxermotor gar nicht besser
. Ich habe in meinem Leben ja auch schon sonst ein paar (ältere) BMW-Boxermodelle bewegen dürfen, von den Emotionen hat mich aber noch keiner dieser Motoren so gefangen wie es der CP3 jetzt schon seit 5 Jahren bei mir macht. Und die 20 PS die die aktuelle 1250er mehr rausdrücken kann, habe ich bislang auch noch nicht wirklich vermisst.
Eine Möglichkeit mal BMW-Modelle fahren zu können sind die Veranstaltungen von BMW on Tour. Einfach mal auf der BMW-Website nachschauen bei welchen BMW-Händlern die das im Jahr 2023 so anbieten. Da kann man an einem Tag dann gleich mehre Modelle in geführten kleinen Touren unverbindlich Probe fahren und quasi die gesamte Modellpalette bei dem Event sichten. War schon mehrfach bei dieser Veranstaltung und fand diese Events ganz nett.