Freunde, wir gehen das falsch an. Anstatt über hunderte Seiten (!) Fahrwerkshersteller, -Modelle u.ä. zu nennen oder auf das coole Serienfahrwerk zu schwören, sollten wir das aus Sicht des Lesers aufziehen:
Stehen wir und vor, es kommt ein neuer User ins Forum mit relativ wenig Erfahrung. Als er im Januar gut genährt nach den Weihnachtsfeiertagen sein Motorrad bestellt hat, hat der Freundliche auf dem Bestellzettel für den Werkstattmeister notiert "Kunde fett, nach Fahrwerk hart!"
Der Meister gibt alles und dreht die Druckstufe bis Anschlag zu. Der Lehrling soll den Luftdruck kontrollieren und ballert noch 0.2 - 0.3 Bar extra rein. Jetzt hat unser - wieder erschlankter - Fahranfänger eine Forderschse aus Beton. Er wundert sich, dass er mehr hüpft als fährt und schaut ins Forum. Hier findet er auf 100 Seiten unsere Diskussionen. Verwirrt und im besten Willen, sein Schätzchen wieder fahrbar zu machen, kauft er nun das viel gepriesene 641er Wilbers Fahrwerk.
Und weil das nicht wirklich hilft, dreht unser armer Fahrer an der Verstellung wie an einem Heizungsgriff von links nach rechts. Bist natürlich immer noch nix.
Also sollten wir all die hier versammelte Expertise nutzen und über "Erfahrbares" an die Fahrwerkproblematik herangehen das nachvollziehbar erklären.
Z.B:
Bei kleinen Unebenheiten schlägt der Lenker durch und hüpft -> Druckstufe zu hoch
Beim bremsen kippt das Motorrad sehr weit nach vorne, wird "wackelig" -> Druckstufe zu weich
In schnellen Kurven wippt der Hintern nach unten -> Federbein ...
Konzept verstanden? Das könnte man noch um Federvorspannung, Kopflastigkeit usw. erweitern
Zuletzt könnte (könnte, nicht müsste) noch auf verschiedene Reifen eingegangen werden, was aber eben ein sehr subjektives Thema ist.
Und so geben wir Laien eine Orientierung, anstatt sie mit Kaufmöglichkeiten weiter zu verunsichern.
Das ist meine Meinung zu dem Thema...
Fili out!