Sorry, ich möchte jetzt nicht den Klugscheißer machen (zumal ja meine Frau die MT-09-Fahrerin ist !), aaaber:
ich möchte der Angabe, dass der CO-Wert VOR der Lambda-Sonde sehr viel niedriger als 3,0 % sein soll widersprechen.
Die einfache Erklärung: im Abgas ist immer noch ein Restsauerstoffgehalt; das ist von Haus aus schon mal so, dass nicht alles verbrennt, außerdem wird ja extra, um Sauerstoff im Abgas zu haben ja noch das Sekundärluftsystem eingesetzt. Korrigiert mich, wenn das bei Euren MTs nicht so sein sollte (ich habe ja schon wiederholt geschrieben, dass ich mich sehr eingehend bei der FJR damit beschäftigt habe) ! Durch die Lambdasonde wird auch der RESTSAUERSTOFFGEHALT im Abgas gemessen, NICHT das Rest-CO.
Nur duch diesen Restsauerstoff (bzw. zusätzlich dem Abgas zugesetzten O2) ist im Katalysator die Reaktion
CO + 1/2 x O2 ---> CO2
und andere Reaktionen möglich.
Somit dürfen es vor dem Kat. durchaus 3,0 % CO sein; das wird ja zusammen mit dem Sauerstoff optimal weiterverbrannt. Wichtig - wie oben schon beschrieben: IN ALLEN ZYLINDERN GLEICH ! (was nur durch Einstellung mit Hilfe con Messbohrungen in den Krümmern möglich ist).
Die Lambdasonde regelt dann drumrum, so dass tatsächlich eine ideale Stöchiometrie daraus resultiert. Das geht aber nur innerhalb eines Regelbereichs, einem Korridor, in dem sich CO (im Krümmer) befinden muss; deswegen auch die WHB-Angabe mit 3-4 %.
Um diese stöchiometrische Regelung kommt man tatsächlich nur durch Einsatz eines Dummies. Aber da stimme ich Mike zu, dass es das nicht unbedingt so bringen muss. Wenn überhaupt, dann nur durch eine leichte Überfettung (dass Lambda etwa um 0,85 liegen würde). Der spezifische Kraftstoffverbrauch stiege so zwar etwas, aber auch das Drehmoment und sogar ein annehmbarer Nebeneffekt wäre die Reduktion der Abgastemperatur.
So jetzt aber >Klugscheißer-Modus aus<.
Viele ruckelfreie KM wünsche ich Euch,
Andy