Beiträge von yamo01

    450ccm mehr .. also ein halbe mt09 nochmal draufgelegt.. ;)
    Wobei die aktuelle SDR kein elektronische Fahrwerk hat.


    Klar... direkter Vergleich hinkt natürlich etwas, ging mir aber weniger um den Aspekt der Leistung sondern Fahrkomfort, Sitzposition, Handling etc..

    Wenn sie länger steht und dann nur mal kurz gestartet wird und nicht richtig warm gelaufen ist, ist's mir auch schon untergekommen, dass sie beim nächsten start etwas bockig war und man etwas länger orgeln musste.
    Ist natürlich fraglich, wie lange sie beim Händler stand, draußen oder drinnen etc.. Wenn der Tank recht leer ist, kann auch schon eine kleine Wasserbeimengung (Kondenswasser) negativen Einfluss haben.
    Das würde auch erklären, warum nach dem Volltanken wieder alles OK war.


    Grundsätzliche Aspekte wären:
    - Welchen Eindruck macht der Händler - er scheint ja bemüht, für dich eine vernünftige Lösung zu finden
    - Ist der Händler gut etabliert oder eine "unseriöse Bastelbude" ?
    - Hast du Garantie auf das Motorrad?


    Wenn Händler ok und etabliert scheint und du Garantie hast würde ich dein Risiko als sehr klein einschätzen, dass du Probleme bekommst.
    Üblicherweise sind die MT's wirklich SEHR zuverlässig.

    Kleine Ergänzung (Edit-Zeitfenster schon abgelaufen):
    Und noch zum Klang: An der MT hatte ich einen modifizierten Originalauspuff, der klang wirklich fein und satt und ordentlich. Das war eine meiner größten Sorgen, denn den Klang liebte ich. Den V2-Klang konnte/wollte ich mir nicht so recht vorstellen.
    An der SDR hatte ich erst den Original-Puff, inzwischen einen geringfügig modifizierten Orig-Auspuff (etwas gekürztes Reso-Rohr).
    Der Sound ist natürlich deutlich anders, das Ding klingt aber so RICHTIG gei* ... gefällt mir inzwischen mindestens gleich gut.. bzw. besser.. (nur der V4 der Tuono ist da evtl noch netter..)

    Also ich kann von meiner Erfahrung des Umstiegs von MT09 (2014er) auf SDR1290 berichten.


    Motivation zum Umstieg war nicht aus einer Not getrieben sondern lediglich von der Neugierde.
    Ich hatte Probefahrten mit SDR1290, MT10, Z1000 und div. weiteren gemacht, auch eine Tuono V4 1100 wollte ich noch probefahren, dazu kams dann aber nicht mehr.


    Im Zuge der Probefahrten bekommt man zwar einen ersten Eindruck, aber noch lange kein richtiges Gefühl fürs andere Bike. Das ist mal ein ganz wichtiger Faktor.
    Manches fühlt sich am neuen Bike im Zuge einer Probefahrt vielleicht anfangs ungewohnt (und daher mitunter auch unbequem) an, das kann sich dann aber zum durchweg positiven verändern.
    Bei der Fahrt mit der SDR hatte ich anfangs z.b. Probleme mit dem kurzen Schalthebel.. gefiel mir nicht.. damals..


    Irgendwann fiel dann mit Saisonende 2017 die Entscheidung und ich holte mit eine SDR1290 (2.0), mit der ich die Saison 2018 startete, die MT09 (mit Wilbers Federbein, progr. Federn etc..) verkaufte ich.
    Was mir außerhalb der Probefahrten markant aufgefallen ist:
    - die SDR fühlt sich deutlich straffer an, allein beim draufsitzen und schieben, erst recht beim fahren.
    - die Sitzposition ist viiieeelll besser INS Motorrad integriert, man ist hier viel mehr Teil des Bikes als das man drauf sitzt
    - der Motor ist sehr ruppig und rauh. Im vergleich dazu schnurrt die MT wie ein Kätzchen... Daran musste ich mich erst gewöhnen
    - Die Schaltung fühlte sich zu beginn auch recht grob an, der Umstieg auf QS + Blipper auch erst ein Gewöhnungsthema


    Nach (sehr) kurzer Eingewöhnung fühlte sich die SDR für mich aber mindestens so vertraut an wie zuvor die MT09.
    Ihr kennt sicher das Gefühl "da bin ich zuhause". Das war die SDR sehr schnell.


    Zusätzlich kann ich aber auch von der umgekehrten Richtung berichten, da meine bessere Hälfte sich nämlich auch eine MT09 (neues Modell) holte und ich gelegentlich damit auch mal z.b. Tanken fahre.. Und da ist dann plötzlich die Umgewöhnung in die andere Richtung markant und ich kann sagen (mein persönliches Empfinden)
    - Die Sitzposition auf der MT09 ist im vergleich zur SDR fast schon unangenehm. Man sitzt nicht im Motorrad sondern darauf, der Lenker ist zu nahe, die Arme zu sehr angewinkelt
    - Der QS im Vergleich zur SDR richtig übel... bei der SDR flutschts nach der Eingewöhnung nach oben und nach unten..
    - Der Motor schnurrt im Vergleich zur SDR, ist man einen V2 erstmal gewöhnt besteht die Gefahr das man das vermisst..
    - Die Kraftentwicklung ist natürlich deutlich unterschiedlich.. die MT will im vergleich zur SDR viel mehr drehzahl, der Leistungsunterschied macht sich natürlich auch markant bemerkbar
    - die MT zieht schon nett von unten. die SDR ist da aber nochmal eine andere Liga, zurückgestiegen vermisst man bei der MT die Kraft im unteren Drehzahlbereich.


    Gemütlich cruisen geht also mit der SDR ganz locker und mach ich auch sehr oft, eben gerade weil schon im Drehzahlkeller ordentlich Dampf abrufbar ist.
    Das Getriebe ist allerdings deutlich anders übersetzt, auch daran musste ich mich erst gewöhnen, zusätzlich hab ich der SDR vorne statt eines Serien 17er Ritzels ein 16er spendiert.
    Bei 80-100 fährt man so ganz entspannt und angenehmer Drehzahl im 5. Gang, kann aber in dem Bereich auch schon gut im 6. Gang fahren, da dreht sie aber schon ziemlich tief.
    Ganz tief ausm Keller ist das Beschleunigen natürlich spürbar ruppig bis ca. 3500-4000 rpm, dann ist's einfach nur mehr gei*


    Mehrtägige Ganztages-Touren bin ich schon mit der MT09 gefahren, so natürlich auch mit der SDR.
    Der Kniewinkel ist bei der SDR ähnlich, bei der MT hatte ich gefühlt aber nach 9-10-Stunden-Touren mitunter schon stärkere Knieschmerzen, die bei der SDR weitestgehend ausbleiben.
    Auch die Sitzposition bei der MT09 ist etwas unangenehm - mit dem Standardsitz hat man immer eine leichte Neigung nach vorne, rutscht etwas nach vorne. Ich hatte bei meiner MT dann die höhere Sitzbank der SR montiert, mit der war das angenehmer.
    Bei der SDR sitzt man einfach drin und ich hatte nie Probleme mit meinem Allerwertesten oder unbequemen Sitz, Sitzhärte oder sonstigem. Das passt einfach.


    Je nach Fahrweise nimmt die SDR in einem Bereich zwischen ca. 4,6 (das war meine ich mein geringster Verbrauch mit viiieeeeelll Bummeln) und jenseits der 8 Liter (Renne).
    Im üblichen Betrieb - mit zügigen Passagen, flotten Kurven aber auch div. Gebummel z.b. in Ortsdurchfahrten etc. - lässt sie sich gut zwischen 4,8 - 5,6 Liter (Realverbrauch) bewegen.
    Beim (ich meine) 18,x Liter-Tank sind real Reichweiten zwischen 300-350 km gut drin (wobei ich's noch nicht bis zum letzten Tropfen ausgereizt habe).
    Für lange Touren also fein.

    ao6869:
    Viele schwärmen bei den "Standard"-Leuchtmitteln auf die Osram Night-Breaker (gibt's nun auch als "neue Generation"), die sollen im Vergleich etwas heller ausleuchten, allerdings - so berichten Anwender - bei geringerer Betriebsdauer.
    H4 LED gibt es zwar div. , ich bin mir aber nicht sicher, ob's für die schon welche mit E-Genehmigung gibt (eher ziemlich sicher, dass nicht..). Die ist natürlich auch für das jeweilige Leuchtmittel erforderlich...


    @Scharmör:
    Die Vorteile einer LED-Beleuchtung kenne ich dankenswerter Weise aus eigener Erfahrung, ich war bis 2018 mit einer MT09 der 1. Generation unterwegs und bin dann auf eine SDR1290 umgestiegen. Bei der Ausleuchtung sind das Welten. Wobei die scharfe obere Kante der Ausleuchtung auch etwas gewöhnungsbedürftig ist..

    Neben den Konsequenzen die ein nicht zulässiges Licht im Zuge von Verwaltungsstrafen hat würde ich mir - gerade beim Licht - eher Gedanken um das Thema Versicherungsschutz machen, DAS kann im Falle des Falles erst richtig teuer werden.


    Auch wenn durch unzulässige Anbauten ein kausaler Zusammenhang bestehen muss kann gerade beim Motorrad, das leicht übersehen wird eine nicht zulässige Beleuchtung möglicherweise sehr schnell als Begründung angeführt und eben ein kausaler Zusammenhang mit einem Unfall herstellt .. Falsches Leuchtmittel, daher konnte er nicht wahrgenommen werden oder hat geblendet.. so etwa..


    Nur als Gedankengang..

    Ich fände eine MT10 bzw. eher eine MT12 oder so interessant, die in der Liga Tuono/SDR spielt


    Und mit etwas feinerer/modernisierter Optik und Technik (Kurven-ABS, TrackMode bzw. einstellbare Fahrmodes (Schlupf, MSR etc.), Dashboard das einem akt. Stand der Technik entspricht, evtl. semiaktives Fahrwerk..)

    Mit der Flex geht die schon ab. Willst eh einen neuen Hebel, warum so zögerlich :lol:


    Schraubensicherung wird mit Wärme gefügiger.. Wär auch noch 'ne Möglichkeit um sichs leichter zu machen..

    Ich mag den Motorsound auch meisten, ein Auspuff darf für mich auch gerne laut sein.


    ABER


    inzwischen gibt es immer mehr und mehr Motorräder, mehr und mehr Motorradfahrer und das Thema Lärm im Straßenverkehr (nicht nur, aber sehr stark auch durch Motorräder verursacht) - insbesondere an beliebten Strecken wird immer häufiger medienpräsent.
    Und natürlich besonders an den beliebten Strecken, die sind ja deshalb beliebt, weil sie einfach schön zu fahren sind!
    Und natürlich kommt es immer öfter genau für solche Strecken zu Einschränkungen/Sperren/Maßnahmen GEGEN uns Motorradfahrer eben aus dem Grund.


    Und daher gibt es für die zukünftige Entwicklung dieses Trends genau 2 Möglichkeiten die ich persönlich sehe:


    - Möglichst viele, die in die Eigenverantwortung gehen und ihren Teil dazu beitragen, eben nicht zu laut zu sein (auch wenn's mir immer noch gefällt, den anderen aber eben nicht..) und zu hoffen, dass nicht noch viel, viel mehr Strecken gesperrt werden und gerade der einspurige Verkehr zunehmend verbannt wird - was bleibt dann noch zum schönen Motorradfahren, wenn man keinen schönen Pass mehr befahren darf?


    - Weiter so laut wie's jedem gefällt und weitere Sperren der schönen Strecken damit provozieren, irgendwann dann mangels befahrbarer schöner Strecken dann aufs Fahrrad oder E-Bike umsteigen..


    Ich befüchte die Tendenz geht eher zur zweiten Variante..


    Wobei der Lärm inzwischen nicht das einzige Problem ist sondern auch noch die Abgasthematik dazukommt.
    Und die zunehmenden Unfallzahlen im Bereich der Einspurigen, natürlich auch besonders gerne auf den typischen Strecken, und auch aus diesen Gründen immer mehr Bürgerinitiativen der ansässigen Bevölkerungen Stimmen für Fahrverbote erheben.


    Verständlich irgendwie.
    Schade natürlich auch.


    Ich persönlich halte es so - am Beispiel meiner Hausstrecke:
    Die Strecke hat viele tolle Kurven und führt an einigen Stellen auch an Häusern vorbei, die Strecke ist auch von Radfahrern gerne genutzt.
    Ich heize die Strecke üblicherweise schon sehr gerne ordentlich dahin, allerdings an den Häusern vorbei sehr bewusst deutlich langsamer und niedertourig und möglichst sanft und leise um eben möglichst keinen in der Ruhe zu stören und den Ärger für Lärm zu ernten.
    Gleiches bei div. Radfahrern, die sehe ich einen Radfahrer geh ich schon mal ordentlich vom Gas runter und fahre möglichst sanft, leise und mit ordentlichem Abstand vorbei um meinen Respekt zu zeigen, den Radfahrer nicht zu verschrecken und eben keinen Ärger zu provorieren.
    Klar kann das schon mal den Fluss kurz stören. Aber tut's mir weh?
    Wenn ich rasen will geh ich auf den Track.
    Und Spass hab ich auch wenn ich mal ein Stück gemütlicher fahre. Hab dabei aber ein besseres Gewissen, andere in deren Vorstellung/Wünschen nicht zur sehr einzuschränken oder vor den Kopf zu stoßen.
    Zumindest mein persönlicher Ansatz den ich - vielleicht nicht immer aber sehr oft - verfolge.