Bremszangen vorne Befestigungsschraube Kupferpaste

  • #1

    Hallo,


    heute habe ich zum Reifenwechsel die Bremszangen vorne abgeschraubt. Jeweils die obere Schraube, wo das Katzenauge mit befestigt ist, ist mit Kupferpaste eingeschmiert gewesen, die jeweils unteren sind mit Schraubensicherung versehen.


    Das kannte ich von keinem meiner Motorräder bisher, dass die Befestigungsschrauben unterschiedlich geschmiert bzw gesichert werden.


    Ist das noch jemanden aufgefallen? Ich muss mir die Schraubbohrungen noch mal genau ansehen, vielleicht erschließt sich mir der Sinn dahinter noch.


    Grüße
    Torsten

  • #2


    Kupferpaste hat auf dem Gewinde der Schrauben zur Befestigung des Bremssätteln absolut nichts zu suchen.


    Befinden sich die Reste der Kupferpaste unter dem Schraubenkopf zum Befestigen des Katzenauges? Solange die Kupferpaste nicht auf dem Gewinde ist, egal.

    Gruß Wolfgang


    Jeder hat das Recht dumm zu sein.... doch einige missbrauchen das Privileg schamlos.

  • #3

    Hallo Wolfgang,


    danke noch für Deine Antwort. Ich bin auch Deiner Meinung und in der Reparaturanleitung steht auch nichts von Fetten.


    Wäre interessant, was sich der Techniker dabei gedacht hat. Kann eigentlich nur der Yami Händler bei der 1. Durchsicht gewesen sein. Oder halt Yamaha vom Werk aus.


    Zur Verdeutlichung versuche ich noch zwei Fotos einzustellen.


    Ich habe die Schrauben vor dem Wiedereinbau jedenfalls gut entfettet.


    Grüße
    Torsten

  • #4

    Diese Diskussion hatten wir vor 25 Jahren in der Berufsschule. Manche Ausbilder sagten Kupferpaste. Andere Schraubensicherung!
    Ich mach Kupferpasste drauf. Schon IMMER allerdings ein pünktchen. Und nicht so wie auf den Foto.
    Warum?? Ganz einfach....Hitze, Aluminium, Stahlschraube....
    Wer den Zusammenhang nicht versteht, sollte an Bremsen nix werkeln!



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  • #5
    Zitat von MatzeBC

    Diese Diskussion hatten wir vor 25 Jahren in der Berufsschule. Manche Ausbilder sagten Kupferpaste. Andere Schraubensicherung!
    Ich mach Kupferpasste drauf. Schon IMMER allerdings ein pünktchen. Und nicht so wie auf den Foto.
    Warum?? Ganz einfach....Hitze, Aluminium, Stahlschraube....
    Wer den Zusammenhang nicht versteht, sollte an Bremsen nix werkeln!



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    Der Reibwert der Schraube ändert sich durch die Kupferpaste. Unter Umständen dreht man mit dem vorgegebenen Drehmoment das Gewinde kaputt.
    Kupferpaste hat in den seltesten Fällen etwas auf einer Schraubverbindung zu suchen. Anti Seize kann man nehmen und bei Alu-Stahl würde ich von
    einer Schraubensicherung eher abraten.


    Gruß Tom

  • #6
    Zitat von Tom068


    Der Reibwert der Schraube ändert sich durch die Kupferpaste. Unter Umständen dreht man mit dem vorgegebenen Drehmoment das Gewinde kaputt.
    Kupferpaste hat in den seltesten Fällen etwas auf einer Schraubverbindung zu suchen. Anti Seize kann man nehmen und bei Alu-Stahl würde ich von
    einer Schraubensicherung eher abraten.


    Gruß Tom


    ...und wer das Gewinde mit ner m10x1.25 Schraube aus dem Bremssattel reist sollte genausewenig an Bremsen montieren.


    Sorry, bin in der Theorie nicht so bewandt. Dafür kann ich aber versichern, von ganz bestimmt einigen Tausend Bremssätteln die ich bisher mit etwas Kupferpaste versehen hatte hat sich bisher keine Schraube gelöst, keine hat gefressen und noch nie habe ich ein Gewinde aus dem Sattel gerissen. Höchstens beim öffnen). Und das obwohl ich wegen einem Bremssattel nicht den Drehmomentschlüssel raus hole...
    Also macht Euch doch nicht verrückt wegen etwas zu viel Kupferpaste



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  • #7

    Servus


    Hier mal lesen und vergleichen, wie sich das Drehmoment verändert, bei gefetteten Gewinden.


    http://www.schraubenfibel.de/Anziehdrehmomente.html


    Ein kleiner Klecks Kupferpaste schadet nix. Aber das was auf dem Bild zu Erkennen ist, ist zu viel des Guten. Ich mach das immer so, das ich das Gewinde durch zwei Finger drehe. Vorher einen Krümel Kupferpaste auf die Finger. Das Genügt völlig um eine Korrosion zu Verhindern.


    Gruß

    " Ich repariere selbst um zu überleben. Manche überleben nur weil sie nicht selbst reparieren."
    Wilbers 640 + Prog. Federn Vorne, LED Blinker Yamaha Orig. , Kurzes Heck , Komfort Sitzbank , Mofessor Kettenöler , QS Yamaha Orig.

  • #8
    Zitat von MatzeBC


    ...und wer das Gewinde mit ner m10x1.25 Schraube aus dem Bremssattel reist sollte genausewenig an Bremsen montieren.


    Kann aber passieren wenn man solche Tipps hier raushaut. Jedenfalls sinkt der Reibwert mit Kupferpaste auf ca. die Hälfte einer
    trockenen Alu Stahl Schraubverbindung und sollte beim Anzugsmoment berücksichtigt werden. Von deinem Schraubergefühl in der Hand,
    werden hier die wenigsten profitieren können und greifen eher zum Drehmomentschlüssel.


    Triple/one ich habe da eine andere Tabelle mit anderen Werten.
    Deine beruht auf geölt Stahl in Stahl und kein Feingewinde.


    Aber, macht wie ihr wollt. Ich muß mit euren Mopeds nicht fahren.


    Gruß Tom

  • #9
    Zitat von Tom068

    Aber, macht wie ihr wollt. Ich muß mit euren Mopeds nicht fahren.


    Gruß Tom


    Eventuell kaufst du ja mal so einen Eimer als Gebrauchtfahrzeug.

    Gruß Wolfgang


    Jeder hat das Recht dumm zu sein.... doch einige missbrauchen das Privileg schamlos.

  • #10

    Bei mir kommt keine Kupferpaste drauf , nur ein kleiner Punkt loctite mittelfest dann mit Drehmoment Schlüssel anziehen nur 1 Mal knacken lassen . Dann kommt oben noch ein Punkt Siegellack drauf und fertig . Siegellack kommt bei mir auch an jeder Verbindung die Mal zum Reifenwechsel gelöst wird drauf

    R6 , FZ8 , 1290SDR , MT09

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