Ja, das ist halt das Übel daran. Das Gewinde wird mit 43Nm etwas überdehnt über den elastischen bereich hinweg. Elastisch heist der Bereich, an dem die Dehnung wieder zurück geht ohne bleibende Verformung. Kommt man nun über diesen Bereich, verformt sich das Gewinde ein wenig. Beim nächsten Zudrehen mit 43Nm noch ein wenig. Und irgendwann geben die Gewindegänge nach und reisen ab.
Manchmal schon beim ersten Mal, manchmal erst nach einígen Ölwechsel. Auch wenn Legierungen möglichst homogen gegossen werden sollten, so hat man denoch kleine Abweichungen in der Mischung. Nicht jede Stelle ist also 100% gleich fest vom Material. zB wird bei Stahl im Datenblatt Zugfestigeit 900-950N angegeben, weil das der Toleranzbereich ist. Und wenn ich nun das Gewinde bei 950N Zugfestigkeit zu stark anziehe hält es länger als wenn ich eine 900N Stelle erwische.
Nicht wundern wenn man mit 43Nm 900N Material kaputt bekommt. 43Nm mit 1m Hebel auf einen 9mm Schraubenradius (M18) ergibt ca 1:100 Verstärkung. Verteilt auf den ganzen Gewindegang dann. Muss man nochmal dann umrechnen, weil die Steigung mit in die Formel kommt. Aber ihr seht, dakommen dann erstmal 4300N Zug drauf. Das ist schon heftig für 3-4 Gewindegänge in Alu. Kann leider nicht sagen, was diese Legierung von Yamaha für eine Zugfestigkeit hat.